Ein Archäologenteam der Stiftung Relicta hat eine sensationelle Entdeckung in den Wäldern nahe der Siedlung Zagroda bei Sławoborze gemacht. Die Forscher identifizierten die Überreste der mittelalterlichen Stadt Stolzenberg, die wahrscheinlich an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert entstand. Obwohl sie in schriftlichen Quellen selten erwähnt wird, ermöglichten moderne Forschungsmethoden den Nachweis von über 1.500 Anomalien, die auf eine ehemalige städtische Infrastruktur, einschließlich Befestigungen und eines Hospitals, hindeuten.

Archäologen, die in der Woiwodschaft Westpommern arbeiten, sind auf Spuren eines verlorenen städtischen Zentrums Stolzenberg gestoßen. Der Fund befindet sich in der Nähe des Ortes Sławobórz, tief in den Waldkomplexen, die die Siedlung Zagroda umgeben. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Wissenschaftler der Stiftung Relicta wurde die Stadt in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts oder ganz zu Beginn des 14. Jahrhunderts gegründet. Trotz ihres formalen Stadtrechts bestand das Zentrum nur äußerst kurz und wurde unter bislang ungeklärten Umständen aufgegeben, was es zu einem einzigartigen Forschungsobjekt für die frühe Siedlungsgeschichte macht. Die Detektion der Relikte war durch die Analyse deutscher Literatur aus dem 19. Jahrhundert und den Einsatz moderner Fernerkundungstechnologien möglich. Die Forscher identifizierten etwa 1500 Geländeanomalien, die ehemaligen Baustrukturen entsprechen. Darunter befinden sich Überreste städtischer Befestigungen sowie Orte, die in der lokalen Tradition als Altstadt (Alt Stadt) oder Hospital bezeichnet werden. Interessanterweise tauchen die ersten offiziellen Erwähnungen von Stolzenberg in schriftlichen Dokumenten erst im 16. Jahrhundert auf, also lange nachdem die Stadt aufgegeben worden war. Im Mittelalter waren die Gründungsprozesse von Städten auf dem Gebiet Hinterpommerns intensiv, doch nicht jeder Urbanisierungsversuch war erfolgreich; viele Zentren scheiterten aufgrund von Handelsroutenverlagerungen oder bewaffneten Konflikten. Derzeit bemühen sich die Wissenschaftler, den genauen Stadtplan zu rekonstruieren und die Gründe für seinen plötzlichen Niedergang zu verstehen. Der Einsatz von Laserscanning ermöglichte eine präzise Kartierung des Geländes, ohne dass großflächige invasive Ausgrabungen nötig waren. Diese Entdeckung wirft ein neues Licht auf die <przypis title=