Präsident Karol Nawrocki und seine Ehefrau Marta Nawrocka nahmen am Sonntag an einer Zeremonie zum Tag des brüderlichen Denkens im Präsidentenpalast teil. Das Staatsoberhaupt übernahm das Ehrenpatronat über die Pfadfinderbewegung in Polen und außerhalb der Landesgrenzen. Er betonte, dass die Pfadfinderbewegung tief in die polnische Unabhängigkeitstradition eingeschrieben ist.

Präsident Karol Nawrocki übernahm am Sonntag das Ehrenpatronat über die gesamte Pfadfinderbewegung in Polen und außerhalb ihrer Grenzen. Die Zeremonie fand am 22. Februar 2026 im Präsidentenpalast in Warschau anlässlich des Tages des brüderlichen Denkens statt. An der Veranstaltung nahm auch die Ehefrau des Präsidenten, Marta Nawrocka, teil. Der Präsident hielt eine Ansprache an die versammelten Pfadfinder, in der er die historische Rolle der Pfadfinderbewegung in der polnischen Unabhängigkeitstradition hervorhob. Er erklärte, dass diese Bewegung „direkt in den polnischen Unabhängigkeitsstrom und den Strom des souveränen Polens verwachsen” sei. Der Tag des brüderlichen Denkens, der am 22. Februar begangen wird, wurde 1926 während der IV. Weltkonferenz der Pfadfinderinnen eingeführt. Dieses Datum bezieht sich auf den Geburtstag des Gründers der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell (1857), und seiner Frau Olave (1889). Das Fest soll die Brüderlichkeit und Einheit aller Pfadfinder und Pfadfinderinnen weltweit symbolisieren, unabhängig von kulturellen oder religiösen Unterschieden. Die Zeremonie war eines der zentralen Ereignisse der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen dieses internationalen Festes. Das ehrenamtliche Präsidentenpatronat über die Pfadfinderbewegung hat einen prestigeträchtigen und symbolischen Charakter und unterstreicht die besondere Verbindung zwischen den höchsten Staatsbehörden und der Jugendorganisation. Die Tradition solcher Patronate in Polen reicht bis in die Zwischenkriegszeit zurück, als die Präsidenten Ignacy Mościcki und später andere Staatsoberhäupter ähnliche Ehrenfunktionen gegenüber sozialen und patriotischen Organisationen übernahmen. Heutzutage werden ehrenamtliche Präsidentenpatronate an Organisationen vergeben, die eine besondere gesellschaftliche, kulturelle oder historische Bedeutung für Polen haben. Der Tag des brüderlichen Denkens wird gleichzeitig von Pfadfindern und Pfadfinderinnen auf der ganzen Welt begangen, was den universellen Charakter der Bewegung unterstreicht. In Polen besteht der Verband der Polnischen Pfadfinder seit 1918, und seine Wurzeln reichen bis in die Zeit vor der Wiedererlangung der Unabhängigkeit zurück. Die Organisation hat über Jahrzehnte hinweg eine wichtige erzieherische und patriotische Rolle gespielt, was sich unter anderem in der Beteiligung von Pfadfindern am Widerstand während des Zweiten Weltkriegs in den Grauen Reihen zeigte. Der heutige ZHP setzt die Tradition der Erziehung im Geiste des Dienstes, der Brüderlichkeit und der Arbeit an sich selbst fort. <przypis title=