Kaori Sakamoto aus Japan hat bei der Eiskunstlauf-WM 2026 in Prag ihren vierten WM-Titel gewonnen und beendet ihre Laufbahn mit einer persönlichen Bestleistung von 238,28 Punkten. Die 25-Jährige lieferte in der O2 Arena eine Kür zu einem Edith-Piaf-Medley, das Publikum erhob sich nach ihrem letzten Schritt minutenlang. Silber ging an ihre Landsfrau Mone Chiba, Bronze an die Belgierin Nina Pinzarrone.

Sakamoto beendet Karriere mit viertem WM-Titel

Die Japanerin gewinnt in Prag mit 238,28 Punkten und verabschiedet sich mit einer persönlichen Bestleistung aus dem Wettbewerb.

Mone Chiba und Nina Pinzarrone auf dem Podium

Chiba holt Silber für Japan, Pinzarrone sorgt mit Bronze nach Platz 13 bei Olympia für eine Überraschung.

Französisches Duo übernimmt im Eistanz die Führung

Guillaume Cizeron und Laurence Fournier Beaudry gehen mit persönlicher Bestleistung in die Kür.

Kaori Sakamoto aus Japan hat bei der Eiskunstlauf-WM 2026 in Prag am Freitag, dem 27. März, ihren vierten WM-Titel gewonnen und ihre Karriere mit einer persönlichen Bestmarke von 238.28 (Punkten) — Sakamotos Karrierebestleistung in Prag beendet. Die 25-Jährige zeigte eine Kür zu einem Medley aus Edith-Piaf-Klassikern, darunter „Je ne regrette rien“, und erhielt allein für diesen Abschnitt 158,97 Punkte. Die 13.500 Zuschauer in der O2 Arena erhoben sich nach ihrem letzten Schritt auf dem Eis und spendeten minutenlang stehenden Applaus. Sakamoto hatte vor der WM angekündigt, dass sie nach dieser Saison aufhören werde, und erfüllte ihr Versprechen mit einem Abschied auf höchstem Niveau. Nach dem Kurzprogramm am Mittwoch hatte sie die Führung übernommen und sie bis zum Ende nicht mehr abgegeben. Am Ende lag sie fast 10 Punkte vor dem Feld. Ihre Landsfrau Mone Chiba holte mit 228,47 Punkten Silber, während die Belgierin Nina Pinzarrone mit 215,20 Punkten Bronze gewann. Das Ergebnis galt als Überraschung, zumal sie im Vormonat bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo nur 13. geworden war.

Sakamoto reiht sich als vierfache Weltmeisterin in Kwan ein Sakamoto ist die erste Frau seit Michelle Kwan, die vier WM-Titel gewonnen hat. Kwan holte ihren fünften und letzten WM-Titel im Jahr 2003. Sakamoto gewann ihre ersten drei WM-Titel in Serie von 2022 bis 2024, bevor sie bei der WM 2025 in Boston von Alysa Liu entthront wurde. Mit vier WM-Titeln liegt sie laut France 24 gemeinsam mit Lily Kronberger und Katarina Witt auf Rang fünf in der ewigen Bestenliste der Eiskunstläuferinnen. Der Rekord bei den Frauen gehört der Norwegerin Sonja Henie, die zwischen 1927 und 1936 zehn Titel gewann. Sakamoto hatte zuvor in ihrer Karriere vier Olympiamedaillen geholt — Silber im Einzel bei den Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo, Bronze im Einzel bei den Spielen 2022 sowie zweimal Team-Silber 2022 und 2026 —, ein olympisches Gold im Einzel blieb ihr jedoch verwehrt. In Prag ballte sie nach ihrer Kür die Faust, bevor sie bei der Bekanntgabe ihrer Punkte die Tränen wegwischte. An der Seitenlinie fielen sich ihre Trainer in die Arme, während die Halle aufbrandete. „Ich denke, es ist eine gute Idee, auf einem Höhepunkt aufzuhören, statt noch zwei oder drei Jahre weiterzumachen” — Kaori Sakamoto via NOS Auch Mone Chiba, 20, stellte mit 150,02 Punkten in der Kür persönliche Bestwerte auf. Sie lief zu einem Soundtrack aus „Romeo und Julia“ und umarmte Sakamoto nach der Bestätigung der Resultate herzlich.

Lius Verzicht und Glenns Sturz verändern das Medaillenbild Die amtierende Olympia- und Weltmeisterin Alysa Liu aus den Vereinigten Staaten trat in Prag nicht an. Sie hatte nach ihrem Olympiasieg in Mailand auf einen Start verzichtet. Liu verwies auf den Bedarf an persönlicher Zeit nach ihrem olympischen Erfolg. Die US-Amerikanerin Amber Glenn, dreifache nationale Meisterin, war mit Rang drei in die Kür gegangen, fiel nach zwei Sprungfehlern aber noch auf Platz sechs zurück. Isabeau Levito, WM-Silbermedaillengewinnerin von 2024, wurde Vierte, einen Monat nach Platz 12 bei ihrem olympischen Debüt. Die Schweizerin Livia Kaiser belegte mit 159,58 Punkten Rang 21 und blieb damit 12 Punkte unter ihrer besten Leistung der Saison. Diese hatte sie ebenfalls bei den Olympischen Spielen in Mailand gezeigt, wo sie ebenfalls 21. geworden war. Das US-amerikanische Eistanzpaar Madison Chock und Evan Bates, das dreimal in Folge WM-Gold gewonnen hatte, verzichtete nach dem knappen Verpassen des Titels bei den Spielen in Mailand auf einen Start in Prag.

Kaori Sakamoto (JPN): 238.28, Mone Chiba (JPN): 228.47, Nina Pinzarrone (BEL): 215.20, Isabeau Levito (USA): 0, Amber Glenn (USA): 0, Livia Kaiser (SUI): 159.58

Französisches Eistanzpaar führt mit persönlicher Bestleistung Auch im Eistanz, der am Freitag ausgetragen wurde, setzte sich das französische Olympiasiegerpaar Guillaume Cizeron und Laurence Fournier Beaudry mit einer persönlichen Bestmarke an die Spitze. Das Duo kam in der Rhythmustanz auf 92,74 Punkte und lief zu einem Programm, das von Madonnas „Vogue“ inspiriert war. Damit geht es mit einem Vorsprung von mehr als sechs Punkten in die am Samstag anstehende Kür. Auf Platz zwei liegen die Kanadier Piper Gilles und Paul Poirier mit 86,45 Punkten. Das britische Duo Lilah Fear und Lewis Gibson folgt mit 85,09 Punkten auf Rang drei. Ein Sieg für Cizeron wäre sein sechster WM-Titel. Zuvor hatte er zwischen 2015 und 2022 mit seiner früheren Partnerin Gabriella Papadakis fünfmal WM-Gold gewonnen. Für Fournier Beaudry, die in Kanada geboren wurde und für Frankreich startet, wäre ein WM-Titel in Prag die erste WM-Medaille überhaupt.

[{"side1": "Laurence Fournier Beaudry / Guillaume Cizeron", "side2": "Piper Gilles / Paul Poirier", "score1": 92.74, "score2": 86.45, "round": "Rhythmustanz"},{"side1": "Lilah Fear / Lewis Gibson", "side2": "", "score1": 85.09, "score2": 0, "round": "Rhythmustanz"}]

Mentioned People

  • Kaori Sakamoto — Japońska łyżwiarka figurowa, srebrna medalistka olimpijska z 2026 roku i czterokrotna mistrzyni świata (2022–2024, 2026).
  • Mone Chiba — Japońska łyżwiarka figurowa, wicemistrzyni świata z 2026 roku i mistrzyni Four Continents z 2024 roku.
  • Nina Pinzarrone — Belgijska łyżwiarka figurowa i brązowa medalistka mistrzostw świata 2026.
  • Alysa Liu — Amerykańska łyżwiarka figurowa, mistrzyni olimpijska z 2026 roku i mistrzyni świata z 2025 roku.
  • Isabeau Levito — Amerykańska łyżwiarka figurowa i wicemistrzyni świata z 2024 roku.
  • Amber Glenn — Amerykańska łyżwiarka figurowa, złota medalistka olimpijska w rywalizacji drużynowej z 2026 roku i trzykrotna mistrzyni USA.
  • Guillaume Cizeron — Francuski tancerz na lodzie i mistrz olimpijski z 2026 roku w parze z Laurence Fournier Beaudry.
  • Laurence Fournier Beaudry — Francuska tancerka na lodzie i mistrzyni olimpijska z 2026 roku.

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