Der neue Oberste Führer des Iran, Mojtaba Chamenei, hat bei dem Luftangriff am 28. Februar 2026, bei dem sein Vater Ali Chamenei getötet wurde, schwere Gesichtsverstümmelungen und Beinverletzungen erlitten. Dies berichten drei Reuters-Quellen aus seinem engsten Umfeld. Trotz seiner Abwesenheit aus der Öffentlichkeit soll der 56-jährige Kleriker weiterhin an Regierungsgeschäften und Sicherheitsberatungen teilnehmen.

Schwere Verletzungen bestätigt

Quellen aus dem Umfeld Chameneis berichten von Gesichtsverstümmelungen und schweren Beinverletzungen infolge des Angriffs vom 28. Februar.

Abwesenheit aus der Öffentlichkeit

Seit seiner Ernennung am 8. März ist Chamenei weder im Video noch im Bild oder Ton öffentlich erschienen.

Teilnahme an Regierungsgeschäften

Trotz der Verletzungen soll Chamenei per Audioübertragung an entscheidenden Sitzungen zu Kriegsführung und Friedensverhandlungen teilnehmen.

Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Chamenei erlitt laut drei Reuters-Quellen aus seinem engsten Umfeld bei dem Luftangriff am 28. Februar 2026, der zum Tod seines Vaters Ali Chamenei führte, schwere Gesichtsverstümmelungen sowie erhebliche Verletzungen an einem oder beiden Beinen. Der 56-jährige Kleriker, der am 8. März 2026 zum Obersten Führer ernannt wurde, ist seit dem Angriff nicht mehr in Fotografien, Videos oder Audioaufnahmen in Erscheinung getreten. Trotz seiner Verletzungen sei Mojtaba Chamenei geistig präsent und nehme per Audiokonferenz an hochrangigen Regierungssitzungen teil, darunter Beratungen zur Kriegsführung und Verhandlungen mit Washington. Diese Enthüllungen fielen zeitlich mit dem geplanten Beginn der Friedensgespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten im pakistanischen Islamabad zusammen.

Kein Bildmaterial seit Amtsantritt vor über einem Monat veröffentlicht Das vollständige Ausbleiben öffentlicher Auftritte Mojtaba Chameneis seit dem Angriff am 28. Februar hat im Iran sowie im Ausland Spekulationen über seine tatsächliche Regierungsfähigkeit ausgelöst. Seine erste Stellungnahme als Oberster Führer am 12. März wurde von einem Fernsehsprecher verlesen, anstatt in seiner eigenen Stimme übertragen zu werden. Am 20. März veröffentlichte sein Büro eine kurze schriftliche Botschaft zum persischen Neujahrsfest, in der das „Jahr des Widerstands“ ausgerufen wurde. Am 11. April verlas das Staatsfernsehen einen ihm zugeschriebenen Text anlässlich des 40. Todestages seines Vaters. „Wir haben den Krieg nicht gesucht und wir wollen ihn nicht” — Mojtaba Chamenei via La Libre.be In der Erklärung hieß es zudem, der Iran werde nicht auf seine „rechtmäßigen Rechte“ verzichten, womit auf die sogenannte Widerstandsfront Bezug genommen wurde. Die iranische UN-Mission reagierte nicht auf Anfragen von Reuters bezüglich der Schwere seiner Verletzungen oder der Gründe für seine anhaltende Abwesenheit.

US-Verteidigungsminister und Geheimdienste deuteten Verletzungen bereits vor Wochen an Der Reuters-Bericht deckt sich mit einer Einschätzung, die US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bereits am 13. März öffentlich machte. Hegseth erklärte damals, Mojtaba Chamenei sei „verletzt und wahrscheinlich entstellt“. Eine weitere Quelle, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut ist, gab gegenüber Reuters an, der iranische Führer habe möglicherweise ein Bein verloren. Die CIA lehnte eine Stellungnahme zum Zustand Chameneis ab; auch das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu reagierte nicht auf Anfragen. Eine der Chamenei nahestehenden Quellen teilte Reuters mit, dass Bilder des Obersten Führers innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate veröffentlicht werden könnten und ein öffentlicher Auftritt folgen könnte – jedoch nur, sofern es sein Gesundheitszustand und die Sicherheitslage erlaubten. Einem Bericht von Rai News zufolge gab es Gerüchte über eine Operation Chameneis in Moskau, was jedoch nie bestätigt wurde. Die Agentur Reuters wies ausdrücklich darauf hin, dass die Berichte über seinen Zustand nicht unabhängig verifiziert werden können.

Sorge vor Machtvakuum zu Beginn der Gespräche in Islamabad Die Ungewissheit über den Gesundheitszustand Mojtaba Chameneis wirft Fragen zur tatsächlichen Machtverteilung im Iran auf, während die Islamische Republik eine ihrer schwersten Krisen seit Jahrzehnten durchlebt. Alex Vatanka, Senior Fellow am Middle East Institute, erklärte gegenüber Reuters, dass dem neuen Führer ungeachtet seiner Verletzungen die gefestigte Autorität seines Vaters fehle. „Mojtaba wird eine Stimme sein, aber nicht die entscheidende. Er muss sich erst als glaubwürdige, starke und vorherrschende Kraft beweisen. Das Regime als Ganzes muss eine Entscheidung über die künftige Ausrichtung treffen” — Alex Vatanka via Reuters Mehrere in der Berliner Zeitung zitierte Analysen deuten darauf hin, dass die Revolutionsgarden ihre Position seit Kriegsbeginn erheblich ausgebaut haben. Beobachter vermuten, Mojtaba Chamenei sei von den Garden vor allem als Signal der Kontinuität installiert worden. Bei dem Angriff am 28. Februar kamen laut Rai News auch die Ehefrau, die Mutter und ein Sohn Mojtaba Chameneis ums Leben. Mit dem Beginn der Friedensverhandlungen in Islamabad am 11. April rückte seine Regierungsfähigkeit ins Zentrum des internationalen Interesses, wobei zwei Reuters-Quellen bestätigten, dass er weiterhin in Beratungen über den Krieg und die Gespräche mit Washington eingebunden ist.

Mojtaba Chamenei — Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; — ; —

Das Amt des Obersten Führers im Iran wurde nach der Islamischen Revolution von 1979 unter Ruhollah Chomeini geschaffen, der die Position bis zu seinem Tod 1989 innehatte. Ali Chamenei, Mojtabas Vater, folgte ihm nach und amtierte fast vier Jahrzehnte lang. Er festigte seine Macht unter anderem durch den Ausbau der Ressourcen der Revolutionsgarden. Im theokratischen System des Iran besitzt der Oberste Führer die oberste Befehlsgewalt über das Militär, die Justiz und gewählte Organe; er wird formell von einem 88-köpfigen Expertenrat gewählt. Der Luftangriff am 28. Februar 2026, bei dem Ali Chamenei getötet wurde, markierte den Beginn der US-israelischen Militäroperation „Epic Fury“ gegen den Iran.

Mentioned People

  • Mojtaba Khamenei — trzeci najwyższy przywódca Iranu sprawujący urząd od 8 marca 2026 roku
  • Ali Khamenei — drugi najwyższy przywódca Iranu od 1989 roku do śmierci w wojnie w 2026 roku
  • Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych

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