Italiens Mannschaft schreibt Geschichte bei den Olympischen Winterspielen, indem sie einen neuen nationalen Rekord an gewonnenen Medaillen aufstellt. Nach Erfolgen im Riesenslalom, Biathlon und Skilanglauf haben die Gastgeber bereits 22 Medaillen gesammelt und damit die legendäre Leistung von Lillehammer 1994 übertroffen. Der Schlüssel zum Erfolg war die Haltung der Frauen und das Durchbrechen des „Fahnenträger-Fluchs“ durch die vier Anführer des Nationalteams.

Sonntag, der 15. Februar 2026, schrieb sich in goldenen Lettern in die Geschichte des italienischen Sports ein. Italiens Mannschaft gewann innerhalb von nur einem Tag vier Medaillen, was zu einer Gesamtzahl von 22 Medaillen führte. Damit wurde der Rekord von Lillehammer 1994 gebrochen, wo die Italiener 20 Medaillen errangen. Der Star des Tages war Federica Brignone, die zu ihrem zuvor gewonnenen Gold im Super-G das wertvollste Edelmetall im Riesenslalom hinzufügte. Ebenfalls historischen Erfolg erzielte Lisa Vittozzi, indem sie die erste Goldmedaille für Italien im Biathlon im Verfolgungsrennen gewann. Italienische Medien heben die außergewöhnliche Effektivität der Frauen hervor, die für sechs der acht Goldmedaillen der Mannschaft verantwortlich sind. Ein wichtiges Symbol wurde das endgültige Durchbrechen des sogenannten „Fahnenträger-Fluchs“. Alle vier Personen, die die italienische Flagge während der Eröffnungszeremonie trugen, standen auf dem Podium. Als letzter schaffte dies Federico Pellegrino, der nach einem bravourösen Finish die Bronzemedaille in der Skilanglauf-Staffel 4x7,5 km gewann und dabei auf der letzten Geraden die Vertreter Finnlands überholte. Die Tradition der Fahnenträger bei den Spielen reicht bis 1908 zurück, und im italienischen Sport herrschte jahrelang die Überzeugung, dass diese Ehre Unglück im Kampf um Medaillen bringt. Das berühmteste Beispiel für das Durchbrechen sportlicher Barrieren in den Farben Italiens war Alberto Tomba, der in den 80er und 90er Jahren den alpinen Skisport dominierte. In der Gesamtwertung belegen Italien derzeit den hohen zweiten Platz, nur übertroffen von Norwegen, das 24 Medaillen besitzt. Die Erfolge der Gastgeber lösten eine Welle der Begeisterung im ganzen Land aus, und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete die Ergebnisse der Sportler als „grandios“. Bis zum Ende der Spiele bleiben noch sieben Wettkampftage, was Italien die Chance gibt, seine Position als Macht im Wintersport zu festigen und den Rekord weiter zu verbessern. <zitat autor=