US-Präsident Donald Trump hat eine zehntägige Pause bei Angriffen auf iranische Energieanlagen angekündigt. Sie solle bis Montag, 6. April 2026, 20 Uhr US-Ostküstenzeit gelten. Gleichzeitig gaben die Ölpreise im frühen Handel in Asien nach. Trump sprach auf Truth Social von sehr guten Gesprächen mit Teheran.

Trump kündigt 10-tägige Pause an

Der US-Präsident erklärte, Angriffe auf iranische Energieanlagen würden bis Montag, 6. April 2026, 20 Uhr US-Ostküstenzeit ausgesetzt.

Ölpreise geben nach

Brent und WTI fielen nach der Ankündigung im frühen Asienhandel, nachdem sie in der Vorwoche deutlich zugelegt hatten.

Mittler widersprechen der Darstellung Teherans

Reuters zufolge habe Iran die Pause nicht erbeten; zugleich gebe es weiter keine endgültige Antwort auf den 15-Punkte-Plan.

Konflikt belastet Energieversorgung

Der Krieg habe die Lieferungen durch die Straße von Hormus massiv gestört und täglich 11 Millionen Barrel vom Weltmarkt genommen.

Gold reagiert auf diplomatische Signale

Der Goldpreis legte zu, weil Händler eine mögliche Entspannung im Nahen Osten einpreisten.

US-Präsident Donald Trump hat eine 10-tägige Pause bei Angriffen auf iranische Energieanlagen angekündigt. Sie gilt nach seinen Angaben bis Montag, 6. April 2026, 20 Uhr Eastern Time. Zugleich sagte er, die Gespräche mit Teheran verliefen „sehr gut“.

Die Ölpreise gaben daraufhin am Freitag im frühen Handel in Asien nach. Brent-Futures verloren 90 Cent oder 0,8 Prozent auf 107,11 US-Dollar je Barrel. Futures für US-West Texas Intermediate fielen um 83 Cent oder 0,88 Prozent auf 93,65 US-Dollar je Barrel.

Trump verbreitete die Mitteilung auf Truth Social. Dort schrieb er, die Pause erfolge „as per Iranian Government request“. Die Entwicklung kam nach einer volatilen Woche, in der Brent am Donnerstag allein um 5,7 Prozent und WTI um 4,6 Prozent gestiegen waren. Auslöser waren Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation. Trotz des Rückgangs am Freitag deutete der Wochenverlauf darauf hin, dass Brent vor dem ersten Wochenverlust seit sechs Wochen stand. WTI verbuchte zugleich den zweiten Wochenverlust in Folge. Trump signalisierte weiter Gesprächsbereitschaft für eine diplomatische Lösung.

Mittler widersprechen Trumps Darstellung eines iranischen Ersuchens Über die Umstände der Pause entstand eine deutliche Differenz. Mittler erklärten Reuters, Iran habe den 10-tägigen Stopp der Angriffe auf seine Energieinfrastruktur tatsächlich nicht beantragt. Ein iranischer Vertreter sagte Reuters gesondert, ein über Pakistan an Teheran übermittelter 15 (points) — US-Vorschlag sei am Mittwoch von hochrangigen iranischen Funktionsträgern und einem Vertreter des obersten Führers Irans im Detail geprüft worden. Der Vertreter bezeichnete den Plan als „einseitig und unfair“ und machte damit deutlich, dass Teheran noch keine endgültige Antwort gegeben hatte.

Trump sagte derweil, Iran habe 10 unter pakistanischer Flagge fahrende Öltanker die Straße von Hormus passieren lassen, um während der Verhandlungen ein Zeichen des guten Willens zu setzen. Das Wall Street Journal berichtete, Mittler hätten ebenfalls gesagt, Teheran habe auf den 15-Punkte-Plan noch nicht abschließend geantwortet. Das deutete darauf hin, dass beide Seiten trotz von Trump betonter Zuversicht weiter auseinanderlagen. Suchergebnisse vom Freitagmorgen ließen erkennen, dass die beiden Länder in einer Pattsituation zu sein schienen. Beide Seiten verhärteten ihre Positionen in den Gesprächen über eine Waffenruhe.

Krieg entzieht dem Weltmarkt täglich 11 Millionen Barrel Der Konflikt, der am 28. Februar 2026 begann, als die Vereinigten Staaten und Israel Angriffe auf Iran starteten, hat die globalen Energiemärkte stark belastet. 11 (million barrels per day) — Durch den Krieg vom Weltmarkt entzogenes Ölangebot Der Krieg hat die Lieferungen durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Durch die Meerenge laufen normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und des LNG-Angebots.

Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, beschrieb die aktuelle Krise als schwerer als die beiden großen Ölkrisen der 1970er Jahre zusammen mit den Folgen des russisch-ukrainischen Krieges für die Gasversorgung. Die USA haben Tausende Soldaten in den Nahen Osten entsandt. Zudem wurde berichtet, Trump erwäge, Bodentruppen einzusetzen, um die Insel Kharg zu besetzen, Irans strategisches Zentrum für Ölexporte. Shemara Wikramanayake, Vorstandsvorsitzende von Macquarie, sagte am Donnerstag auf dem Asia Pacific Financial and Innovation Symposium in Melbourne, die Märkte preisten bislang keine länger anhaltende Störung ein. „Für den heutigen Tag rechnen die Märkte nicht mit großen Auswirkungen, besonders nicht beim Öl. Wenn man die Terminstruktur ansieht, gehen sie davon aus, dass dies recht schnell endet und sich die Lage rasch stabilisiert” — Shemara Wikramanayake via Reuters

Gold legt zu, während Händler diplomatische Signale abwägen Der Spotpreis für Gold stieg am Freitag im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 4.400,23 US-Dollar je Unze, weil einige Anleger Trumps Ankündigung einer Pause als Hinweis auf nachlassende Spannungen im Nahen Osten werteten. Li Xing, Stratege für Finanzmärkte bei Exness, sagte in einer E-Mail-Mitteilung, sollte sich diplomatischer Fortschritt abzeichnen, könne sich Gold stabilisieren und schrittweise erholen. „Der Verlauf des Goldpreises wird von den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten abhängen” — Li Xing via The Wall Street Journal

Die Zugewinne beim Edelmetall spiegelten vorsichtigen Optimismus unter Händlern wider. Analysten verwiesen zugleich darauf, dass die Widersprüche zwischen Trumps Darstellung und den Angaben der Mittler die Unsicherheit aufrechterhielten. Die Reaktion am Ölmarkt fiel ebenfalls uneinheitlich aus. Daten des Wall Street Journal zeigten, dass Brent-Futures am Frontmonat in frühen Notierungen zeitweise um bis zu 2,0 Prozent auf 105,85 US-Dollar je Barrel fielen. Das war ein stärkerer Rückgang als in der Reuters-Meldung und zeigte die Bandbreite der Marktreaktionen auf widersprüchliche Signale. Insgesamt blieb das Bild eines Marktes, der zwischen Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch und der Realität eines laufenden Konflikts stand, der die globalen Energieflüsse grundlegend gestört hat.

Brent-Anstieg am Donnerstag: +5,7, WTI-Anstieg am Donnerstag: +4,6, Brent-Rückgang am Freitag: -0,8, WTI-Rückgang am Freitag: -0,88

Der Krieg gegen Iran begann am 28. Februar 2026, als die Vereinigten Staaten und Israel unter der Bezeichnung Operation Epic Fury Angriffe starteten. Die Straße von Hormus gilt seit langem als einer der wichtigsten energetischen Engpässe der Welt. Durch sie fließt rund ein Fünftel des weltweiten Rohöl- und LNG-Angebots. Die IEA wurde 1974 unter anderem als Reaktion auf die erste große Ölkrise dieses Jahrzehnts gegründet und dient seither als wichtigstes zwischenstaatliches Gremium für die Koordinierung der Energiepolitik unter den großen Verbraucherländern. Pakistan hat sich im aktuellen Konflikt zu einem wichtigen Vermittler bei der Weitergabe diplomatischer Vorschläge zwischen Washington und Teheran entwickelt.

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Fatih Birol — dyrektor wykonawczy Międzynarodowej Agencji Energetycznej (IEA) od 1 września 2015 roku

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