Die amerikanischen Kapitalmärkte verzeichneten deutliche Verluste, angeführt vom Halbleitersektor. Der Hauptgrund für die Verschlechterung der Anlegerstimmung war die Veröffentlichung der Finanzergebnisse des Unternehmens Nvidia. Obwohl der Technologiegigant solide Gewinne vorlegte, enttäuschten seine Prognosen für die kommenden Quartale die Marktteilnehmer. Diese Situation löste Befürchtungen über die Nachhaltigkeit des Trends im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz aus und führte zu Kursverlusten an den europäischen Börsen sowie zu einem prognostizierten Abschwung an den asiatischen Märkten.
Enttäuschung über Nvidia-Prognosen
Trotz der Überschreitung der Erwartungen bei den historischen Gewinnen beruhigten die Zukunftsprognosen die Investoren nicht, was zum Kursverfall der Aktien führte.
Einbruch im Technologiesektor
Der Preisverfall bei Nvidia löste breit angelegte Verkäufe im Halbleitersektor aus und belastete die Indizes Nasdaq und S&P 500.
Dominoeffekt auf den Märkten
Die negative Stimmung aus den USA breitete sich auf die Börsen in Europa aus und beeinflusste die Prognosen für die Eröffnung der asiatischen Börsen.
Die Handelssitzung am amerikanischen Aktienmarkt am 26. Februar 2026 stand im Zeichen der Angebotsdominanz, was eine direkte Reaktion auf den jüngsten Quartalsbericht von Nvidia war. Investoren, die an die spektakulären Erfolge des Unternehmens gewöhnt waren, reagierten mit Verkäufen auf Prognosen, die sie im Kontext hoher Marktbewertungen für zu vorsichtig hielten. Die Aktien des Giganten verloren im Laufe des Tages über 5 Prozent, was einen Dominoeffekt im gesamten Technologiesektor auslöste. Der Index Nasdaq geriet trotz anfänglicher Versuche, Verluste aufzuholen, unter starken Abwärtsdruck. Der Halbleitersektor war seit der Wende 2022/2023 zum Hauptmotor des weltweiten Börsenbooms geworden, als die Verbreitung generativer künstlicher Intelligenz einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Rechenleistung auslöste.Marktanalysten weisen darauf hin, dass die aktuelle Situation auf eine zunehmende Ermüdung der Investoren beim Thema künstliche Intelligenz hindeuten könnte. Obwohl Unternehmen wie Salesforce oder Snowflake solide Perspektiven präsentierten, konnten sie die durch den Branchenführer bei Chips ausgelöste negative Stimmung nicht ausgleichen. Der Markt fürchtet, dass die Phase des exponentiellen Wachstums der Ausgaben für KI-Infrastruktur zu Ende gehen oder sich zumindest verlangsamen könnte, was die Sinnhaftigkeit der Beibehaltung rekordhoher Bewertungsmultiplikatoren für Unternehmen vom Typ Big Tech in Frage stellt. Die Situation an der Wall Street übertrug sich blitzschnell auf die europäischen Märkte, wo der spanische Index Ibex 35 und andere Parkette des alten Kontinents ebenfalls die Auswirkungen des „Nvidia-Effekts“ zu spüren bekamen. Die Verluste machten auch nicht vor der italienischen Börse halt, und Experten von Bloomberg Business prognostizieren, dass diese Stimmung während der anstehenden asiatischen Handelssitzung anhalten wird. Der dynamische Verkauf von Aktien abhängiger Unternehmen aus der Halbleiter-Lieferkette deutet auf eine hohe Korrelation der globalen Märkte mit den Ergebnissen eines einzelnen, wenn auch zentralen Akteurs aus Santa Clara hin. Investoren verfolgen nun aufmerksam weitere makroökonomische Daten, die entweder die Korrektur vertiefen oder ein Impuls zur Stabilisierung der Notierungen werden könnten.