Am Montag, den 20. April 2026, hat ein Bewaffneter in der archäologischen Zone von Teotihuacán das Feuer auf Besucher eröffnet. Eine junge Kanadierin kam ums Leben, mindestens 13 weitere ausländische Staatsbürger wurden verletzt. Der Täter nahm sich nach dem Angriff an der 45 Meter hohen Mondpyramide das Leben.

Tödlicher Vorfall in Teotihuacán

Ein Schütze tötete an der Mondpyramide eine kanadische Touristin und anschließend sich selbst.

Zahlreiche Verletzte

Mindestens 13 ausländische Staatsbürger wurden verletzt, darunter zwei Kinder aus Kolumbien.

Sicherheitsbedenken vor der WM

Der Angriff erfolgt nur wenige Wochen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko.

Kritik an Evakuierung

Augenzeugen berichteten von fehlender Koordination und mangelnden Sicherheitskontrollen am Eingang.

Ein Bewaffneter hat am Montag, den 20. April 2026, an der Mondpyramide in der antiken Ausgrabungsstätte Teotihuacán das Feuer eröffnet. Dabei wurde eine etwa zwanzigjährige Kanadierin getötet und mindestens 13 ausländische Touristen verletzt, bevor der Schütze sich selbst tötete. Der Angriff ereignete sich gegen Mittag, als die Anlage stark besucht war, und löste unter den Touristen eine Panik auf den steilen Treppen der 45 Meter hohen Pyramide aus. Der Schütze, ein Mann in den Dreißigern, dessen Nationalität bisher nicht bekannt gegeben wurde, gab von einem Treppenabsatz auf halber Höhe des Bauwerks mehrere Schüsse ab, bevor er durch eine selbst zugefügte Schusswunde am Kopf starb. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte den Vorfall in den sozialen Medien und kündigte umfassende Ermittlungen an. Die kanadische Außenministerin Anita Anand sprach von einem entsetzlichen Akt von Waffengewalt. Das Motiv hinter der Tat bleibt unklar; die Behörden prüfen derzeit, ob das Opfer gezielt ausgewählt wurde.

„Was heute in Teotihuacán geschehen ist, schmerzt uns tief. Ich spreche den Betroffenen und ihren Familien meine aufrichtige Solidarität aus.” — Claudia Sheinbaum via AP News

Dreizehn verletzte Touristen, darunter zwei Kinder Unter den mindestens 13 verletzten ausländischen Touristen erlitten sechs Personen Schusswunden, darunter ein sechsjähriges Kind aus Kolumbien, das laut Berichten von Franceinfo im Beckenbereich getroffen wurde. Ein zweites Kind im Alter von 13 Jahren befindet sich laut De Standaard ebenfalls unter den Verwundeten. Die Nationalitäten der Verletzten verteilen sich auf mehrere Kontinente: Laut Franceinfo wurden drei Kolumbianer, sechs US-Amerikaner, zwei Brasilianer, ein Kanadier und ein Russe nach dem Angriff medizinisch versorgt. Einigen Opfern wurden Verletzungen nicht durch Schüsse, sondern durch Stürze auf der 47 Stufen umfassenden Treppe während der anschließenden Massenpanik zugefügt, wie das mexikanische Gesundheitsinstitut mitteilte. Die Polizei sicherte am Tatort eine Schusswaffe, ein Messer sowie scharfe Munition nahe der Leiche des Schützen. Eine Person musste laut Le Parisien wegen eines Schockzustands im Krankenhaus behandelt werden.

13 (verletzte Touristen) — ausländische Staatsangehörige, die beim Angriff in Teotihuacán verwundet wurden

US-Amerikaner: 6, Kolumbianer: 3, Brasilianer: 2, Kanadier: 1, Russen: 1

Britische Touristen berichten von chaotischer Evakuierung Augenzeugenberichte der BBC verdeutlichen die Verwirrung während des Vorfalls. Ein britisches Paar schilderte, dass unmittelbar eine Massenpanik ausbrach, bei der die Menschen gleichzeitig flüchteten. „Die Schüsse wurden lauter und häufiger. Mehrere Leute riefen so etwas wie: Sie kommen hierher. Das löste heftige Panik aus.” — Britische Touristen via BBC Das Paar gab an, seine Reisegruppe trotz fehlender Anweisungen des Personals zum Verlassen des Geländes bewegt zu haben. An den Ausgängen hätten sie beobachtet, dass zu diesem Zeitpunkt noch immer Touristen das Gelände betraten. „Es gab keine koordinierte Evakuierung – wir sahen Mitarbeiter herumlaufen, aber keiner von ihnen forderte jemanden zum Gehen auf.” — Britische Touristen via BBC In sozialen Medien kursierende Videos zeigen den Schützen mit verdecktem Gesicht, wie er mit einer Pistole von der Mitte der Pyramide aus schießt, während Touristen hinter den Stufen Deckung suchten oder flüchteten. Quellen der BBC wiesen zudem darauf hin, dass ihre Rucksäcke am Eingang nicht kontrolliert worden waren.

Angriff alarmiert Sicherheitskräfte kurz vor der Weltmeisterschaft Der Vorfall ereignete sich an einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Mexikos weniger als zwei Monate vor Beginn der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die laut De Standaard vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindet. In diesem Zeitraum werden über 5,5 Millionen Besucher in Mexiko erwartet. Le Parisien berichtete, dass Teotihuacán zwischen Januar und Juli 2025 mit fast einer Million Besuchern die am zweithäufigsten besuchte archäologische Stätte Mexikos war, übertroffen nur durch Chichén Itzá. Das Medium merkte an, dass es zwar kleinere Unfälle vor Ort gab, ein bewaffneter Angriff dieses Ausmaßes jedoch seit Jahrzehnten beispiellos sei. Bereits Anfang 2026 sah sich die mexikanische Regierung laut BBC gezwungen, auf Sicherheitsbedenken zu reagieren, nachdem Kartellmitglieder bewaffnete Zwischenfälle provoziert hatten. Die Behörden hatten zudem geplant, während der Weltmeisterschaft Nachtvorstellungen für Touristen in Teotihuacán abzuhalten.

Teotihuacán ist eine antike mesoamerikanische Stadt, die älter als die aztekische Zivilisation ist und ihre Blütezeit im Tal von Mexiko zwischen dem 1. und 7. Jahrhundert n. Chr. erreichte. Die Stätte, etwa 50 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt, ist als UNESCO-Welterbe gelistet und zählt zu den populärsten Touristenzielen des Landes. Zu den bekanntesten Bauwerken gehören die Sonnenpyramide, die Mondpyramide und die Straße der Toten. Laut Le Parisien handelt es sich um den ersten gemeldeten bewaffneten Angriff an diesem Ort seit mehreren Jahrzehnten, was den Vorfall vom Montag zu einem für den mexikanischen Tourismus außergewöhnlichen Sicherheitsereignis macht.

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