Die spanische Vizepräsidentin und Finanzministerin Maria Jesus Montero hat einen Boykott der offiziellen Feierlichkeiten zum Tag Andalusiens angekündigt und stattdessen die Teilnahme an einer alternativen Veranstaltung in Moguer gewählt. Diese Entscheidung verschärft den Konflikt mit der von der Volkspartei (PP) kontrollierten andalusischen Regionalregierung. Gleichzeitig kündigte die Zentralregierung eine dringende Gesetzesnovelle an, die darauf abzielt, Entschädigungen für Opfer von Terrorismus mit denen für Personen gleichzustellen, die während der politischen Übergangszeit unter Polizeirepressionen gelitten haben.
Die politische Temperatur in Spanien ist am Vorabend der Feierlichkeiten zum Tag Andalusiens, bekannt als 28-F, sprunghaft angestiegen. Vizepräsidentin Maria Jesus Montero hat beschlossen, nicht an der offiziellen Gala zur Verleihung der Regionalmedaillen teilzunehmen, was als Beginn ihrer politischen Offensive in dieser Autonomie vor den anstehenden Wahlen interpretiert wird. Anstelle der offiziellen Feierlichkeiten hat Montero eine Parteiveranstaltung in Moguer geplant, was die oppositionelle Volkspartei als Missachtung der regionalen Institutionen bezeichnet. Dieser Konflikt offenbart tiefe Gräben zwischen der Zentralregierung in Madrid und den andalusischen Behörden, insbesondere vor dem Hintergrund von Umfragen, die der Rechten in der Region einen deutlichen Vorsprung geben. Im Schatten der Streitigkeiten um den Zeremonialakt hat die Regierung von Pedro Sanchez konkrete Schritte im Bereich der Geschichts- und Sozialpolitik unternommen. Eine Reform zweier Gesetze wurde angekündigt, die es ermöglichen wird, Manuel García Caparros – der 1977 während autonomistischer Demonstrationen von der Polizei getötet wurde – als Opfer von Repressionen anzuerkennen, die zu einer Entschädigung in Höhe derjenigen für Terroropfer berechtigen. Die Familie des Verstorbenen fordert seit Jahren, dass der Staat die volle historische Verantwortung für diese Tötung übernimmt. Diese Initiative wird als Versuch der Sozialisten gesehen, in der Debatte über die andalusische Identität wieder die Initiative zu ergreifen. Der Tag Andalusiens, der am 28. Februar begangen wird, erinnert an das Referendum von 1980, bei dem die Bewohner Südspaniens sich für die volle Autonomie der Region aussprachen, was ein Schlüsselmoment in der Demokratisierung des Landes nach der Franco-Diktatur war.Parallel dazu hat das Landwirtschaftsministerium Maßnahmen zur Unterstützung des Agrarsektors ergriffen. Es wurde angekündigt, die Möglichkeiten zur Finanzierung von landwirtschaftlichen Schäden, die durch eine heftige Wetterfront in Kastilien-La Mancha verursacht wurden, zu prüfen und die Hilfen im Rahmen der <przypis title=