In der Ortschaft Sertolowo in der Oblast Leningrad kam es zu einer folgenschweren Explosion in einem Gebäude der Militärpolizei. Bei dem Vorfall kamen mindestens drei Menschen ums Leben, und das Gebäude stürzte teilweise ein. Russische Rettungsdienste sind bei der Bergung unter den Trümmern im Einsatz, während Militärbehörden eine Untersuchung wegen Verstoßes gegen Sicherheitsvorschriften eingeleitet haben. Die Ursachen des Vorfalls nördlich von St. Petersburg sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen der lokalen Behörden.
Drei Todesopfer
Unter den Trümmern des teilweise eingestürzten Gebäudes wurden die Leichen von drei Personen geborgen, und die Suche nach möglichen weiteren Betroffenen dauert an.
Zerstörung des Militärobjekts
Die Explosion führte zum Einsturz mehrerer Stockwerke des Kommandos der Militärpolizei in der Ortschaft Sertolowo.
Ermittlungen wegen Nachlässigkeiten
Militärische Ermittlungsbehörden untersuchen den Vorfall im Hinblick auf Verstöße gegen Brandschutzanforderungen sowie grobe Nachlässigkeiten des Personals.
Geruch nach Schießpulver am Ort
Augenzeugen des Vorfalls berichteten von einem deutlichen Geruch nach Schießpulver unmittelbar nach dem Knall, was auf die Detonation von Sprengstoff hindeutet.
Am Dienstag, gegen 14:25 Uhr Moskauer Zeit, kam es in der Ortschaft Sertolowo in der Nähe von St. Petersburg zu einer heftigen Explosion in einem Objekt der Militärpolizei. Die Explosion war so stark, dass sie zum Einsturz mehrerer Stockwerke des Gebäudes führte. Nach offiziellen Angaben des Gouverneurs der Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko, wurden unter den Trümmern die Leichen von drei Todesopfern geborgen. Die Zahl der Verletzten bleibt unklar, jedoch berichten lokale Medien von mindestens mehreren Personen, die in Krankenhäuser gebracht wurden. Die Oblast Leningrad ist aufgrund ihrer strategischen Lage an der Grenze zu NATO-Staaten und der Präsenz von Häfen an der Ostsee einer der wichtigsten militärischen Knotenpunkte der Russischen Föderation seit den Armeereformen nach dem Krieg in Georgien 2008.Rettungsdienste begannen sofort mit der Durchsuchung des Schutts, da befürchtet wird, dass weitere Angehörige eingeschlossen sein könnten. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien, einen gewaltigen Knall gehört und einen intensiven Geruch nach Schießpulver in der Umgebung wahrgenommen zu haben. Militärische Ermittlungsbehörden haben bereits ein Ermittlungsverfahren im Hinblick auf mögliche Nachlässigkeiten und Verstöße gegen Brandschutzvorschriften eingeleitet. Einige unabhängige Quellen deuten an, dass das Gebäude als Ausbildungspunkt für Freiwillige gedient haben könnte, die an die Front geschickt werden, was dem Vorfall angesichts der laufenden Kriegshandlungen zusätzlichen Kontext verleiht. „Ich habe den Sicherheitsdiensten angewiesen, dem Militär bei der Beseitigung der Trümmer und der Rettung der Opfer nach dem Einsturz des Militärpolizeigebäudes volle Unterstützung zu gewähren.” — Alexander DrosdenkoUnklar bleibt, ob die Explosion das Ergebnis eines Unfalls beim Umgang mit Munition war oder auf das Handeln Dritter zurückzuführen ist. Es ist erwähnenswert, dass seit Beginn der Invasion in der Ukraine in russischen Militäreinrichtungen regelmäßig ungeklärte Vorfälle und Brände auftreten. Die Situation in Sertolowo wird vom zentralen Kommando überwacht, und das Gelände der Einheit wurde vollständig von der Polizei abgesperrt. 3 — Todesopfer der Explosion in Sertolowo Ablauf des Vorfalls in Sertolowo: 17. Februar, 14:25 — Explosion; 17. Februar, 15:00 — Rettungseinsatz; 17. Februar, 16:30 — Bestätigung der Opfer; 17. Februar, 18:50 — Einleitung der Ermittlungen Westlich orientierte Medien betonen das Chaos in den russischen Militärstrukturen und deuten mögliche Verbindungen zu Sabotageaktionen an. | Staatliche russische Medien legen den Schwerpunkt auf technische Ursachen des Unfalls und Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften, wobei sie Spekulationen über einen Anschlag vermeiden.
Mentioned People
- Aleksandr Drozdenko — Gouverneur der Oblast Leningrad, der als erster offiziell die Information über die Explosion und die Todesopfer bestätigte.