Die Staatsanwaltschaft von Manhattan hat strafrechtliche Ermittlungen gegen den demokratischen Kongressabgeordneten Eric Swalwell eingeleitet. Hintergrund sind schwere Vorwürfe von vier Frauen, die von Belästigung bis hin zur Vergewaltigung reichen. Der kalifornische Gouverneurswahlkampf des Politikers steht nach dem Entzug zahlreicher Unterstützungen vor dem Scheitern.

Strafrechtliche Ermittlung

Die Staatsanwaltschaft Manhattan untersucht Vorwürfe der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung gegen Eric Swalwell.

Politischer Rückhalt schwindet

Innerhalb von 24 Stunden entzogen alle 21 Kongresskollegen sowie große Gewerkschaften ihre Wahlempfehlungen.

Dementi des Abgeordneten

Swalwell bezeichnet die Vorwürfe als politisch motiviert und falsch, räumt jedoch private Fehler gegenüber seiner Ehefrau ein.

Die Staatsanwaltschaft von Manhattan bestätigte am Samstag, dass sie wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen den US-Abgeordneten Eric Swalwell ermittelt. Der Demokrat aus Kalifornien, der derzeit für das Amt des Gouverneurs kandidiert, wird von vier Frauen der sexuellen Nötigung bezichtigt. Die Behörde forderte Personen mit sachdienlichen Hinweisen auf, sich an die Abteilung für Sexualdelikte zu wenden. Die Ermittlungen folgen auf Berichte des San Francisco Chronicle und von CNN, in denen Vorwürfe mehrerer Frauen – darunter eine ehemalige Mitarbeiterin aus Swalwells Stab – detailliert dargelegt wurden. Swalwell wies alle Anschuldigungen als „vollkommen falsch“ und politisch motiviert zurück. Dennoch sah er sich innerhalb weniger Stunden mit dem massiven Rückzug von Wahlempfehlungen sowie Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei konfrontiert. Ehemalige Mitarbeiterin berichtet von zwei VorfällenDie detailliertesten Vorwürfe stammen von einer ehemaligen Assistentin, die 2019 im Alter von 21 Jahren in Swalwells Wahlkreisbüro in Castro Valley tätig war. Gegenüber CNN gab sie an, dass Swalwell sexuell explizite Kommunikation über Snapchat betrieben habe, einschließlich des Versands von Genitalfotos und der Aufforderung zu Nacktaufnahmen. Der erste Übergriff habe sich im September 2019 nach einem Abend mit Alkoholkonsum ereignet. Die Frau gab an, durch die Intoxikation einen Filmriss erlitten zu haben und nackt in einem Hotelzimmer aufgewacht zu sein. Ein zweiter Vorfall soll sich 2024 bei einer Wohltätigkeitsgala in New York ereignet haben, bei dem Swalwell sie in einem Hotelzimmer zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe. „„Ich schubste ihn von mir weg und sagte nein. Er hörte nicht auf.“” — Ehemalige Mitarbeiterin via Notícias ao Minuto Der San Francisco Chronicle prüfte Textnachrichten im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Vorfall von 2024 und sprach mit Vertrauenspersonen der Frau. Diese gab an, damals nicht zur Polizei gegangen zu sein, da sie befürchtete, man würde ihr nicht glauben. Drei weitere Frauen berichteten CNN von nicht einvernehmlichem sexuellem Verhalten, darunter der Versand unaufgeforderter Nacktfotos. Eine dieser Frauen, Ally Sammarco, erklärte, sie habe explizite Bilder erhalten, nachdem sie mit Swalwell auf Twitter über Politik kommuniziert hatte. Massiver Verlust politischer UnterstützungDie politischen Auswirkungen traten unmittelbar ein. US-Senator Adam Schiff bezeichnete die Vorwürfe als „zutiefst verstörend“ und forderte Swalwell auf, seine Bewerbung als Gouverneur zu beenden. Die frühere Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, forderte eine Untersuchung und merkte an, dieser Prozess müsse „„außerhalb einer Gouverneurskampagne“” — Nancy Pelosi via POLITICO stattfinden. Der demokratische Fraktionsvorsitzende Hakeem Jeffries schloss sich der Rücktrittsforderung an. Der Abgeordnete Jimmy Gomez legte sein Amt als Wahlkampfleiter von Swalwell nieder, um eine „vollständige Rechenschaftspflicht ohne Ablenkung“ zu ermöglichen. Zahlreiche kalifornische Politiker wie die Senatoren Alex Padilla und Ruben Gallego entzogen ihre Unterstützung. Laut Axios verlor Swalwell innerhalb von 24 Stunden sämtliche 21 Wahlempfehlungen seiner Kongresskollegen. Auch einflussreiche Gewerkschaften, wie die California Labor Federation, stellten ihre Unterstützung ein. Zudem wurde die Spendensammlung über die Plattform ActBlue deaktiviert.Fall Swalwell: Zentrale Ereignisse: — ; — ; — ; — Swalwell hält an Kandidatur festIn einer Videobotschaft wies Swalwell die Vorwürfe erneut zurück und bezeichnete sie als politisches Manöver vor den Vorwahlen am 2. Juni. „„Diese Anschuldigungen sind vollkommen falsch. Sie entsprechen nicht der Wahrheit. Sie sind nie passiert, und ich werde mich mit allen Mitteln zur Wehr setzen.“” — Eric Swalwell via AP NEWS Er räumte lediglich unspezifische „Fehler“ in seiner Vergangenheit ein, die jedoch rein privater Natur seien. Sein Anwalt Elias Dabaie erklärte, Swalwell beabsichtige, den Wahlkampf fortzusetzen. Unterdessen kündigte die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna an, eine Abstimmung über einen Ausschluss Swalwells aus dem Kongress erzwingen zu wollen. Eine Gruppe anonymer Mitarbeiter aus seinem Stab äußerte sich in einer gemeinsamen Erklärung „entsetzt“ über die Berichte.Eric Swalwell vertritt seit 2023 den 14. Kongresswahlbezirk von Kalifornien. Das kalifornische Wahlsystem nutzt eine offene Vorwahl („Jungle Primary“), bei der die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen unabhängig von der Parteizugehörigkeit in die Hauptwahl einziehen. Die Vorwahl für das Gouverneursamt ist für den 2. Juni 2026 angesetzt. Swalwell galt bisher als einer der führenden demokratischen Bewerber für die Nachfolge von Gavin Newsom.21 (Unterstützungen) — Wahlempfehlungen von Kongresskollegen verlor Swalwell in weniger als 24 Stunden

Mentioned People

  • Eric Swalwell — kongresmen USA z 14. okręgu Kalifornii od 2023 r.
  • Adam Schiff — senator USA z Kalifornii od 2024 r.
  • Nancy Pelosi — 52. spikerka Izby Reprezentantów USA
  • Ally Sammarco — twórczyni treści cyfrowych, która zarzuciła politykowi wysyłanie niechcianych zdjęć
  • Jimmy Gomez — kongresmen USA z 34. okręgu Kalifornii i były szef sztabu Swalwella
  • Anna Paulina Luna — kongresmenka USA z 13. okręgu Florydy

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