Die G7-Außenminister haben in Frankreich ein gemeinsames Zeichen gegen Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur im Krieg der USA und Israels gegen Iran gesetzt. US-Außenminister Marco Rubio erklärte zugleich, die militärischen Ziele Washingtons könnten „in Wochen, nicht Monaten“ erreicht werden, und zwar ohne Bodentruppen. Auch die Lage in der Straße von Hormus bleibt für die Teilnehmer ein zentrales Thema.

G7 verlangt Schutz für Zivilisten

Die Außenminister fordern ein Ende der Angriffe auf Zivilisten, zivile Infrastruktur und diplomatische Einrichtungen.

Rubio setzt auf militärische Ziele ohne Bodentruppen

Der US-Außenminister sagt, die Ziele der USA seien in Wochen erreichbar und landgestützte Truppen würden nicht benötigt.

Merz kritisiert Trumps Kurs

Der Bundeskanzler spricht von einer Eskalation mit offenem Ende und äußert Zweifel an einer klaren Strategie von USA und Israel.

Neue Angriffe und verlängerte Frist

Israel weitet die Angriffe aus, während Trump sein Ultimatum an Iran bis zum 6. April 2026 verlängert.

Die G7-Außenminister, die sich in Vaux-de-Cernay in Frankreich getroffen haben, haben am Freitag eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und darin ein sofortiges Ende der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur im laufenden Krieg der USA und Israels gegen Iran gefordert. Zugleich erklärte US-Außenminister Marco Rubio, die amerikanischen militärischen Ziele könnten „in Wochen, nicht Monaten“ erreicht werden, und zwar ohne Bodentruppen. Rubio, der erst am letzten Tag des zweitägigen Treffens eingetroffen war, sagte vor Journalisten, die Vereinigten Staaten lägen bei den meisten ihrer erklärten Ziele „vor dem Zeitplan“. Dazu zählte er die Zerstörung von Irans Fähigkeiten für Raketen und Drohnen, von Waffenproduktionsanlagen sowie von Marine und Luftwaffe. Die Erklärung, die Rubio gemeinsam mit den übrigen G7-Außenministern und EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas gebilligt hat, erklärte, es gebe „keine Rechtfertigung für absichtliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Verlauf eines bewaffneten Konflikts, ebenso wenig wie für Angriffe auf diplomatische Einrichtungen“. Die Minister betonten zudem erneut die Notwendigkeit, die sichere und gebührenfreie Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Diese ist seit Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026 gestört.

Rubio lehnt Bodenoffensive ab und fordert mehr Lastenteilung in Hormus Rubio wies jede Erwartung zurück, die Vereinigten Staaten könnten nach dem Konflikt die Sicherheitsarrangements in der Straße von Hormus anführen. Er argumentierte, asiatische und europäische Staaten, die auf Handel über diese Wasserstraße angewiesen seien, müssten sich stärker beteiligen. Er räumte ein, dass die jüngsten Verlegungen zusätzlicher US-Soldaten in die Region Präsident Donald Trump „maximale Handlungsoptionen“ für den Umgang mit möglichen Entwicklungen verschaffen sollten. Zugleich betonte er, dies bedeute keinen Kurswechsel hin zu Bodeneinsätzen. „Wir liegen bei den meisten von ihnen vor dem Zeitplan, und wir können sie ohne Bodentruppen erreichen, ganz ohne.” — Marco Rubio via Reuters Rubio bestätigte außerdem, dass Iran „Botschaften“ geschickt habe, die auf Interesse an einer diplomatischen Lösung hindeuteten, aber noch nicht formell auf den 15-Punkte-Friedensplan der USA reagiert habe. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sagte, unter den G7-Mitgliedern und Partnerstaaten — darunter Brasilien, Südkorea, Indien und Saudi-Arabien — bestehe ein breiter Konsens, die Freiheit der Schifffahrt als „Gemeingut“ zu bewahren. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul bezeichnete die Gespräche mit Rubio als „freundlich“ und „konstruktiv“ und erklärte ausdrücklich, Washington habe vor dem Ende der Kampfhandlungen keine deutsche Militärbeteiligung verlangt. „Es gab und es gibt keinen Wunsch der Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere an uns, vor dem Ende der Kämpfe einen militärischen Beitrag zu leisten.” — Johann Wadephul via Berliner Zeitung

Merz rückt von früherer Linie ab und warnt vor Eskalation ohne Ende Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump wegen dessen Kriegsführung öffentlich scharf kritisiert und sich damit deutlich von früheren Positionen abgesetzt. Bei einer von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung organisierten Veranstaltung am Freitag sagte Merz, Trumps Vorgehen sei eher eine „massive Eskalation mit offenem Ende“ als ein Weg zu einer friedlichen Lösung. „Was Trump im Moment macht, ist keine Deeskalation und der Versuch, dort eine friedliche Lösung zu erreichen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ende.” — Friedrich Merz via DIE WELT Merz äußerte „große Zweifel“, ob die Vereinigten Staaten und Israel überhaupt eine stimmige Strategie hätten und ob sich eine solche Strategie erfolgreich umsetzen lasse. Er warnte, die Eskalation sei „bedrohlich — nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle“. Trump wiederum hatte Deutschland zu Wochenbeginn öffentlich kritisiert und Äußerungen aus Berlin über eine Nichtbeteiligung bei einer Kabinettssitzung am Donnerstag als „unangemessen“ bezeichnet. Wadephul hielt trotz der scharfen Worte von Merz auf G7-Ebene daran fest, es gebe zwischen den Mitgliedstaaten „absolut keine Meinungsverschiedenheiten“. Deutschland stehe bereit, nach dem Ende der Kämpfe an Stabilisierungsbemühungen mitzuwirken.

Trump verlängert Iran-Ultimatum bis 6. April, während Angriffe ausgeweitet werden Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an Iran bis zum 6. April 2026 verlängert und erklärt, die Frist sei auf Wunsch Teherans ausgedehnt worden. Iran bestritt dies nach Angaben des Wall Street Journal. Trump sagte, Iran habe um sieben weitere Tage gebeten, und er habe zehn gewährt. Er verwies dabei auf iranische Schiffe, die die Straße von Hormus passiert hätten. Nach Angaben von LaSexta führt Vizepräsident JD Vance die Verhandlungen mit Iran, während das Weiße Haus auf ein formelles Gegenangebot Irans zu dem US-Friedensplan wartete, das bis Freitag oder Samstag erwartet worden war. Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Freitag an, dass die IDF ihre Angriffe in Iran als Reaktion auf die fortgesetzten Raketenstarts aus Teheran ausweiten würden. Kurz nach Katz’ Ankündigung griffen israelische Jets eine Produktionsanlage für Uran, zwei große Stahlwerke, die teilweise im Besitz der Islamischen Revolutionsgarden, sowie einen Schwerwasser-Forschungsreaktor in der Nähe der Stadt Arak an. US-Geheimdienste schätzten nach Angaben von Reuters und unter Berufung auf fünf mit den Einschätzungen vertraute Personen, dass nach knapp einem Monat Luftangriffen rund ein Drittel des iranischen Raketenarsenals nachweislich zerstört sei, während der Status eines weiteren Drittels unklar sei.

Die militärische Operation der USA und Israels gegen Iran mit dem Namen Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen der damalige Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Iran ernannte anschließend am 9. März 2026 Mojtaba Khamenei, den Sohn von Ali Khamenei, zum neuen Obersten Führer. Die G7 — bestehend aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan sowie der Europäischen Union — hielt ihr Außenministertreffen in Vaux-de-Cernay nahe Paris ab; Frankreich war in diesem Jahr Gastgeber. Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman ist eine zentrale globale Handelsroute, über die ein erheblicher Teil der weltweiten Energieversorgung läuft.

Wichtige Ereignisse — Diplomatie im Iran-Krieg, März 2026: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Marco Rubio — 72. sekretarz stanu Stanów Zjednoczonych i pełniący obowiązki doradcy ds. bezpieczeństwa narodowego
  • Friedrich Merz — dziesiąty kanclerz Republiki Federalnej Niemiec
  • Israel Katz — izraelski minister obrony i członek gabinetu bezpieczeństwa
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
  • Johann Wadephul — niemiecki federalny minister spraw zagranicznych
  • Kaja Kallas — wysoka przedstawicielka Unii Europejskiej do spraw zagranicznych i polityki bezpieczeństwa

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