Die Realisierung des gigantischen deutschen Bahnprojekts Stuttgart 21 steht erneut vor erheblichen Verzögerungen. Medienberichten zufolge könnte die vollständige Inbetriebnahme erst 2030 erfolgen, eine teilweise Eröffnung des neuen unterirdischen Bahnhofs eventuell ein Jahr früher. Das Projekt, dessen ursprünglicher Fertigstellungstermin für 2019 geplant war, kämpft mit sich hinziehenden Tests, Personalmangel und technischen Fehlern. Die Deutsche Bahn kommentiert die Spekulationen nicht und bestätigt lediglich die Arbeit an einem neuen Zeitplan, der bis Mitte 2026 fertig sein soll.
Vollständige Verzögerung bis 2030
Laut inoffiziellen Informationen, die dem Südwestrundfunk vorliegen, wird die vollständige Inbetriebnahme des Projekts Stuttgart 21 frühestens 2030 erfolgen. Dies bedeutet eine elfjährige Verzögerung gegenüber den ursprünglichen Plänen von 2009, die eine Fertigstellung der Arbeiten für 2019 vorsahen.
Teileröffnung im Jahr 2029
Eine frühere, teilweise Inbetriebnahme des neuen unterirdischen Bahnhofs in Stuttgart ist möglich, falls die Arbeiten erfolgreich verlaufen. Die Zeitung „Stuttgarter Zeitung” nennt das Jahr 2029 als möglichen Termin für die Inbetriebnahme des Bahnknotenpunkts.
Offizielles Schweigen der Deutschen Bahn
Das Unternehmen Deutsche Bahn lehnt einen Kommentar zu den Berichten über neue Verzögerungen ab. Ein Sprecher bestätigte lediglich, dass das Unternehmen den Auftrag habe, ein neues Inbetriebnahmekonzept zu erarbeiten, das es spätestens bis Mitte 2026 vorlegen soll.
Ursachen der Verzögerungen
Quellen verweisen auf verlängerte Tests, Personalmangel bei den für technische Abnahmen zuständigen Mitarbeitern sowie Mängel und falsch installierte technische Anlagen. Die Unterbrechung der Digitalisierungsarbeiten (sog. Digit) wird ebenfalls als wesentlicher Verzögerungsfaktor genannt.
Der Umbau des Hauptbahnhofs in Stuttgart, bekannt als Projekt Stuttgart 21, steht erneut vor mehrjährigen Verzögerungen. Deutschen Medienberichten zufolge könnte sich die vollständige Inbetriebnahme der gesamten Investition bis 2030 hinziehen. Dies würde eine elfjährige Verspätung gegenüber dem im Finanzierungsvertrag von 2009 festgelegten Termin bedeuten, der das Jahr 2019 vorsah. Die „Stuttgarter Zeitung” berichtet, dass eine teilweise Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs im Jahr 2029 erfolgen könnte. Die Deutsche Bahn, der für das Projekt verantwortliche Bahnbetreiber, bestätigt oder dementiert die neuen Termine nicht. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber der DPA: „Wir kommentieren die genannten Spekulationen nicht”. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen verpflichtet sei, bis Mitte 2026 ein neues Inbetriebnahmekonzept vorzulegen. Nach DPA-Informationen finden Diskussionen über die von den Medien genannten Daten tatsächlich in projektnahen Kreisen statt, es gibt jedoch noch keine offizielle und endgültige Entscheidung. Das Projekt Stuttgart 21 ist eine der größten und umstrittensten Infrastrukturinvestitionen im Nachkriegsdeutschland. Ziel ist es, den Kopfbahnhof in Stuttgart in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umzuwandeln und neue Bahnstrecken zu bauen. Von Anfang an stieß es aufgrund der enormen Kosten, die das ursprüngliche Budget um ein Vielfaches überstiegen, und der Eingriffe in die Umwelt auf Widerstand, was zu massiven Protesten führte.Die Gründe für die weitere Verschiebung des Zeitplans sind komplex. Vom Südwestrundfunk zitierte Quellen verweisen auf deutlich verlängerte Testphasen, eine unzureichende Anzahl von Personen, die für technische Abnahmen berechtigt sind, sowie auf fehlerhafte oder falsch installierte technische Systeme. Ein als Fortschrittsbremse genannter Schlüsselfaktor ist auch der Stopp der Arbeiten an der Digitalisierung der Steuerungssysteme (Digit). „Stuttgart 21 wird ̶̶2̶̶0̶̶1̶̶9̶̶ ̶̶2̶̶0̶̶2̶̶0̶̶ ̶̶2̶̶0̶̶2̶̶1̶̶ ̶̶2̶̶0̶̶2̶̶5̶̶ ̶̶2̶̶0̶̶2̶̶6 ̶̶2̶̶0̶̶2̶̶7 2030 fertig” (stern.de (artykuł 1)) — Die visuelle Durchstreichung früherer Daten in der Überschrift könnte suggerieren, dass jeder dieser Termine offiziell angekündigt und wieder zurückgenommen wurde. Tatsächlich gibt es, obwohl das Projekt mehrfach verzögert wurde, keine Bestätigung, dass alle diese konkreten Jahre (2020, 2021, 2025) offizielle Inbetriebnahmedaten waren. Der letzte bestätigte Termin ist das Jahr 2027.Die letzte offizielle Terminkorrektur erfolgte im November 2025, als die geplante Fertigstellung auf das Jahr 2027 verschoben wurde. Die neuen, noch nicht vom Projektverantwortlichen bestätigten Berichte deuten somit auf eine weitere, mehrjährige Verzögerung hin. Für die Bürger Stuttgarts und der Region sind weitere Verschiebungen keine Überraschung mehr, sondern sind – wie ein Portal es ausdrückte – zur „Routine” geworden.
Perspektywy mediów: Liberale Medien (ZEIT ONLINE, stern.de) betonen chronische Verzögerungen, milliardenschwere Kostenüberschreitungen und Unsicherheit und stellen das Projekt als Beispiel für schlechtes Management dar. Keine deutlich abweichende Darstellung in den Quellen. Alle zitierten Medien berichten über die Fakten zu den Verzögerungen, ohne die Idee des Projekts eindeutig zu unterstützen oder zu kritisieren.