Der renommierte rumänische Fußballtrainer Mircea Lucescu ist am Dienstag, den 15. April 2026, im Universitätskrankenhaus von Bukarest verstorben. Lucescu, der zuletzt die rumänische Nationalmannschaft betreute, erlag den Folgen eines Herzinfarkts und damit verbundener Komplikationen. Er hinterlässt ein Erbe von mehr als drei Jahrzehnten im internationalen Spitzenfußball.
Verlust einer Fußball-Ikone
Mircea Lucescu verstarb im Alter von 80 Jahren nach einem Herzinfarkt in Bukarest.
Historische Erfolge
Als einer der erfolgreichsten Trainer weltweit gewann er 35 bis 36 Titel und führte Rumänien zur EM 1984.
Kirchliches Engagement
Neben dem Sport wurde Lucescu für die Restaurierung einer rumänischen Kirche in Istanbul gewürdigt.
Mircea Lucescu, einer der erfolgreichsten Fußballtrainer der Geschichte und der Erste, der Rumänien für eine Europameisterschaft qualifizierte, ist am Dienstag, den 7. April 2026, im Bukarester Universitätskrankenhaus verstorben. Er wurde 80 Jahre alt. Das Krankenhaus bestätigte seinen Tod in einer offiziellen Mitteilung und gab an, dass er gegen 20:30 Uhr Ortszeit nach einem Herzinfarkt und darauf folgenden Komplikationen verschied. Eine CT-Untersuchung am Dienstag ergab mehrere Anzeichen für zerebrale ischämische Schlaganfälle und Herde von Thromboembolien. Lucescu befand sich seit dem 29. März in stationärer Behandlung, nachdem er direkt aus dem Trainingslager der rumänischen Nationalmannschaft wegen einer schweren Herzrhythmusstörung eingeliefert worden war. Am selben Tag, an dem Rumänien ein Freundschaftsspiel gegen die Slowakei bestritt, implantierten Mediziner einen Kardiodefibrillator, um seinen Herzschlag zu regulieren. Das letzte Pflichtspiel unter seiner Leitung war das WM-Playoff-Spiel Rumäniens gegen die Türkei am 26. März.
Eine Karriere über fünf Jahrzehnte und 36 Trophäen Mircea Lucescu begann seine Trainerlaufbahn im siebenbürgischen Hunedoara, wo er laut Gazzetta dello Sport parallel als Spieler aktiv war und Zeitungsleitartikel verfasste. Später trainierte er Vereine wie Pisa, Brescia, Inter Mailand, Galatasaray, Beşiktaş und Schachtar Donezk. Bei Schachtar verbrachte er zwölf Jahre, gewann acht ukrainische Meisterschaften sowie im Jahr 2009 den UEFA-Pokal. Er war der erste Trainer, dem 1984 die Qualifikation Rumäniens für eine Europameisterschaft gelang, was durch die offizielle Erklärung des Bukarester Universitätskrankenhauses bestätigt wurde. Zu seinen Ehren wurde bereits zu Lebzeiten eine Statue vor der Donbass Arena in Donezk errichtet – eine Auszeichnung, die die Gazzetta dello Sport als außergewöhnlich selten im Fußball bezeichnete.
Der rumänische Fußballverband FRF würdigte Lucescu als „nicht nur einen brillanten Strategen, sondern auch einen Mentor, Visionär und ein nationales Symbol, das die Nationalfarben auf die höchsten Ebenen des Welterfolgs führte“. Er hinterlasse ein „kolossales Erbe, das in der Geschichte des Fußballs seinesgleichen sucht“. Die Gazzetta dello Sport, die ihren Nachruf mit „Der Visionär des Fußballs ist tot“ überschrieb, rechnete ihm 36 Titel mit acht verschiedenen Mannschaften zu. OneFootball führte ihn mit 35 Titeln als dritthäufigsten ausgezeichneten Trainer der Geschichte, lediglich übertroffen von Alex Ferguson und Pep Guardiola. Der Sieg im UEFA-Pokal mit Schachtar Donezk im Jahr 2009 markierte den Höhepunkt seiner Vereinskarriere. Der FRF ordnete vor den Spielen der nächsten Runde in der Superliga sowie der zweiten und dritten Liga und der rumänischen Frauen-Superliga eine Schweigeminute zu seinem Gedenken an.
80 (Jahre alt) — Lucescus Alter zum Zeitpunkt des Todes, während er noch als Nationaltrainer Rumäniens im Amt war.
„„Herr Mircea Lucescu war einer der erfolgreichsten rumänischen Fußballtrainer und -spieler und der Erste, der die rumänische Nationalmannschaft 1984 für eine Europameisterschaft qualifizierte. Ganze Generationen von Rumänen sind mit seinem Bild in ihren Herzen als nationales Symbol aufgewachsen.“” — Universitätskrankenhaus Bukarest via AP News
Patriarch Daniel trauert um einen Förderer der Kirche Beileidsbekundungen kamen sowohl aus der Sportwelt als auch von der rumänisch-orthodoxen Kirche. Patriarch Daniel veröffentlichte eine für eine Sportpersönlichkeit seltene Kondolenzbotschaft, in der er Lucescu als „Spitzentrainer sowie gläubigen und großzügigen Christen“ bezeichnete. Der Patriarch hob Lucescus Beitrag zur Restaurierung der Kirche der Heiligen Märtyrerin Parascheva im Istanbuler Stadtteil Hasköy hervor. Das Gotteshaus, das ursprünglich 1692 von Fürst Constantin Brâncoveanu neu errichtet worden war, konnte 2004 durch den Einsatz Lucescus und seiner Familie wieder der rumänischen Gemeinde in Istanbul zur Verfügung gestellt werden. Zudem merkte Patriarch Daniel an, dass er Lucescu noch Anfang April 2026 persönlich den Orden des Glaubens und der Gemeinschaft des Rumänischen Patriarchats als Zeichen des Dankes für seine langjährige Unterstützung verliehen habe.
„„Mit tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom Abscheiden Herrn Mircea Lucescus aus diesem Leben erhalten, einer prominenten Persönlichkeit des rumänischen und internationalen Sports.“” — Patriarch Daniel via Stirile ProTV
Der Olympiasieger und Weltmeister im Schwimmen, David Popovici, schrieb in den sozialen Medien von einer „immensen Leere“, ergänzt durch eine Fotografie an der Seite Lucescus. Auch ehemalige Vereine wie Beşiktaş, Galatasaray, Dynamo Kiew und PAOK hielten das Gedenken an ihn aufrecht. Internationale Medien bezeichneten ihn als „unkonventionelles Genie“ und „Monument des rumänischen und europäischen Fußballs“. Laut dem portugiesischen Medium Observador verband ihn eine jahrzehntelange Freundschaft mit dem Präsidenten des FC Porto, Pinto da Costa. Dieser erinnerte sich an eine Episode, in der sich Lucescu während Transferverhandlungen im Haus eines Verwandten des verstorbenen Reinaldo Teles versteckte, bevor der Wechsel schließlich an den finanziellen Forderungen von Dinamo Bukarest scheiterte. Lucescus Sohn, Răzvan Lucescu, ist Cheftrainer beim griechischen Erstligisten PAOK. Laut der rumänischen Zeitung Fanatik habe Lucescu seinen Sohn zuletzt gebeten, zwei Karten für das griechische Pokalfinale Ende des Monats zu besorgen – ein letzter Wunsch, der seine lebenslange Hingabe zum Fußball unterstrich.
Mentioned People
- Mircea Lucescu — rumuński trener i piłkarz profesjonalny
- Răzvan Lucescu — trener greckiego klubu Super League PAOK
- David Popovici — mistrz olimpijski i świata w pływaniu
- Patriarch Daniel — Patriarcha Rumuńskiego Kościoła Prawosławnego
Sources: 122 articles
- Șeful FIFA, Gianni Infantino, mesaj după moartea lui Mircea Lucescu: Este o zi foarte tristă pentru fotbal (Mediafax.ro)
- Real Madrid a transmis un omagiu pentru Mircea Lucescu chiar în timpul meciului cu Bayern Munchen (Digi24)
- Gianni Infantino, șeful FIFA, plecăciune în fața lui Mircea Lucescu. "A trăit și a respirat fotbalul" (adevarul.ro)
- Citate celebre rămase de la Mircea Lucescu. Antrenorul a avut un singur mesaj pentru cei care-l invidiau (adevarul.ro)
- "Fotbalul l-a omorât. Nu avea ce să caute la Istanbul". Reacție categorică după moartea lui Mircea Lucescu - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Mircea Lucescu va fi înmormântat la Cimitirul Bellu. Ce scrie pe cavoul lui (Digi24)
- Muere Mircea Lucescu, exseleccionador de Rumanía, a los 80 años (europa press)
- Rinat Ahmetov, președintele Șahtior, după moartea lui Mircea Lucescu: Lumea fotbalului a suferit o pierdere ireparabilă (Mediafax.ro)
- Patriarhul Daniel: "Mircea Lucescu - un antrenor performant și un creștin evlavios și darnic" - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Mircea Lucescu: Legendary manager dies after stepping down as coach (BBC)