Der norwegische Großmeister Magnus Carlsen ging als erster Sieger der Weltmeisterschaft im Freestyle-Schach in die Geschichte ein. Im packenden Finale im deutschen Ostseebad Weissenhaus besiegte der Weltranglistenerste den Amerikaner Fabiano Caruana. Das Turnier, das in der prestigeträchtigen Kulisse eines Schlosses an der Ostsee stattfand, zog die Aufmerksamkeit der Schachwelt mit seinem innovativen Spielformat auf sich, das traditionelle theoretische Vorbereitung zugunsten von Kreativität und Intuition der Spieler ausschaltet.
Triumph von Magnus Carlsen
Der Norweger besiegte im Finale Fabiano Caruana mit 2,5:1,5 und wurde damit der erste Weltmeister in der Freestyle-Formel.
Erfolg des neuen Formats
Das Turnier in Weissenhaus fand in der Schachvariante 960 statt, die Kreativität fördert und den Vorteil von Spielern ausschaltet, die vor der Partie auf Computer zurückgreifen.
Deutscher Akzent
Der Deutsche Vincent Keymer erreichte das Halbfinale, wo er Caruana unterlag, was dennoch als Erfolg der Gastgeber an der Ostsee gewertet wurde.
Im norddeutschen Ostseebad Weissenhaus endete die historische, erste Weltmeisterschaft im Freestyle-Schach. Sieger des prestigeträchtigen Turniers wurde Magnus Carlsen, der im Finale den Vertreter der Vereinigten Staaten, Fabiano Caruana, besiegte. Das Finalduell bestand aus vier Partien, das Endergebnis lautete 2,5:1,5 zugunsten des Norwegers. Carlsen, der derzeit auch die Titel des Weltmeisters im Schnell- und Blitzschach hält, bestätigte seine Hegemonie in der Disziplin, obwohl er selbst seine Form kritisch bewertete und erklärte, es sei nicht sein überzeugendster Sieg gewesen. Freestyle-Schach, auch bekannt als Fischer-Schach oder Chess 960, wurde 1996 vom legendären Bobby Fischer entwickelt. Ziel ist es, die Rolle der Computeranalyse von Eröffnungen zu begrenzen, indem die Aufstellung der Figuren in der ersten Reihe vor Partiebeginn ausgelost wird.Der Weg ins Finale war für die Favoriten nicht einfach. In den Halbfinals, die im Weissenhäuser Strand stattfanden, musste sich Carlsen dem talentierten Usbeken Nodirbek Abdusattorow stellen. Nach einem hart umkämpften Match gewann der Norweger diese Phase mit 3:1. Caruana wiederum eliminierte den Vertreter der Gastgeber, Vincent Keymer, was die Hoffnungen der Deutschen auf einen Erfolg im eigenen Land beendete. Freestyle-Schach zwingt die Spieler vom ersten Zug an zum eigenständigen Denken, was der Grund für die Organisation offizieller Weltmeisterschaften nach internen Streitigkeiten innerhalb des Verbands war. „Das war sicherlich nicht einer meiner überzeugendsten Siege.” — Magnus Carlsen Das Turnier in Schleswig-Holstein versammelte die Weltspitze, die um ein Preisgeld von 100.000 Dollar kämpfte. Die Veranstaltung wird als wegweisend für die Popularisierung großmeisterlicher Wettkämpfe in einem für den modernen Zuschauer attraktiveren Format angesehen. FIDE und private Investoren verbinden mit dem neuen Format große kommerzielle Hoffnungen und hoffen, das Image des königlichen Spiels im Zeitalter der Dominanz von Computer-Engines aufzufrischen. Finale der Freestyle-Weltmeisterschaft 2026: Magnus Carlsen 2.5:1.5 Fabiano Caruana Halbfinale der Weltmeisterschaft: Magnus Carlsen 3:1 Nodirbek Abdusattorow 100 000 $ — betrug das Preisgeld des Turniers
Mentioned People
- Magnus Carlsen — Norwegischer Großmeister, Nummer eins der Weltrangliste, Sieger des Turniers.
- Fabiano Caruana — Amerikanischer Großmeister, Finalist der Freestyle-Weltmeisterschaft.
- Vincent Keymer — Bester deutscher Schachspieler, Halbfinalist des Turniers.
- Nodirbek Abdusattorow — Usbekischer Großmeister, der im Halbfinale gegen Carlsen verlor.