Pakistan will nach Angaben seines Außenministers Ishaq Dar in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ausrichten. Islamabad positioniert sich damit als neutraler Vermittler in dem Krieg, der am 28. Februar 2026 nach Luftangriffen der USA und Israels auf Iran begonnen hatte. Eine offizielle Bestätigung aus Washington oder Teheran lag am Sonntagabend nicht vor.

Pakistan bietet Vermittlung an

Außenminister Ishaq Dar kündigte an, dass Pakistan Gespräche zwischen den USA und Iran in den kommenden Tagen ausrichten wolle.

Blockade der Straße von Hormus

Im Raum steht laut Bericht auch ein Gebührenmodell für die Passage durch die Meerenge nach dem Vorbild des Suez-Kanals.

Krieg bleibt militärisch aktiv

Iran, Israel und die Huthi-Miliz setzten ihre Angriffe fort; zugleich gab es Berichte über Tote südlich von Teheran.

Pakistan werde in den kommenden Tagen direkte oder indirekte Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ausrichten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Ishaq Dar am Sonntag. Islamabad positioniere sich damit als neutraler Vermittler in dem Krieg, der am 28. Februar 2026 begann, als US- und israelische Luftangriffe Iran trafen. Dar machte die Ankündigung in einer Fernsehansprache nach einem zweitägigen regionalen Treffen der Außenminister in Islamabad, an dem seine Amtskollegen aus Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten teilgenommen hatten. Pakistan zeigte sich zufrieden darüber, dass sowohl Washington als auch Teheran Vertrauen in seine Vermittlerrolle signalisiert hätten, obwohl weder die USA noch Iran eine offizielle Bestätigung der Gespräche abgaben. Auch China habe die Initiative Pakistans nach Angaben aus Islamabad voll unterstützt. Welche Form die vorgeschlagenen Gespräche haben sollen, direkt oder indirekt, war am Sonntagabend weiter offen.Die US-israelische Militärkampagne gegen Iran, die den Namen Operation Epic Fury trägt, begann am 28. Februar 2026 mit koordinierten Luftangriffen. Irans Oberster Führer Ali Khamenei wurde bei den ersten Angriffen getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Teheran reagierte auf die Angriffe mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Golfregion. Pakistan hat eine etwa 900 Kilometer lange Grenze zu Iran und schloss 2025 einen Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien. Das Treffen in Islamabad brachte die Außenminister von Saudi-Arabien, Faisal bin Farhan Al Saud, von Ägypten, Badr Abdelatty, von der Türkei, Hakan Fidan, sowie Pakistans Ishaq Dar zusammen, um über Möglichkeiten zur Deeskalation zu sprechen. Vor der Vierer-Runde führte Dar getrennte bilaterale Gespräche mit jedem seiner Amtskollegen. Auch Ägyptens Badr Abdelatty und der Türke Hakan Fidan trafen sich gesondert mit Pakistans Feldmarschall Asim Munir, dem pakistanischen Armeechef, was die militärische Dimension von Islamabads Vermittlungsangebot unterstrich. Vertreter der Vereinigten Staaten oder Israels waren nach Angaben aus pakistanischen Ministeriumskreisen nicht anwesend. Dar sagte, seine Amtskollegen hätten Unterstützung für Pakistans Friedensbemühungen signalisiert, und das Treffen solle am Montag fortgesetzt werden. Der pakistanische Verteidigungsanalyst Asif Durrani wertete die regionale Beteiligung laut der Nachrichtenagentur AP als Beleg für eine glaubwürdige Unterstützung der Vermittlerrolle Islamabads.„Pakistan werde es als Ehre betrachten, in den kommenden Tagen sinnvolle Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um zu einer umfassenden und dauerhaften Lösung des anhaltenden Konflikts zu gelangen.” — Ishaq Dar via ORFBlockade der Straße von Hormus und Gebührenmodell nach Suez-Vorbild im GesprächEin zentrales Thema der Vermittlungsbemühungen ist die faktische nahezu vollständige Blockade der Straße von Hormus durch Iran, die nach Angaben von ARD-Korrespondentin Katharina Willinger erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft hat. Vermittler hätten Berichten zufolge ein Gebührenmodell für die Passage durch die Meerenge nach dem Vorbild des Suez-Kanals ausgearbeitet. Unklar ist jedoch weiter, ob das Ziel der Gespräche ein vollständiger Waffenstillstand oder eine Übergangslösung zur Wiederaufnahme der Schifffahrt ist. Die Regierung Pakistans hat nach eigenen Angaben ein Interesse daran, den Konflikt zu beenden: Das Land grenzt über eine lange Strecke an Iran und befürchtet eine Ausweitung der Kämpfe, während der Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien aus dem Jahr 2025 — einem Staat, der selbst von iranischen Raketenangriffen betroffen war — zusätzlichen Druck erzeugt. Islamabad habe sich nach Angaben des Islamwissenschaftlers Simon Fuchs, wie Der Spiegel berichtete, in seiner Rolle als neutraler Vermittler von seinen Vertragspflichten ausgenommen beschrieben. Teherans Entscheidung, 20 Schiffe unter pakistanischer Flagge die Nutzung der Meerenge zu erlauben, wurde als Zeichen des Entgegenkommens gegenüber Islamabads Vermittlerrolle gewertet.Zehn Tote nahe Teheran, während die Huthis Raketen auf Israel abfeuernAuch militärisch spitzte sich der Konflikt am Samstag weiter zu. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, Raketen hätten ein Wohngebiet südlich von Teheran getroffen und Menschen getötet; die israelische Armee bestätigte Angriffe auf die iranische Hauptstadt und andere Landesteile und erklärte, Ziel seien unter anderem Produktionsanlagen für Raketen und Drohnen gewesen. Das in den Vereinigten Staaten ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA bezeichnete die jüngsten Angriffe auf Iran laut dem Bericht von watson.ch als die bislang intensivsten seit Beginn des Krieges. Iran setzte seinerseits die Raketenangriffe auf Israel fort. Ziele waren die Wüstenstadt Dimona in der Nähe des israelischen Atomreaktors sowie Gebiete im Großraum Tel Aviv und in Jerusalem, in denen Raketenalarm ausgelöst wurde. Auch Geschosse aus dem Libanon wurden auf Nordisrael abgefeuert. Die Huthi-Miliz im Jemen griff am Samstag ebenfalls in den Konflikt ein und attackierte Israel laut den Quellen des Artikels binnen kurzer Zeit zweimal mit insgesamt drei Raketen und einer Drohne. Von der Frankfurter Allgemeine zitierte Analysten stuften die Angriffe der Huthis als weitgehend symbolisch ein. Der Jemen-Experte Farea al-Muslimi von der Denkfabrik Chatham House sagte, die Gruppe versuche, „in den Krieg einzugreifen, ohne wirklich einzugreifen".Wichtige Ereignisse im US-Iran-Krieg: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Ishaq Dar — 6. wicepremier i 38. minister spraw zagranicznych Pakistanu
  • Faisal bin Farhan Al Saud — Minister spraw zagranicznych Arabii Saudyjskiej
  • Badr Abdelatty — Minister spraw zagranicznych Egiptu
  • Hakan Fidan — Minister spraw zagranicznych Turcji
  • Asim Munir — Pierwszy Chief of Defence Forces (CDF) Pakistanu i 11. szef armii
  • Masoud Pezeshkian — Dziewiąty prezydent Iranu
  • Shehbaz Sharif — Premier Pakistanu

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