Nach einem Freundschaftsspiel zwischen Spanien und Ägypten am 31. März 2026 hat der Weltfußballverband FIFA ein Verfahren gegen die RFEF eröffnet. Grund sind islamfeindliche und fremdenfeindliche Gesänge im RCDE Stadium in Cornellà. Schiedsrichter Georgi Kabakov hielt die Vorfälle, die etwa in der 20. Spielminute begannen, in seinem offiziellen Spielbericht fest.

FIFA-Ermittlungen

Der Weltverband prüft Sanktionen nach islamfeindlichen Rufen beim Länderspiel Spanien gegen Ägypten.

Politische Reaktionen

Ministerpräsident Sánchez und Justizminister Bolaños verurteilen das Verhalten als inakzeptabel und gesellschaftliche Schande.

WM-Gastgeber unter Druck

Die Vorfälle belasten die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2030, die Spanien gemeinsam mit Marokko ausrichtet.

Die FIFA hat am 7. April 2026 ein Disziplinarverfahren gegen den spanischen Fußballverband eingeleitet. Anlass sind islamfeindliche und fremdenfeindliche Sprechchöre während eines Freundschaftsspiels zwischen Spanien und Ägypten am 31. März im RCDE Stadium in Cornellà bei Barcelona. Zuschauer in einem Stadionsektor skandierten ab der 20. Minute wiederholt „Wer nicht springt, ist ein Moslem“. Die Partie endete torlos. Der Weltverband bestätigte das Verfahren in einer offiziellen Erklärung und gab bekannt, man habe „heute ein Disziplinarverfahren gegen den spanischen Verband wegen der Vorfälle im Freundschaftsspiel gegen Ägypten eröffnet“. Schiedsrichter Georgi Kabakov vermerkte die Vorkommnisse in seinem Bericht für die FIFA-Disziplinarkommission. Gemäß den FIFA-Statuten können Sanktionen bei Diskriminierung Geldstrafen, Geisterspiele oder Kapazitätsbeschränkungen umfassen. Die spanische Polizei sowie die katalanischen Behörden hatten bereits in der Vorwoche eigene Ermittlungen aufgenommen. Gesänge begannen in der 20. Minute und breiteten sich ausBerichten zufolge gingen die Rufe von einem Eckblock des Stadions aus, in dem üblicherweise die Ultra-Gruppierung des Vereins Espanyol Barcelona, bekannt als La Curva, beheimatet ist. Bereits vor dem Anpfiff war die ägyptische Nationalhymne ausgepfiffen worden. Die RFEF forderte die Zuschauer in der Halbzeitpause über Lautsprecher und Videoleinwände auf, die Gesänge einzustellen, was in dem betroffenen Sektor jedoch wirkungslos blieb. Das Verhalten übertrug sich in der Folge auf kleinere Gruppen in anderen Stadionbereichen. Der ägyptische Fußballverband verurteilte die Vorfälle als „abscheulichen Akt des Rassismus“, betonte jedoch, dass das Verhalten einer Minderheit das gute Verhältnis zwischen den Verbänden nicht beeinträchtigen werde. Auch die RFEF erklärte über soziale Medien: „Die RFEF schließt sich der Botschaft unseres Fußballs gegen Rassismus an und verurteilt jede Form von Gewalt in Stadien.“ Yamal, Sánchez und Louzán verurteilen VorfälleDer spanische Nationalspieler Lamine Yamal bezeichnete die Vorfälle auf Instagram als „unerträglichen Mangel an Respekt“. Er betonte, es spiele keine Rolle, dass er nicht persönlich adressiert wurde. Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte die Ereignisse „inakzeptabel“ und machte eine „unhöfliche Minderheit“ für die Beschädigung des nationalen Ansehens verantwortlich. Justizminister Félix Bolaños sprach von einer „Schande für die Gesellschaft“ und verwies gemeinsam mit dem katalanischen Sportminister Berni Alvarez auf rechtsextreme Fangruppen. RFEF-Präsident Rafael Louzán forderte, dass ein solches Verhalten verurteilt werden müsse, da der Fußball ein Beispiel für Zusammenleben und Respekt sein sollte. Real Madrids Trainer Álvaro Arbeloa äußerte sich skeptisch zur allgemeinen Debatte über Rassismus im spanischen Fußball.„Wenn es [rassistisch] wäre, hätten wir jedes Wochenende in jedem Stadion ein Problem” — Álvaro Arbeloa via Al Jazeera OnlineDer Vorfall löste landesweite Empörung aus und erhöht den Druck auf die spanischen Fußballbehörden im Vorfeld eines wichtigen internationalen Großereignisses. Spanien ist Co-Gastgeber der WM 2030Die Vorfälle gelten als besonders sensibel, da Spanien die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2030 gemeinsam mit Portugal und dem mehrheitlich muslimisch geprägten Marokko ausrichten wird. Die islamfeindliche Natur der Gesänge belastet die diplomatischen Vorbereitungen des Turniers. Sowohl Spanien als auch Ägypten sind bereits für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Al Jazeera berichtete, dass die Vorfälle Teil einer Serie rassistischer Entgleisungen im spanischen Fußball seien, von denen häufig der Brasilianer Vinicius Junior von Real Madrid betroffen war. Laut Franceinfo führen trotz juristischer Verurteilungen in Einzelfällen nur wenige derartige Vorfälle zu sportrechtlichen Sanktionen. Dem spanischen Verband drohen nun empfindliche Geldstrafen oder Auflagen für künftige Länderspiele.Rassismus in spanischen Stadien ist ein langjähriges Problem. Vinicius Junior wurde nach zahlreichen Anfeindungen seit seinem Wechsel nach Madrid im Jahr 2018 zu einer Symbolfigur im Kampf gegen Diskriminierung. Dass die WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko stattfindet, erhöht die Brisanz der aktuellen Ermittlungen.

Mentioned People

  • Pedro Sánchez — Premier Hiszpanii od 2018 roku i sekretarz generalny Hiszpańskiej Socjalistycznej Partii Robotniczej (PSOE)
  • Lamine Yamal — Hiszpański piłkarz występujący na pozycji prawego skrzydłowego w Barcelonie i reprezentacji Hiszpanii
  • Félix Bolaños — Hiszpański prawnik i polityk, minister prezydencji, sprawiedliwości i kontaktów z parlamentem
  • Álvaro Arbeloa — Były hiszpański piłkarz, obecnie trener w klubie La Liga Real Madryt
  • Rafael Louzán — Prezes Królewskiej Hiszpańskiej Federacji Piłkarskiej (RFEF)
  • Georgi Kabakov — Bułgarski sędzia międzynarodowy, który prowadził mecz towarzyski Hiszpania–Egipt

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