Die Financial Times hat am 30. März 2026 berichtet, ein Broker von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe im Februar 2026 einen Millionenbetrag in einen großen auf Verteidigung spezialisierten Fonds anlegen wollen. Das sei wenige Wochen vor den militärischen Angriffen der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran am 28. Februar geschehen. Das Pentagon wies den Bericht entschieden zurück und sprach von einer frei erfundenen Darstellung.

FT meldet Investitionsversuch vor Iran-Angriffen

Laut Bericht habe ein Broker von Pete Hegseth im Februar 2026 einen Millionenbetrag in einen BlackRock-Fonds lenken wollen, kurz vor dem Kriegsbeginn am 28. Februar.

Pentagon weist Darstellung entschieden zurück

Sean Parnell sprach von einer „völlig falschen und erfundenen“ Behauptung und verlangte eine sofortige Richtigstellung.

Fonds verlor trotz Verteidigungsbezug an Wert

Der IDEF-Fonds lag bei rund 3,2 Milliarden US-Dollar und büßte nach Kriegsbeginn etwa 12,4 Prozent an Wert ein.

Konflikt eskaliert weiter

Donald Trump drohte am 30. März 2026 mit der Zerstörung von Irans Energie- und Wasserinfrastruktur, falls es bald keine Einigung gebe.

Die Financial Times berichtete am 30. März 2026, dass ein Broker von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth im Februar 2026 versucht habe, eine Investition in Millionenhöhe in einen großen, auf Verteidigung ausgerichteten Fonds zu tätigen, Wochen bevor die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar militärische Angriffe gegen Iran gestartet hätten. Nach Angaben der Zeitung, die sich auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berief, habe Hegseths Broker bei Morgan Stanley bei BlackRock wegen einer Anlage in den ETF Defense Industrials Active des Vermögensverwalters angefragt, der unter dem Tickersymbol IDEF geführt werde. Die Anfrage sei im Namen eines als „profilierter Kunde“ beschriebenen Mandanten gestellt worden und bei BlackRock intern markiert worden, was dort für Aufmerksamkeit gesorgt habe, schrieb die Financial Times. Das Pentagon wies den Bericht scharf zurück. Sprecher Sean Parnell bezeichnete die Vorwürfe als „völlig falsch und erfunden“ und verlangte von der britischen Zeitung eine sofortige Richtigstellung. Die Financial Times kam dieser Aufforderung nicht nach. Weder BlackRock noch Morgan Stanley wollten sich zu dem Vorgang äußern.

Pentagon nennt FT-Bericht eine unehrliche Verleumdung Sean Parnell, der führende Sprecher des Pentagons, wies die Darstellung in einem kategorischen Statement über das offizielle Konto des Pentagons im sozialen Netzwerk X zurück und verwarf den Bericht der Financial Times mit deutlichen Worten.

„Das ist einmal mehr eine unbegründete und unehrliche Verleumdung, die die Öffentlichkeit täuschen soll. Wir verlangen eine sofortige Richtigstellung.” — Sean Parnell via RTP - Rádio Televisão Portuguesa

Parnell erklärte außerdem, weder Hegseth noch einer seiner Vertreter habe BlackRock wegen einer solchen Anlage kontaktiert. Die Zurückweisung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Hegseth in mehreren Berichten als einer der zentralen Architekten der US-israelischen Militäroperation gegen Iran und als eine der lautesten Stimmen in der Trump-Regierung zugunsten der Angriffe beschrieben wurde. Der Fall hat eine breitere Debatte über Transparenz und mögliche Interessenkonflikte unter hochrangigen Amtsträgern ausgelöst, die Zugang zu sensiblen Informationen der nationalen Sicherheit haben. Von den in den Berichten zitierten Analysten wurde darauf hingewiesen, dass Finanzgeschäfte in strategischen Sektoren regelmäßig mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, auch wenn kein bestätigtes rechtswidriges Verhalten vorliegt.

Fonds erreichte Hegseths Broker nie — und verlor dennoch an Wert Die berichtete Investition kam am Ende nicht zustande, weil der Fonds IDEF zum Zeitpunkt der versuchten Kontaktaufnahme für Kunden von Morgan Stanley nicht verfügbar gewesen sei. Unklar bleibe laut Financial Times, ob Hegseths Broker später nach einem alternativen Anlageinstrument mit vergleichbarem Profil gesucht habe oder ob Hegseth selbst von der Kontaktaufnahme wusste oder sie autorisiert habe. Der von BlackRock verwaltete Fonds IDEF, dessen Wert bei rund

3.2 (Milliarden US-Dollar) — Gesamtwert des BlackRock-Fonds IDEF

liege, halte große Positionen in Verteidigungs- und sicherheitsnahen Technologieunternehmen, darunter RTX, Lockheed Martin, Northrop Grumman und das Datenanalyseunternehmen Palantir. Zu den größten Kunden all dieser Unternehmen zähle das US-Verteidigungsministerium. Trotz eines berichteten Jahresgewinns von 28 Prozent verlor der Fonds in dem Monat nach Beginn des Konflikts mit Iran rund 12,4 Prozent an Wert. Wäre die Anlage zustande gekommen, hätte sie in diesem Zeitraum also einen Verlust statt eines Gewinns bedeutet.

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Der Vorgang reiht sich in eine breitere Prüfung von Finanzmarktaktivitäten vor wichtigen Entscheidungen der Trump-Regierung ein. Einige Transaktionen werden dabei als auffallend gut auf politische Ankündigungen abgestimmt beschrieben.

Trump droht mit Angriffen auf Irans Infrastruktur, während der Krieg in die fünfte Woche geht Die Vorwürfe gegen Hegseth wurden bekannt, als der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ohne Anzeichen einer Entspannung in die fünfte Woche ging. Präsident Donald Trump drohte am 30. März 2026 mit der weitreichenden Zerstörung von Irans Energieversorgung und anderer lebenswichtiger Infrastruktur, darunter Entsalzungsanlagen, falls es bald zu keiner Einigung komme. Der Krieg begann am 28. Februar 2026 nach dem Scheitern der Nuklearverhandlungen, die seit dem 6. Februar über indirekte Gespräche im Oman, eine Runde in Genf am 17. Februar sowie eine abschließende Serie von Treffen am 26. und 27. Februar geführt worden waren. Diese Gespräche endeten ohne Einigung.

Die US-israelische Militäroperation gegen Iran mit der Bezeichnung Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026. Die Angriffe töteten Ali Khamenei, Irans langjährigen obersten Führer, bereits am ersten Tag der Kampagne. Mojtaba Khamenei, sein Sohn, wurde anschließend am 9. März 2026 zum obersten Führer ernannt. Die dem Konflikt vorausgegangenen Nuklearverhandlungen waren über indirekte Kanäle geführt worden, wobei der Oman früh als Vermittlungsort diente.

Der Bericht der Financial Times hat dem Konflikt eine politische Dimension hinzugefügt. Kritiker stellten die Frage, ob die Glaubwürdigkeit der Verhandlungen vor dem Krieg beeinträchtigt gewesen sei, falls ranghohe US-Regierungsvertreter zugleich finanzielle Positionen in Sektoren geprüft hätten, die von militärischen Maßnahmen profitieren könnten. Die von der Zeitung zitierten Quellen belegten nicht, dass Hegseth die Anfrage des Brokers persönlich veranlasst habe oder davon wusste. Auch die Zurückweisung des Pentagons wurde durch die veröffentlichte Berichterstattung nicht unabhängig widerlegt. Der Verlauf des Kriegs und die offenen Fragen rund um die angebliche Anlage dürften den Druck auf Hegseth in den kommenden Wochen aufrechterhalten.

Mentioned People

  • Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
  • Sean Parnell — rzecznik Pentagonu i były gubernator Alaski
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych

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