In den USA sind am Samstag, 28. März 2026, in allen 50 Bundesstaaten Millionen Menschen zu Kundgebungen gegen Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Veranstalter war es der dritte landesweite Aktionstag unter dem Motto „No Kings“ mit mindestens acht Millionen Teilnehmern in mehr als 3.300 Märschen. Die Behörden nannten keine offiziellen Zahlen.
Rekordbeteiligung bei landesweiten Protesten
Die Organisatoren sprachen von mindestens acht Millionen Teilnehmern bei mehr als 3.300 Märschen in allen 50 Bundesstaaten.
Schwerpunkte: Iran-Krieg, ICE und Lebenshaltungskosten
Die Kundgebungen richteten sich gegen Trumps Kriegskurs im Iran, die Einwanderungsdurchsetzung und steigende Kosten.
Prominente Stimmen in New York und Minnesota
Bruce Springsteen, Robert De Niro und Joan Baez traten bei großen Kundgebungen auf oder nahmen daran teil.
Proteste auch in Europa
Auch in mehreren europäischen Städten, darunter Madrid, Rom und Porto, fanden Kundgebungen unter dem Motto „No Kings“ statt.
Millionen von Amerikanern marschierten am Samstag, 28. März 2026, in Städten in allen 50 Bundesstaaten bei einem dritten landesweiten Aktionstag „No Kings“ gegen Präsident Donald Trump. Die Veranstalter sprachen von einer Rekordbeteiligung von mindestens acht Millionen Menschen bei mehr als 3.300 Märschen. Die Proteste standen unter dem Slogan „No Kings, No ICE, No War“ und richteten sich gegen Trumps Entscheidung, in den Krieg im Iran einzutreten, gegen die bundesstaatliche Durchsetzung der Einwanderungsgesetze, steigende Lebenshaltungskosten und gegen das, was die Demonstrierenden als autoritäre Regierungsführung beschrieben. Die Bewegung hat sich als größte einheitliche Protestmobilisierung seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 etabliert. Die US-Behörden nannten keine offiziellen Teilnehmerzahlen.
Springsteen singt in den Twin Cities in Minnesota ein Tributlied Schwerpunkt der Mobilisierung am Samstag waren die Twin Cities Minneapolis und Saint Paul in Minnesota, einem Bundesstaat, der in den vergangenen Monaten im Zentrum bundesstaatlicher Einsätze zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze stand. Der Rockmusiker Bruce Springsteen trat vor einer Menge auf, die die Veranstalter in Saint Paul auf 200.000 Menschen schätzten, und spielte sein Lied „Streets of Minneapolis“. Das Stück hatte er zu Ehren von Renée Good und Alex Pretti geschrieben, zwei Amerikanern, die bei Einsätzen von Bundesbeamten während migrationspolizeilicher Operationen durch Kugeln getötet wurden. „Ihr Mut, ihr Opfer und ihre Namen werden nicht vergessen werden” — Bruce Springsteen via ZEIT ONLINE Schauspieler Robert De Niro führte Zehntausende Demonstrierende durch New York City und kritisierte den Präsidenten deutlich. „Andere Präsidenten haben bereits die verfassungsrechtlichen Grenzen ihrer Macht ausgetestet, aber keiner hat eine derart existentielle Bedrohung für unsere Freiheiten und unsere Sicherheit dargestellt. Das muss gestoppt werden” — Robert De Niro via Courrier international Die Sängerin und Aktivistin Joan Baez nahm nach Angaben von Diario de Noticias ebenfalls an der großen Kundgebung in Minnesota teil.
Menschenmengen in Washington überqueren den Potomac zum Lincoln Memorial In Washington, D.C., überquerten Zehntausende Demonstrierende die Memorial Bridge über den Potomac River von Arlington in Virginia aus und sammelten sich am Lincoln Memorial, einem Ort, der seit Langem mit Demonstrationen für Bürgerrechte verbunden ist. Die Protestierenden trugen Transparente mit den Aufschriften „Trump must go now!“ und „Fight fascism“. In Atlanta im Bundesstaat Georgia versammelten sich mehr als tausend Menschen in einem Park, unter ihnen Marc McCaughey, ein 36 Jahre alter Kriegsveteran. „Wir schätzen, dass die Verfassung auf mehreren Ebenen bedroht ist. Die Lage ist nicht normal, nicht akzeptabel. Deshalb sind wir hier, um zu helfen, die Menschen zu schützen und sicherzustellen, dass ihre Stimme gehört wird” — Marc McCaughey via Courrier international In Michigan versammelten sich Demonstrierende in Lansing bei Temperaturen unter null Grad. Einsätze von ICE und der Krieg im Iran wurden wiederholt als ausschlaggebende Gründe genannt. „Niemand greift uns an. Wir müssen nicht dort sein” — Morgan Taylor via Diario de Noticias
Die „No Kings“-Bewegung hatte ihren ersten landesweiten Aktionstag im Juni 2025, zeitgleich mit Trumps Geburtstag und einer Militärparade in Washington. Damals kamen mehrere Millionen Menschen zusammen. Im Oktober 2025 folgte eine zweite Mobilisierung mit schätzungsweise sieben Millionen Teilnehmern im ganzen Land. Die Proteste vom Samstag waren die dritte Veranstaltung dieser Art in weniger als einem Jahr, und die Organisatoren beschrieben sie als eine der größten eintägigen Protestmobilisierungen in der Geschichte der USA. Die Bewegung stützt sich auf ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen, das sich gegen Trumps zweite Amtszeit stellt, die im Januar 2025 begonnen hat.
Internationale Kundgebungen breiten sich in Europa aus, während Trumps Zustimmung sinkt Proteste unter dem Banner „No Kings“ gingen über die Vereinigten Staaten hinaus. Kundgebungen wurden nach Angaben mehrerer Quellen in Rom, Amsterdam, Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla, Athen und Porto gemeldet. In Madrid versammelten sich mehr als hundert Menschen an der Puerta del Sol, organisiert von Democrats Abroad. „Wir sind hier, um zu sagen: genug, um zu sagen, dass die Demokratie verteidigt werden muss, auch wenn wir im Ausland sind, und um die illegalen Handlungen und den illegalen Einsatz von Gewalt durch diese US-Regierung zu verurteilen” — Maggie Zelonis via ANSA.it In Porto in Portugal demonstrierten laut Diario de Noticias rund zweihundert Menschen vor dem Rathaus. Die Proteste fanden statt, während Trumps Zustimmungswerte nach Angaben von ANSA.it und ZEIT ONLINE bei etwa 40 Prozent lagen; eine von Reuters zitierte separate Umfrage, auf die Diario de Noticias verwies, bezifferte den Wert auf 36 Prozent. Die Mobilisierungen erfolgten mit Blick auf die midterm elections im November 2026, und die Organisatoren verwiesen auf ein wachsendes Engagement in traditionell konservativen Bundesstaaten als Zeichen für die breitere Reichweite der Bewegung.
[{"dateISO": "2025-06-14", "date": "14. Juni 2025", "title": "Erster No-Kings-Aktionstag", "description": "Fand an Trumps Geburtstag statt und fiel mit einer Militärparade in Washington zusammen. Zog landesweit mehrere Millionen Teilnehmer an."}, {"dateISO": "2025-10-01", "date": "Oktober 2025", "title": "Zweite No-Kings-Mobilisierung", "description": "Schätzungsweise 7 Millionen Teilnehmer und rund 2.700 Märsche in den Vereinigten Staaten."}, {"dateISO": "2026-03-28", "date": "28. März 2026", "title": "Dritter No-Kings-Aktionstag", "description": "Die Organisatoren sprachen von einer Rekordbeteiligung von mindestens 8 Millionen Menschen bei mehr als 3.300 Märschen in allen 50 Bundesstaaten und 16 Ländern."}]
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Bruce Springsteen — Amerykański piosenkarz, autor piosenek i muzyk, znany jako „The Boss”
- Robert De Niro — Amerykański aktor, reżyser, producent filmowy i restaurator
- Joan Baez — Amerykańska piosenkarka, autorka piosenek, muzyk i aktywistka
Sources: 63 articles
- "No Kings": Millionen demonstrieren gegen Trump (20 Minuten)
- Aux Etats-Unis, la guerre en Iran au centre des manifestations " No Kings " contre Donald Trump : " L'Amérique est du mauvais côté dans cette histoire " (Le Monde.fr)
- Proteste: "Faschisten im Weißen Haus" - Große US-Proteste gegen Trump (ZEIT ONLINE)
- Trump news at a glance: No Kings rallies draw millions to US streets in protest against president (The Guardian)
- Plusieurs millions de manifestants à travers les Etats-Unis pour protester contre Trump (Mediapart)
- Des foules de manifestants à travers les Etats-Unis pour protester contre Trump (Courrier international)
- No Kings: Landesweite Proteste gegen Regierung von Donald Trump in den USA (ZEIT ONLINE)
- De Nova Iorque ao Porto. Protestos "No Kings" levam multidões às ruas contra Trump (Diario de Noticias)
- "No Kings"-Proteste in Washington, D.C.: Hier entlädt sich die Wut auf Donald Trump (Spiegel Online)
- Multidões nas ruas dos Estados Unidos contra Governo de Donald Trump, protesto atravessou o Atlântico (SIC Notícias)