Der rumänische Senat hat am Montag einen einfachen Misstrauensantrag gegen Umweltministerin Diana Buzoianu abgelehnt. Für den Antrag stimmten 41 Senatoren, 45 votierten dagegen. Damit bleibt die USR-Ministerin im Amt.
Senat lehnt Misstrauensantrag ab
Mit 45 Stimmen dagegen und 41 dafür bleibt Diana Buzoianu Umweltministerin. Für die Annahme hätte es eine einfache Mehrheit gebraucht.
PSD kippt ihre frühere Zusage
Die PSD-Senatoren stimmten nicht für den Antrag, obwohl die Partei am 26. März Unterstützung angekündigt hatte.
Buzoianu verweist auf Umwelt- und Haushaltsbilanz
Die Ministerin sprach von blockierter Korruption und illegalen Bauvorhaben und nannte unter anderem 84 Prozent Investitionsanteil im Haushalt 2026.
Dritter Antrag gegen Buzoianu
Es war bereits der dritte Antrag gegen die Ministerin und der siebte gegen einen USR-Minister seit dem Regierungsantritt am 23. Juni 2025.
Der rumänische Senat hat am Montag einen einfachen Misstrauensantrag gegen Umweltministerin Diana Buzoianu abgelehnt. Für den Antrag stimmten 41 Senatoren, 45 votierten dagegen, womit die USR-Ministerin im Amt bleiben kann. Der Antrag mit dem Titel „Diana Buzoianu, die rot-grüne Kommissarin für Durst und Dunkelheit. Wie die Bolschewikin aus dem Umweltressort die Diktatur der Roller über Rumäniens Stauseen und Wälder errichtete“ war von der PACE - Întâi România Group initiiert und mit Unterschriften von Senatoren der AUR-Partei sowie parteilosen Senatoren unterstützt worden. Das Dokument wurde im Senat von PACE - Întâi România-Senator Clement Sava verlesen und im Namen der Initiatoren von Senator Ninel Peia, einem Quästor des Senats, unterzeichnet. Die Initiatoren warfen Buzoianu vor, das Ministerium in eine „Bastion der Blockade“ verwandelt zu haben, weil sie Umweltgenehmigungen verweigere und die Wasserkrise in den Kreisen Prahova und Dâmbovița nur unzureichend gemanagt habe.
PSD enthält sich trotz früherer Zusage der Unterstützung Ausschlaggebend für das Scheitern des Antrags war die Entscheidung der Senatoren der PSD, nicht für den Antrag zu stimmen. Damit rückten sie von einer öffentlichen Ankündigung vom 26. März ab, wonach die Partei den Vorstoß unterstützen werde. Der Vorsitzende der PSD-Senatoren, Daniel Zamfir, bestätigte, dass die Fraktion nicht zustimmen werde, kritisierte Buzoianu zugleich aber scharf und sagte, sie „müsse gehen, vielleicht zusammen mit Herrn Ministerpräsident Bolojan“. AUR-Chef George Simion reagierte in den sozialen Medien deutlich auf das Ergebnis. „PSD hat nicht dafür gestimmt, heute ist der Tag, an dem sie in der Regierung ist” — George Simion via G4Media.ro Simion forderte seine Unterstützer auf, Nachrichten an Sorin Grindeanu zu hinterlassen. Das war ein Hinweis auf Spannungen zwischen der PSD und der Partei der Europäischen Sozialisten, die in den Tagen vor der Abstimmung vermerkt worden waren. Für eine Annahme hätte der Antrag eine einfache Mehrheit gebraucht. Die Stimmen der Regierungskoalition gegen den Antrag und die verweigerte Unterstützung der PSD reichten jedoch aus, um ihn zu Fall zu bringen.
41 (Ja-Stimmen) — Stimmen für den Antrag – zu wenig für eine Mehrheit
Dafür: 41, Dagegen: 45, Enthaltungen: 1
Buzoianu nennt den Antrag einen „Nervenzusammenbruch“ auf Senatspapier Vor der Abstimmung verteidigte Diana Buzoianu sich im Senat nachdrücklich und stellte den Antrag als politischen Angriff jener Kreise dar, deren Interessen ihr Ministerium beeinträchtigt habe. „Der vorliegende Antrag hat nur einen Verdienst — er versucht nicht länger, Extremismus zu verbergen, er gibt nicht länger vor, ein Argument zu sein, er beruft sich nicht länger auf gesunden Menschenverstand, er gibt nicht länger vor, anständig zu sein” — Diana Buzoianu via HotNews.ro Sie bezeichnete das Papier als „kein demokratisches Kontrollinstrument, sondern einen Nervenzusammenbruch, auf den das Briefpapier des Senats gesetzt wurde“. Buzoianu räumte den gegen sie erhobenen Vorwurf der „Blockade“ ein, deutete ihn jedoch als Bilanz von Erfolgen um. „Ja, es stimmt. Wir haben Korruption blockiert, wir haben die Telefonanrufe blockiert, wir haben illegale Bauvorhaben blockiert” — Diana Buzoianu via HotNews.ro Zur Untermauerung verwies sie auf Haushaltszahlen. Für 2026 seien rund 84 Prozent des Budgets des Umweltministeriums für Investitionen und investitionsbezogene Projekte vorgesehen, sagte sie. Das sei der höchste Anteil seit mindestens zehn Jahren. Außerdem habe das Ministerium Projekte im Umfang von 700 Millionen Lei für Zentren zur freiwilligen Abfallannahme und Recyclinganlagen übernommen. Für Arbeiten an Staudämmen und Deichen seien 2026 weitere 250 Millionen Lei vorgesehen. Nach der Abstimmung veröffentlichte Buzoianu auf Facebook einen ausführlichen Bericht über die Arbeit ihres Ministeriums in den vergangenen drei Monaten. Darin erklärte sie, Rumänien habe die Anforderungen für den OECD-Beitritt im Umweltkapitel vollständig erfüllt. Dieser Bereich mache etwa ein Drittel aller Beitrittsanforderungen des Landes aus.
Siebter Antrag gegen einen USR-Minister in neun Monaten Regierung USR-Präsident Dominic Fritz wertete das Ergebnis als Bestätigung dafür, dass die Reformagenda der Partei auf politischen Widerstand stoße. „Der einfache Antrag extremistischer Kräfte gegen die USR-Ministerin Diana Buzoianu ist heute im Senat gescheitert. Es war der dritte Antrag gegen Diana und der siebte gegen einen USR-Minister in den neun Monaten, seit wir in der Regierung sind. Ein klares Zeichen dafür, dass wir unsere Arbeit machen” — Dominic Fritz via Digi24 Fritz fügte hinzu, die Partei werde unabhängig von der Zahl der Oppositionsanträge weiterarbeiten. „Sie können nicht so viele Anträge einbringen, wie wir arbeiten können” — Dominic Fritz via Digi24 Die von Ministerpräsident Ilie Bolojan geführte Regierung unter Beteiligung der USR ist seit dem 23. Juni 2025 im Amt. Buzoianu ist seit demselben Datum Umweltministerin. Nach den Regeln des rumänischen Parlaments führt ein einfacher Antrag auch dann nicht automatisch zur Entlassung eines Ministers, wenn er angenommen wird. Er dient als parlamentarisches Instrument zur politischen Positionierung. Ein früherer Antrag gegen Buzoianu, der im Dezember 2025 von der AUR eingebracht worden war und den Titel „Prahova unter Belagerung. Über 100.000 Rumänen dem Durst und der Krankheit ausgeliefert unter dem mitverantwortlichen Blick von Umweltministerin Diana Buzoianu“ trug, war vom Senat mit 74 Stimmen dafür, 43 dagegen und einer Enthaltung angenommen worden. Damals hatte sich die PSD der Opposition angeschlossen.
Die derzeitige Regierungskoalition in Rumänien unter Führung von Ministerpräsident Ilie Bolojan von der Nationalliberalen Partei trat am 23. Juni 2025 ihr Amt an. Vorausgegangen war eine längere politische Krise nach der Annullierung der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 2024. Die USR stellte als wichtiger Koalitionspartner mehrere Minister, darunter Diana Buzoianu im Umweltministerium. Einfache Anträge im rumänischen Senat sind ein parlamentarisches Kontrollinstrument, das auch im Falle seiner Annahme keinen Minister zum Rücktritt oder zur Entlassung zwingt. Sie haben politische, aber keine rechtliche Wirkung. Rumäniens Beitrittsbemühungen zur OECD setzen die Regierung unter erheblichen Druck, eine breite Palette institutioneller und regulatorischer Vorgaben zu erfüllen. Das Umweltkapitel macht dabei einen erheblichen Teil der Beitrittsanforderungen aus.
Mentioned People
- Ilie Bolojan — Premier Rumunii od 23 czerwca 2025 roku
- Diana Buzoianu — Minister środowiska, wody i lasów w rządzie Bolojana
- Dominic Fritz — Przewodniczący USR i burmistrz Timișoary
- George Simion — Lider Sojuszu na rzecz Jedności Rumunów (AUR)
- Daniel Zamfir — Lider senatorów PSD
- Clement Sava — Senator z grupy PACE - Întâi România
- Ninel Peia — Senator i członek grupy PACE - Întâi România
Sources: 8 articles
- Reacția Dianei Buzoianu, după a treia moțiune de cenzură căreia i-a rezisat: "Să fie clar pentru toți" (Libertatea)
- Simion, după eșecul moțiunii: PSD nu a votat-o, azi e ziua când e la guvernare (G4Media.ro)
- Dominic Fritz, după picarea moțiunii împotriva Dianei Buzoianu: A 7-a împotriva unui ministru USR în 9 luni, semn că ne facem treaba (Digi24)
- Senatul a respins moţiunea simplă formulată împotriva ministrei Mediului, Diana Buzoianu (G4Media.ro)
- Diana Buzoianu consideră că moțiunea împotriva ei are un singur merit: nu mai încearcă să ascundă extremismul: "Am blocat corupția, am blocat telefoanele, am blocat construcțiile ilegale" (Ziare.com)
- Moțiunea împotriva ministrei Mediului, Diana Buzoianu, respinsă de Senat (Mediafax.ro)
- VIDEO Diana Buzoianu, la Senat, despre moțiunea împotriva sa: "Are un singur merit" / Decizia luată de PSD - HotNews.ro (HotNews.ro)
- Se încearcă demiterea unui ministru USR din cabinetul Bolojan: "Dictatură administrativă bolșevică. Să punem capăt incompetenței și a aroganței progresiste" (Ziare.com)