Am vierten Jahrestag der großangelegten Aggression Russlands gegen die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Führungsspitze der Europäischen Union aufgefordert, einen konkreten Termin für den Beitritt Kiews zur Gemeinschaft festzulegen. Während einer Zeremonie mit westlichen Staats- und Regierungschefs betonte der Präsident, dass Russland seine strategischen Ziele nicht erreicht habe. Unterdessen erklärt der Kreml, dass die Ziele der sogenannten

Forderung nach einem Beitrittstermin

Wolodymyr Selenskyj fordert von der Europäischen Union einen klaren Zeitplan für die Aufnahme der Ukraine in die Gemeinschaft.

Scheitern der Kreml-Ziele

Der ukrainische Präsident und westliche Führungspersönlichkeiten sind sich einig, dass Wladimir Putin seine Eroberungspläne nicht verwirklicht hat.

Ausmaß der Kriegsverbrechen

Die ukrainische Staatsanwaltschaft führt Ermittlungen zu mehr als 211.000 Fällen von Verstößen gegen das Völkerrecht durch.

Solidaritätsbesuche

Delegationen aus der EU sowie aus baltischen und nordischen Ländern reisten nach Kiew, um ihre Unterstützung für die Ukraine zu bekräftigen.

Vier Jahre sind seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine vergangen, der sich zum blutigsten Konflikt auf dem europäischen Kontinent seit 1945 entwickelt hat. Als Zeichen der Solidarität reisten führende europäische Politiker nach Kiew, darunter die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sowie Delegationen aus nordischen und baltischen Staaten. Während der Hauptzeremonie formulierte Wolodymyr Selenskyj klare Erwartungen an Brüssel und forderte einen präzisen Integrationsfahrplan. Er betonte, dass das ukrainische Volk durch seinen unbeugsamen Widerstand und den Kampf für demokratische Werte seine Zugehörigkeit zur westlichen Familie bewiesen habe. Laut Analysen des Institute for the Study of War nehmen die russischen Fortschritte im vierten Kriegsjahr zu, was Besorgnis über die Stabilität der Verteidigungslinien bei nachlassender Unterstützung aus den USA hervorruft. „Putin ha fallito, non ha raggiunto i suoi obiettivi.” (Putin ist gescheitert, er hat seine Ziele nicht erreicht.) — Wolodymyr Selenskyj Die Behörden in Moskau halten jedoch einen versöhnlichen Ton ausschließlich gegenüber der eigenen Öffentlichkeit aufrecht und erklären, dass ihre Absichten trotz fehlender Erfolge in Schlüsselsektoren verwirklicht werden. Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die russischen Handlungen als <bdquo;dreifaches Scheitern” – militärisch, wirtschaftlich und strategisch. Gleichzeitig berichten ukrainische Behörden über ein erschreckendes Ausmaß an Brutalität; derzeit werden Ermittlungen zu mehr als 211.000 registrierten Kriegsverbrechen geführt. Die Situation der Zivilbevölkerung in Städten wie Odessa oder Kiew bleibt tragisch, und tägliche Bombardements sind zu einem Teil einer brutalen Routine geworden, die kritische Infrastruktur und das tägliche Leben der Bewohner zerstört. Die am 24. Februar 2022 begonnene Aggression war eine direkte Fortsetzung der russischen Handlungen von 2014, als es zur Annexion der Krim und zum Ausbruch von Kämpfen im Donbas kam. Der ursprüngliche Plan des Kremls, der eine blitzartige Einnahme der ukrainischen Hauptstadt (sog. Blitzkrieg) vorsah, scheiterte an der Entschlossenheit der Verteidiger und der Effizienz der ukrainischen Führung. Nach Ansicht von Diplomaten aus EU-Mitgliedstaaten ist die derzeitige Verhärtung der Position Kiews gegenüber der Beitritts eine Reaktion auf die Unsicherheit, die aus Washington kommt. Die ukrainische Diplomatie strebt nach festen Sicherheitsgarantien und politischen Erklärungen, die das Land vor einer möglichen Änderung der außenpolitischen Ausrichtung wichtiger Verbündeter schützen sollen. Trotz der enormen menschlichen und materiellen Kosten zeigt die ukrainische Gesellschaft – nach den Worten der ehemaligen georgischen Präsidentin – <bdquo;eine außergewöhnliche Überlebensfähigkeit”. 211 000 — registrierte Kriegsverbrechen untersucht die Ukraine

Perspektywy mediów: Betonung der Notwendigkeit einer sofortigen Aufnahme der Ukraine in die EU als moralische Verpflichtung und einziger Weg zu dauerhaftem Frieden in Europa. Hinweis auf die enormen militärischen und wirtschaftlichen Kosten der Fortsetzung des Krieges sowie Skepsis gegenüber schnellen Beitrittsverfahren.

Mentioned People

  • Wołodymyr Zełenski — Präsident der Ukraine, der um Unterstützung und den EU-Beitritt appelliert.
  • Ursula von der Leyen — Präsidentin der Europäischen Kommission, die an den Jahrestagsfeierlichkeiten teilnahm.
  • Emmanuel Macron — Präsident Frankreichs, der den Stand der russischen Invasion nach vier Jahren bewertete.
  • Dmitrij Pieskow — Pressesprecher des Kremls, der die Fortsetzung der Kriegshandlungen deklariert.