Bei der 98. Academy Awards hat „One Battle After Another“ den Abend bestimmt. Das Werk gewann sechs Oscars, darunter den für den besten Film und den für die beste Regie an Paul Thomas Anderson. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Reaktionen im Netz auf Timothée Chalamet sowie politische Debatten jenseits des Dolby Theatre.

Sechs Oscars für „One Battle After Another“

Paul Thomas Andersons Film gewann sechs Preise, darunter bester Film und beste Regie.

Michael B. Jordan und Jessie Buckley ausgezeichnet

Jordan erhielt den Oscar als bester Hauptdarsteller für „Sinners“, Buckley gewann als beste Hauptdarstellerin für „Hamnet“.

Spott über Timothée Chalamet im Netz

Nach seiner Niederlage in der Kategorie bester Hauptdarsteller wurde Chalamets Reaktion in sozialen Netzwerken breit kommentiert und verspottet.

Kimmel-Witz mit politischem Nachhall

Ein Witz über Melania Trump löste laut ANSA.it Kritik bei Unterstützern von Donald Trump aus.

Internationale Ausrichtung der Gala

Conan O'Brien betonte, dass unter den Nominierten Filme aus 31 Ländern vertreten gewesen seien.

„One Battle After Another“ hat am Sonntag die 98. Academy Awards geprägt. Der Film gewann sechs Oscars, darunter den Preis für den besten Film sowie die Auszeichnung für die beste Regie für Paul Thomas Anderson. Durch den Abend in Hollywood führte der Komiker Conan O'Brien. Neben dem Erfolg von Andersons Film erhielt Michael B. Jordan den Oscar als bester Hauptdarsteller für „Sinners“, Jessie Buckley wurde für „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. O'Brien eröffnete die Gala, indem er alle Filme berücksichtigte, die zu den zehn meistnominierten Werken gehörten, und setzte damit einen humorvollen Ton für den Abend. Die Verleihung fand weltweit Beachtung, nicht nur wegen der Preisträger, sondern auch wegen Kontroversen, die über das Dolby Theatre hinaus in sozialen Netzwerken und politischen Debatten weitergetragen wurden.

Die Academy Awards werden seit 1929 jährlich verliehen. Ausgezeichnet werden Leistungen in zentralen Kategorien wie bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und beste Hauptdarstellerin. Paul Thomas Anderson ist ein US-amerikanischer Filmemacher, der weithin als einer der prägenden Regisseure seiner Generation gilt und bereits vor dieser Verleihung mehrfach mit Academy Awards ausgezeichnet worden war. Auch die 98. Ausgabe setzte die Tradition internationaler Präsenz fort. O'Brien wies darauf hin, dass unter den Nominierten Filme aus 31 Ländern vertreten gewesen seien.

Andersons Film gewinnt an diesem Abend sechs Preise Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ war der klare Gewinner des Abends. Der Film erhielt im Verlauf der Gala 6 (awards) — insgesamt von „One Battle After Another“ gewonnene Oscars Trophäen. Anderson wurde neben dem Oscar für die beste Regie nach dem Verifizierungsprotokoll auch für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet; hinzu kam der Preis für den besten Film. Damit prägte er die Verleihung maßgeblich. „Sinners“ folgte mit vier Oscars, darunter dem Preis als bester Hauptdarsteller für Michael B. Jordan. Auch „Frankenstein“ schnitt stark ab und gewann nach Ergebnissen aus Webrecherchen drei Oscars. Die Verteilung der Preise auf mehrere Filme zeigte ein konkurrenzstarkes Feld. Der Erfolg von Andersons Werk hob sich davon jedoch deutlich ab.

Chalamets sichtbare Reaktion wird im Internet verspottet Timothée Chalamet, der US-amerikanisch-französische Schauspieler, der für seine Rolle in „A Complete Unknown“ als bester Hauptdarsteller nominiert war, verlor gegen Michael B. Jordan und wurde anschließend in großem Umfang Ziel von Spott im Internet. Nach einem Bericht von iefimerida.gr unter Berufung auf die Daily Mail wirkte Chalamet nach der Niederlage sichtbar niedergeschlagen. Das Portal schrieb, in sozialen Netzwerken seien daraufhin massive Beschimpfungen gegen den Schauspieler verbreitet worden. Auch das polnische Medium Super Express berichtete, Internetnutzer hätten Chalamets Reaktion auf die Niederlage schonungslos verspottet. Chalamet, geboren am 27. Dezember 1995, zählte zuvor zu den prominenten Anwärtern in der Kategorie. Der Vorgang zeigte, wie rasch emotionale Momente einer Preisverleihung zum Gegenstand von Online-Kommentaren werden können, besonders wenn prominente Nominierte betroffen sind.

Kimmels Melania-Witz verärgert Trump-Anhänger Ein Witz über Melania Trump, den der Fernsehmoderator und Komiker Jimmy Kimmel machte, hat nach Angaben von ANSA.it Kritik bei Anhängern von Donald Trump ausgelöst. Kimmel, der vor allem als Moderator von „Jimmy Kimmel Live!“ bei ABC bekannt ist, führte nicht durch die Verleihung, machte aber Bemerkungen, die eine Reaktion auslösten in Trumps politischem Lager. ANSA.it berichtete, Trump-Anhänger hätten sich durch die Äußerungen getroffen gefühlt. Damit erhielt eine Gala, die O'Brien auf Komik und die Würdigung des internationalen Kinos ausgerichtet hatte, zusätzlich eine politische Note. O'Brien selbst hatte die internationale Reichweite der Nominierten hervorgehoben und darauf verwiesen, dass bei der Verleihung Filme aus 31 (countries) — unter den Oscar-Nominierten 2026 vertretenen Ländern präsent gewesen seien. Er rahmte den Abend damit als Würdigung des Weltkinos.