Die Regierungskoalition in Neuseeland hat ein Gesetz verabschiedet, das der englischen Sprache den Status einer Amtssprache verleiht, was eine Welle der Kritik ausgelöst hat. Das Projekt der Partei New Zealand First, deren Vorsitzender Winston Peters stellvertretender Premierminister ist, wurde mit den Stimmen der Koalition aus National Party, New Zealand First und ACT verabschiedet. Die Opposition und die Māori-Gemeinschaft werfen der Regierung von Premierminister Christopher Luxon einen zynischen politischen Manöver vor, das von wirtschaftlichen Problemen ablenken und konservative Wähler gewinnen soll. Englisch ist bereits die gemeinsame Sprache für über 95 % der Einwohner, und seine formale Anerkennung als Amtssprache wird als symbolischer Schlag für die Identität der Māori und ihre Sprache, te reo Māori, angesehen.
Das neuseeländische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das der englischen Sprache den Status einer Amtssprache verleiht, was eine heftige Debatte über die nationale Identität und die Beziehungen zur indigenen Māori-Bevölkerung ausgelöst hat. Die Regierungskoalition von Premierminister Christopher Luxon, bestehend aus der National Party, der populistischen New Zealand First und ACT, stimmte dem Entwurf am Donnerstag zu. Initiator des Gesetzes ist die Partei New Zealand First, deren Vorsitzender, Winston Peters, das Amt des stellvertretenden Premierministers innehat. Kritiker, darunter die oppositionelle Labour Party, die Grünen und die Māori Party, werfen der Koalition einen zynischen politischen Manöver vor, der darauf abzielt, die Unterstützung konservativer Wähler zu gewinnen und von aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Problemen wie hoher Inflation und einer Krise im Gesundheitswesen abzulenken. Neuseeland, einst eine britische Kolonie, hatte für den größten Teil seiner Geschichte keine gesetzlich festgelegte Amtssprache. Erst 1987, nach jahrelangen Kampagnen von Māori-Aktivisten, erhielt die Māori-Sprache (te reo) diesen Status, was ein Meilenstein im Prozess der Wiederbelebung der indigenen Kultur nach Jahren der Assimilationspolitik war. 2006 wurde auch die neuseeländische Gebärdensprache anerkannt. In der Praxis dominiert Englisch jedoch seit langem in Verwaltung, Wirtschaft und Medien und ist die „gemeinsame“ Sprache für fast die gesamte Gesellschaft. Die Vorwürfe des Zynismus ergeben sich aus der Tatsache, dass Englisch bereits von über 95 % der Einwohner gesprochen wird. Gegner des Gesetzes, wie die Abgeordnete der Māori Party, Hana-Rawhiti Maipi-Clarke, sehen diesen Schritt als symbolischen Angriff auf die Māori-Kultur und ein weiteres Beispiel des sogenannten „Kulturkampfes“, den die rechtsgerichtete Koalition führt. Premierminister Luxon weist diese Vorwürfe zurück und argumentiert, dass die formale Anerkennung des Englischen als Amtssprache eine Würdigung seiner Rolle als nationales Bindeglied sei. „English is the language that the vast majority of New Zealanders speak and that unites us as a country. It is right that we recognize that.” — Christopher Luxon Dies hat die Stimmung nicht beruhigt, wie die Proteste vor dem Parlamentsgebäude in Wellington zeigen. Die Debatte offenbart tiefere Spannungen in der neuseeländischen Gesellschaft. Für viele Māori ist die Sprache te reo ein Schlüsselelement ihrer Identität und ihres Kampfes um Gleichberechtigung. Ihre Wiederbelebung, unterstützt durch die staatliche Agentur <przypis title=