Die spanische Nationalpolizei hat am Dienstag eines der bedeutendsten Haschisch-Schmuggelnetzwerke des Landes zerschlagen. Im Rahmen einer großangelegten Operation stießen die Beamten in der Enklave Ceuta auf einen technisch hochgerüsteten Tunnel, der unterirdisch bis nach Marokko führt. Die Anlage war hinter einem schallisolierten Kühlschrank in einer Lagerhalle verborgen.

Zerschlagung eines Großnetzwerks

Die spanische Polizei verhaftete 29 Personen und stellte 17 Tonnen Haschisch sowie 1,43 Millionen Euro sicher.

Entdeckung eines Hochleistungstunnels

Ein 19 Meter tiefer Tunnel mit Schienensystem und Kränen verband Ceuta unterirdisch mit marokkanischem Gebiet.

Versteckter Zugang

Der Einstieg zum Tunnel war in einer Industriehalle hinter einem speziell schallisolierten Kühlschrank verborgen.

Logistik der „Drogenarchitekten“

Die Anlage ermöglichte den Schmuggel ohne direkten Sichtkontakt zwischen den Beteiligten auf beiden Seiten der Grenze.

Die spanische Polizei hat eines der größten Haschisch-Handelsnetze des Landes zerschlagen und dabei einen hochentwickelten unterirdischen Tunnel entdeckt, der die spanische Enklave Ceuta mit Marokko verbindet. Versteckt war der Zugang hinter einem schallisolierten Kühlschrank in einer Industriehalle. Die Spanische Nationalpolizei bezeichnete die Struktur als „Luxus-Narkotunnel“, der mit Schienen, Wagen, Gabelstaplern, Kränen und Flaschenzügen ausgestattet war – eine technische Leistung, die darauf ausgelegt war, Haschisch zwischen zwei Ländern zu bewegen, ohne dass ein direkter Sichtkontakt zwischen den Schmugglern bestand. Die Operation, an der in verschiedenen Phasen und Städten Spaniens insgesamt 250 (Polizeibeamte) — Polizeibeamte im Einsatz beteiligt waren, führte zu 29 Festnahmen und der Sicherstellung von mehr als 17 Tonnen Drogen, 1,43 Millionen Euro Bargeld sowie 15 Luxusfahrzeugen. Die Behörden erklärten, man habe das „Netzwerk der Haschisch-Netzwerke“ zerschlagen.

Drei-Ebenen-Tunnel hinter einem Kühlschrank verborgen Der Tunnel befand sich unter einer Industriehalle im Gewerbegebiet Tarajal. Nachdem die Beamten den großen, schallisolierten Kühlschrank bewegt hatten, fanden sie eine unterirdische Struktur mit drei Ebenen vor: einen Schacht, der in die Tiefe führte, eine Zwischenkammer zur Lagerung von auf Paletten gestapelten Haschischballen vor dem Abtransport und einen abschließenden Gang, der direkt auf marokkanisches Staatsgebiet führte. Nach Angaben der Nationalpolizei war der Tunnel 19 Meter tief, 1,20 Meter hoch und 80 Zentimeter breit. Die Organisation hatte Pump- und Schallschutzsysteme installiert, um die Infrastruktur in Betrieb zu halten, ohne Verdacht bei Nachbarn oder Behörden zu erregen. Von der Polizei veröffentlichtes Videomaterial zeigt Beamte, wie sie den Schacht hinabgleiten und die unterirdischen Gänge inspizieren. Ein Beamter ist zu hören, wie er die Anlage als einen „sehr gut vorbereiteten, sehr gut ausgebauten Narkotunnel“ beschreibt. Da der Tunnel teilweise überflutet ist, arbeiten die Einsatzkräfte noch an der Entwässerung, bevor die vollständigen Ausmaße bestimmt werden können.

Zeitablauf der Operation: — ; —

Ein „Drogenarchitekt“ in Marokko leitete das grenzüberschreitende Netzwerk Das kriminelle Netzwerk wurde von zwei Personen geleitet, die auf unterschiedlichen Seiten der Grenze operierten. Der in Marokko ansässige Anführer wurde von der Polizei als „Drogenarchitekt“ und „Tunnelchef“ beschrieben. Er steht zudem im Verdacht, für einen weiteren Tunnel zwischen Marokko und Ceuta verantwortlich zu sein, der bereits im Vorjahr entdeckt wurde. Der Anführer auf spanischer Seite wurde als Eigentümer der gesamten während der Operation beschlagnahmten Drogen identifiziert. Die Ermittlungen dauerten mehr als ein Jahr an, nachdem die Polizei die Organisation erstmals im Februar 2025 identifiziert hatte. Dabei verfolgte sie eine Gruppe, die Schnellboote nutzte, um Haschisch von Ceuta zum spanischen Festland zu transportieren. Die Einsätze entfalteten sich in mehreren Phasen über verschiedene spanische Städte hinweg, bis sie schließlich in den Festnahmen und der Freilegung des Tunnels gipfelten. Laut Polizei erlaubte die Struktur des Netzwerks den Drogentransport zwischen Marokko und Spanien ohne direkten Sichtkontakt zwischen den Beteiligten der verschiedenen Stufen der Lieferkette.

Aufgrund der Lage Ceutas als spanische Enklave auf dem afrikanischen Kontinent mit einer Landgrenze zu Marokko ist das Gebiet ein dauerhafter Brennpunkt für den Drogenschmuggel nach Europa. Der Grenzzaun des Territoriums, der illegale Grenzübertritte verhindern soll, wurde historisch von Schmugglern durch Tunnel, Schnellboote und andere Methoden umgangen. Laut den Quellenberichten handelt es sich um den zweiten Narkotunnel dieser Art, der innerhalb von knapp einem Jahr zwischen Ceuta und Marokko entdeckt wurde, wobei auch der vorherige Tunnel mit demselben mutmaßlichen marokkanischen Organisator in Verbindung gebracht wird.

Beschlagnahmungen umfassten 17 Tonnen Drogen und Millionenwerte Das Ausmaß der in den verschiedenen Phasen der Ermittlung sichergestellten Vermögenswerte verdeutlicht die finanzielle Schlagkraft des Netzwerks. Die Polizei beschlagnahmte mehr als 17 Tonnen Rauschgift, 1.430.000 Euro in bar und 15 Luxusfahrzeuge. Die industrielle Ausstattung des Tunnels – einschließlich eines Schienensystems mit Loren, Gabelstaplern, Kränen und Seilwinden – deutet auf erhebliche Investitionen in die Schmuggelinfrastruktur hin. Die Behörden bezeichneten die Konstruktion als „charakteristisch für perfekt geplante Ingenieursarbeiten“ und verglichen das labyrinthartige Innere des Tunnels mit der Struktur eines Bergwerks. Der Abschluss der Operation markiert laut der spanischen Polizei die Zerschlagung eines der größten Haschisch-Distributionsnetze des Landes.

Mentioned People

  • brak nazwisk w źródle — W tekście wspomniani są liderzy organizacji, w tym „narco-architekt” z Maroka oraz właściciel narkotyków po stronie hiszpańskiej, jednak ich nazwiska nie zostały podane.

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