Der Beginn des Weges zur Weltmeisterschaft 2027 brachte eine Reihe spannender Entscheidungen auf mehreren Kontinenten. Während die französische Nationalmannschaft das Spiel gegen das ehrgeizige Irland drehen konnte, sicherten sich die deutschen und schweizerischen Teams sicher die vollen Punkte in ihren Gruppen. Parallel dazu tobt in Asien der Kampf um die Vorherrschaft im Asien-Pokal, wo Australien und Südkorea ihren Status als kontinentale Großmächte bestätigten und sich der K.o.-Phase des Turniers näherten.

Frankreich dreht Spiel in Dublin

Zwei Tore von Melvine Malard ermöglichten Frankreich einen 2:1-Sieg gegen Irland, obwohl die Gastgeberinnen zur Halbzeit in Führung lagen.

Erfolgreiches Debüt von Larissa Mühlhaus

Die junge Stürmerin erzielte in ihrem Debüt gegen Slowenien ein Tor und festigte die neue offensive Taktik der deutschen Nationalmannschaft.

Asiatische Großmächte fehlerfrei

Australien und Südkorea sicherten sich den Einzug ins Viertelfinale des Asien-Pokals nach einseitigen Siegen gegen den Iran und die Philippinen.

Der Wettbewerb in der europäischen Qualifikation zur Weltmeisterschaft nimmt Fahrt auf, und das größte Aufsehen erregte das Duell in Dublin. Die von Carla Ward trainierte irische Nationalmannschaft startete vielversprechend gegen das favorisierte Frankreich, unterlag aber schließlich mit 1:2. Zur Heldin der "Tricolores" wurde Melvine Malard, deren zwei schnelle Treffer in der zweiten Halbzeit die Anstrengungen der Gastgeberinnen zunichtemachten. Die Irinnen beendeten das Spiel nicht nur mit einem Gefühl der Unzufriedenheit, sondern auch mit realen Kadersorgen, denn mit Verletzungen verließen die Stützen des Teams das Feld: Katie McCabe sowie Denise O’Sullivan. Ihr Einsatz im bevorstehenden Rückspiel gegen die Niederlande steht unter einem großen Fragezeichen. In der deutschen Gruppe wird der Umbau des Kaders unter neuer Führung fortgesetzt, was im Spiel gegen Slowenien messbare Erfolge brachte. Die Deutschen gewannen überzeugend, und die Medien jenseits der Oder feiern besonders den Auftritt von Larissa Mühlhaus. Die Stürmerin des SV Werder Bremen erzielte in ihrem Länderspieldebüt ein Tor und präsentierte einen Spielstil, der von Experten mit dem von Harry Kane verglichen wird. Auch die erfahrenen Lea Schüller und Linda Dallmann fanden zu ihrer Torgefährlichkeit zurück, was die Stimmung nach einer zuvor schwächeren Phase der deutschen Nationalmannschaft beruhigte. Die Schweiz wiederum, die eine neue Spielphilosophie einführt, besiegte Nordirland mit 2:0 und nutzte diese Phase als Experimentierfeld vor den entscheidenden Spielen der Gruppenphase. Das Qualifikationssystem für die Frauen-Weltmeisterschaft hat sich mit der Professionalisierung der Sportart weiterentwickelt und führt seit 2023 zu einer Erhöhung der Finalteilnehmerinnen auf 32 Mannschaften, was Teams außerhalb des traditionellen Top-10 den Weg zur Endrunde ebnete. Auf dem asiatischen Kontinent konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf den Asien-Pokal, der den direkten Qualifikationsweg zur WM darstellt. Die australische Nationalmannschaft, bekannt als "Matildas", dominierte den Iran und zog sicher in das Viertelfinale ein. Trotz des hohen Sieges wies Trainer Tony Gustavsson auf mangelnde Effizienz in der zweiten Halbzeit hin, was zu einem noch höheren Ergebnis hätte führen können. Eine ähnliche Dominanz zeigten Südkorea mit einem 3:0-Sieg über die Philippinen sowie Japan, das das Turnier mit einem Sieg über Taiwan eröffnete. Solche Ergebnisse zementieren die Hierarchie im asiatischen Fußball, wo traditionelle Großmächte sich selten Fehler in Duellen mit niedriger eingeschätzten Gegnern erlauben. „Cette victoire montre le caractère de notre équipe dans les moments difficiles.” (Dieser Sieg zeigt den Charakter unserer Mannschaft in schwierigen Momenten.) — Melvine Malard

Perspektywy mediów: Irische Medien betonen stark die unglückliche Niederlage und die Verletzungen der Schlüsselspielerinnen und sehen darin die Hauptursache für die Niederlage gegen Frankreich. Die französische und deutsche Presse konzentrieren sich auf die rein sportliche Dominanz ihrer Teams und die Einführung talentierter Jugendlicher in die Kader.

Mentioned People

  • Melvine Malard — Torschützin zweier Tore für die französische Nationalmannschaft im Spiel gegen Irland.
  • Larissa Mühlhaus — Deutsche Stürmerin, Torschützin in ihrem Debüt gegen Slowenien.
  • Carla Ward — Nationaltrainerin der irischen Nationalmannschaft, die ihr Debüt in einem offiziellen Pflichtspiel gab.
  • Katie McCabe — Kapitänin der irischen Nationalmannschaft, die sich im Spiel gegen Frankreich verletzte.
  • Ewa Pajor — Kapitänin der polnischen Nationalmannschaft, Stürmerin des FC Barcelona.