Die FIFA hat Irans Antrag abgelehnt, seine Gruppenspiele bei der Fußball-WM 2026 von den USA nach Mexiko zu verlegen. Der iranische Verband hatte dies mit Sicherheitsbedenken nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran begründet. Zugleich kündigte der Weltverband an, Spiele des Turniers kostenlos über YouTube zugänglich zu machen.
FIFA lehnt Verlegung ab
Der Weltverband wies Irans Antrag zurück, seine Gruppenspiele der WM 2026 statt in den Vereinigten Staaten in Mexiko auszutragen.
Spielplan bleibt unverändert
Nach Angaben der FIFA sollen alle teilnehmenden Teams ihre Partien nach dem bereits veröffentlichten Spielplan bestreiten.
Politischer Hintergrund
Der Antrag steht vor dem Hintergrund der anhaltenden politischen Spannungen zwischen Teheran und Washington.
Sheinbaum äußert sich
Auch Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum kommentierte den Vorgang laut TVN24 öffentlich, ohne dass die verfügbaren Quellen ihre Aussagen genauer wiedergaben.
Weitere Probleme vor Turnierbeginn
Watson.ch verweist vor dem Start am 11. Juni 2026 auf zusätzliche Herausforderungen wie Sicherheitsfragen, Gewalt und finanzielle Belastungen.
FIFA hat einen Antrag des iranischen Fußballverbands abgelehnt, Irans Gruppenspiele bei der Weltmeisterschaft 2026 von den Vereinigten Staaten nach Mexiko zu verlegen. Das teilte der Weltverband am 17. März mit und erklärte, er gehe davon aus, dass alle Mannschaften nach dem bereits veröffentlichten Spielplan antreten. Der von Präsident Mehdi Taj geführte Verband hatte die Verlegung wegen Sicherheitsbedenken beantragt, die er mit den US-israelischen Luftangriffen auf Iran begründete. Nach dem Spielplan soll Iran zwei Partien in Los Angeles und eine in Seattle bestreiten. Mit der Entscheidung bleibt für die iranische Mannschaft die Frage offen, ob sie unter diesen Bedingungen in den USA antritt oder sich womöglich aus dem Turnier zurückzieht. Die FIFA ließ in ihrer knappen Stellungnahme keinen Hinweis erkennen, dass sie den bestehenden Spielplan noch einmal prüfen will.
Sicherheitsbedenken nach Angriffen waren Auslöser des Antrags Der Antrag des Verbands stand in direktem Zusammenhang mit Operation Epic Fury, der US-israelischen Militärkampagne gegen Iran, die am 28. Februar 2026 begann. Bei den ersten Angriffen wurde der Oberste Führer Ali Khamenei getötet. Am 9. März 2026 wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer ernannt. US-Präsident Donald Trump verstärkte die Bedenken des Verbandes, indem er erklärte, es könnte für die iranische Mannschaft möglicherweise nicht sicher sein, in den Vereinigten Staaten zu spielen. Der Verband machte geltend, das Sicherheitsumfeld mache eine Teilnahme an in den USA angesetzten Spielen für iranische Spieler und Funktionäre unzumutbar. Für die FIFA entstand damit ein ungewöhnlicher Abwägungsfall zwischen einem feststehenden Turnierplan und den Folgen eines laufenden bewaffneten Konflikts, an dem eines der qualifizierten Teams mittelbar betroffen ist. Die Weltmeisterschaft 2026 wird von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet. Iran soll nach dem Spielplan zwei Gruppenspiele in Los Angeles und eines in Seattle bestreiten. Die US-israelische Militärkampagne gegen Iran mit der Bezeichnung Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026 und führte bei den ersten Angriffen zum Tod des Obersten Führers Ali Khamenei. Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 während des andauernden Konflikts zu seinem Nachfolger ernannt.
Mexiko signalisierte vor der FIFA-Entscheidung Bereitschaft Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte vor der Entscheidung der FIFA erklärt, Mexiko sei bereit, Irans WM-Spiele auszurichten. Diese Haltung entsprach der Rolle des Landes als einem der drei offiziellen Gastgeber des Turniers 2026 und verwies darauf, dass Mexiko sowohl über die Infrastruktur als auch über die formalen Möglichkeiten für zusätzliche Gruppenspiele verfügt. Nach Berichten befand sich der iranische Verband mit der FIFA in Gesprächen über eine Verlegung, wobei Mexiko als bevorzugter Ausweichort galt. Mit der Ablehnung durch die FIFA ist dieser Weg vorerst versperrt. Damit bleibt unklar, wie sich Iran mit Blick auf seine Turnierteilnahme verhalten wird. Der Weltverband nannte keinen Zeitplan für weitere Gespräche und bekräftigte stattdessen die Verbindlichkeit des bestehenden Spielplans für alle teilnehmenden Mannschaften. „We expect all teams to compete at the World Cup according to the schedule that has been announced” — FIFA via Al Jazeera
WM-Streit um Iran – die wichtigsten Termine: — ; — ; —
Kostenlose Übertragung auf YouTube erweitert Reichweite des Turniers Unabhängig davon kündigte die FIFA an, dass die Spiele der Weltmeisterschaft 2026 kostenlos auf YouTube zu sehen sein werden. Damit erhalten Zuschauer Zugang zum Turnier, ohne ein kostenpflichtiges Abonnement oder einen nationalen Fernseh- und Streamingvertrag zu benötigen. Der Weltverband übertrug die Ausstrahlung der Spiele im Rahmen seiner Verwertungsstrategie für die Ausgabe 2026 an die Plattform. Die Ankündigung wurde als positive Nachricht für Fans gewertet, die sonst nur eingeschränkten Zugang zu den Partien hätten. Zuschauer in Märkten ohne klassische Übertragungsrechte sollen das Turnier auf diesem Weg kostenlos verfolgen können. Die Mitteilung fällt in eine Phase, in der das Turnier wegen der ungeklärten Frage von Irans Teilnahme bereits in einem ungewöhnlichen geopolitischen Umfeld steht.
Mentioned People
- Claudia Sheinbaum — 66. prezydent Meksyku od 2024 roku
- Gianni Infantino — prezydent FIFA od 2016 roku