Die neueste CBOS-Umfrage zeigt einen Rekordrückgang der Unterstützung für Recht und Gerechtigkeit, die unter 20 Prozent gefallen ist. In Ungarn sieht sich die Partei Fidesz einer beispiellosen Herausforderung durch die Gruppierung TISZA gegenüber, und Ministerpräsident Viktor Orbán nutzt im Wahlkampf Rhetorik der Kriegsangst. Gleichzeitig zeigen Studien in den USA einen historischen Stimmungswandel der amerikanischen Gesellschaft gegenüber dem Konflikt im Nahen Osten.

Historischer Rückgang der Unterstützung für PiS

Die Partei von Jarosław Kaczyński verzeichnete in der CBOS-Umfrage ein Ergebnis unter 20 %, was das schlechteste Ergebnis der Gruppierung seit vielen Jahren ist.

Bedrohung für die Macht Orbáns

Umfragen in Ungarn zeigen einen minimalen Unterschied zwischen der regierenden Fidesz und der oppositionellen Partei TISZA vor den anstehenden Wahlen.

Amerikanische Wende hin zu Palästina

Neueste Daten aus den USA zeigen einen sprunghaften Anstieg der Empathie für die Palästinenser, was die Außenpolitik Washingtons beeinflussen könnte.

Ende Februar 2026 bringt grundlegende Umwälzungen auf der politischen Bühne Mitteleuropas. In Polen schlug die Umfrage des CBOS am lautesten ein, in der Recht und Gerechtigkeit das schwächste Ergebnis seit Jahren verzeichnete und unter die 20-Prozent-Marke fiel. Die Situation der Partei von Jarosław Kaczyński wird durch die wachsende Stärke der Konföderation erschwert, die in einigen Rankings zu einer echten Alternative für das rechte Wählerspektrum wird. Gleichzeitig bewerteten die Polen die Tätigkeit des Parlaments und des Präsidenten Karol Nawrocki streng, was auf eine zunehmende gesellschaftliche Ermüdung mit der derzeitigen Machtkonstellation hindeutet. Parallel konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Ungarn, wo die bevorstehenden Parlamentswahlen das Ende der Ära Viktor Orbáns bringen könnten. Die ungarische Opposition unter der Führung von Péter Magyar und seiner Partei TISZA liegt mit dem Regierungslager gleichauf. Orbán setzt in seiner Wahlkampfstrategie darauf, Angst vor einer Ausweitung des Konflikts in der Ukraine zu schüren und suggeriert, dass nur sein Sieg den Ungarn Sicherheit garantieren könne. Die Situation wird zusätzlich durch moralische Skandale innerhalb der Fidesz und den Rückzug kleinerer Oppositionsparteien erschwert, die die Stimmen gegen den Ministerpräsidenten bündeln wollen. Die polnisch-ungarischen Beziehungen, einst auf enger Zusammenarbeit innerhalb der Visegrád-Gruppe basierend, haben sich nach 2022 aufgrund unterschiedlicher Ansätze zur russischen Aggression in der Ukraine deutlich abgekühlt. Wesentliche Veränderungen finden auch in der öffentlichen Meinung der Vereinigten Staaten statt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Gallup-Umfragen hat die Sympathie der Amerikaner für die Palästinenser die Unterstützung für Israel eingeholt oder in einigen Gruppen sogar übertroffen. Dies ist eine Folge des sich hinziehenden Konflikts im Gazastreifen, der die amerikanische Gesellschaft vor den anstehenden Halbzeitwahlen polarisiert. Selbst innerhalb des demokratischen Wählerspektrums ist ein radikaler Wandel der Einstellungen sichtbar, was die Regierung in Washington zwingt, ihre bisherige Politik der bedingungslosen Unterstützung für Tel Aviv zu überdenken. „Nie wybrałem jeszcze nikogo na premiera, wszelkie spekulacje w tej sprawie są przedwczesne.” (Ich habe noch niemanden zum Ministerpräsidenten ernannt, alle Spekulationen in dieser Sache sind verfrüht.) — Vorsitzender von Recht und Gerechtigkeit, der Gerüchte über die Auswahl eines Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten dementiert.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen den Rekordrückgang von PiS als Beweis für einen dauerhaften Glaubwürdigkeitsverlust der Partei und den Erfolg der Partei TISZA in Ungarn. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Stabilität der Regierung angesichts der Unsicherheit in den USA und die Kriegsängste der ungarischen Opposition.

Mentioned People

  • Jarosław Kaczyński — Vorsitzender von Recht und Gerechtigkeit, der Gerüchte über die Auswahl eines Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten dementiert.
  • Viktor Orbán — Ministerpräsident Ungarns, der um den Machterhalt angesichts starker Oppositionskonkurrenz kämpft.
  • Karol Nawrocki — Präsident der Republik Polen, dessen Tätigkeit in der neuesten CBOS-Umfrage bewertet wurde.