Der Schweizer Skifahrer Loïc Meillard gewann die Goldmedaille im Slalom bei den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Der Wettbewerbsfavorit, der Norweger Atle Lie McGrath, der nach dem ersten Lauf führte, beendete den Finallauf nicht und verließ in einem Anfall von Frustration die Piste, um sich in Richtung Wald zu begeben. Silber gewann der Österreicher Fabio Gstrein, Bronze ging an Henrik Kristoffersen. Der polnische Vertreter Michał Jasiczek schied bereits im ersten Lauf aus.

Der Wettkampf im Männerslalom auf der Stelvio-Piste in Bormio lieferte die dramatischsten Bilder der diesjährigen Spiele. Atle Lie McGrath, nach dem ersten Lauf mit einem Vorsprung von 0,59 Sekunden führend, stand vor einer großen Chance auf Gold. Im zweiten Durchgang machte der Norweger jedoch einen Fehler, berührte einen Torstab und schied aus. Die Reaktion des 25-Jährigen war beispiellos: Der Athlet warf seine Stöcke weg, nahm die Skier ab, sprang über den Zaun und begab sich allein in Richtung eines nahegelegenen Waldes, wo er mehrere Minuten in Abgeschiedenheit verbrachte, um seine Emotionen zu kontrollieren. <przypis title=