Die Regierung von Donald Trump führt in Genf Atomgespräche mit dem Iran und erhöht gleichzeitig den militärischen und politischen Druck. Medienberichten zufolge hat der Präsident vom Kommando des US Central Command (CENTCOM) eine Übersicht über Angriffsoptionen erhalten, und im Kongress wurde eine Abstimmung über die Einschränkung seiner Kriegsbefugnisse angekündigt. In der Region wächst die Konzentration amerikanischer Streitkräfte, und einige Staaten evakuieren Personal und geben Reisewarnungen heraus.
Atomgespräche in Genf
Die USA und der Iran verhandeln über Einschränkungen des Atomprogramms. Teheran soll vorschlagen, die Anreicherung auf 1,5 % zu senken und vorübergehend auszusetzen, lehnt aber das amerikanische Ultimatum ab.
Militärische Optionen auf dem Tisch
Medien berichten, dass Trump vom Kommandeur des US Central Command eine Übersicht über Angriffsvarianten erhalten hat. Gleichzeitig tauchen Berichte über eine Bevorzugung eines Erstschlags durch Israel auf.
Kongress schränkt Befugnisse ein
Die demokratischen Führer im Repräsentantenhaus haben eine Abstimmung über die War-Powers-Resolution angekündigt. Die Initiative wird gemeinsam von Ro Khanna und Thomas Massie getragen, und eine überparteiliche Unterstützung ist nicht ausgeschlossen.
Verstärkung der Streitkräfte in der Region
Berichte sprechen von einem Ausbau der US-Luftwaffeninfrastruktur, einschließlich der Verlegung von F-22 und eines Netzwerks von Tankflugzeugen. Das Pentagon informiert auch über die Einsatzbereitschaft der Kamikaze-Drohneneinheit Task Force Scorpion.
Warnungen und Eskalationsrisiko
Länder beginnen mit der Evakuierung von Diplomatenfamilien und raten von Reisen ab. Der Libanon fürchtet, durch die Hisbollah in den Konflikt hineingezogen zu werden, und Israel droht mit Angriffen auf zivile Infrastruktur.
Die Regierung von Donald Trump führt in Genf Gespräche mit Teheran über die Eindämmung des Atomprogramms, signalisiert aber parallel die Bereitschaft zur Gewaltanwendung. Medienberichten zufolge hat der Präsident vom Kommandeur des US Central Command, Admiral Brad Cooper, eine Übersicht über militärische Optionen gegenüber dem Iran erhalten, und an der Besprechung nahm General Dan Caine teil, der Trump laut Berichten vor dem Risiko einer langwierigen Verwicklung der USA in einen Krieg gewarnt haben soll. Gleichzeitig taucht in Berichten die These auf, dass ein Teil der Republikaner und Berater es vorziehen würde, wenn Israel zuerst angreift, was die politische Rechtfertigung späterer US-Aktionen erleichtern könnte. Teheran lehnt die amerikanische Forderung nach einer vollständigen Einstellung des Urananreicherungsprogramms und dem Verzicht auf ballistische Raketen ab, signalisiert laut italienischer Presse aber einen möglichen Kompromiss: eine Reduzierung von etwa 60 % auf 1,5 % unter Aufsicht der IAEO, eine vorübergehende Aussetzung für 3–5 Jahre sowie die Verdünnung von etwa 400 kg hochangereichertem Uran. „no chance the U.S. will be in drawn-out war” (keine Chance, dass die USA in einen langwierigen Krieg verwickelt werden) — J.D. Vance80% — Bedenken hinsichtlich des iranischen ProgrammsSeit der Islamischen Revolution von 1979 bleiben die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran feindselig, und der Streit um das Atomprogramm hat sich insbesondere seit Beginn des 21. Jahrhunderts verschärft. 2015 wurde das Atomabkommen JCPOA geschlossen, doch später traten die Vereinigten Staaten aus, was das System gegenseitiger Garantien und Inspektionen schwächte. Die US-Innenpolitik beeinflusst die Debatte über einen möglichen Angriff zunehmend stärker. Die demokratischen Führer im Repräsentantenhaus haben angekündigt, dass sie nach Wiederaufnahme der Kongressarbeit eine Abstimmung über die War-Powers-Resolution herbeiführen werden, die überparteilich von Ro Khanna und Thomas Massie vorbereitet wurde. Eine von Axios zitierte Umfrage zeigt zugleich ein hohes Maß an Angst vor dem iranischen Atomprogramm und ein mangelndes Vertrauen in Trumps Entscheidungen. Fehlendes Vertrauen in Trump bei der Nutzung von Atomwaffen: Demokraten: 92, Unabhängige: 65, Republikaner: 20 Im Nahen Osten findet eine Machtdemonstration statt, die von einigen Medien als die größte seit der Invasion im Irak 2003 beschrieben wird. In Berichten tauchen Details über die Verlegung von Kampfflugzeugen (u.a. F-35 in Jordanien und F-22 in Israel) und eine große Anzahl von Tankflugzeugen auf. Das Pentagon bestätigt auch die Einsatzbereitschaft von Kamikaze-Drohnen der Task Force Scorpion, die auf kostengünstigen LUCAS-Konstruktionen basieren. Im Hintergrund wächst der Streit um die Nutzung von Diego Garcia: Die britische Regierung erklärt ihre Unterstützung für die Diplomatie, doch Medien beschreiben ihren Widerstand gegen die Nutzung der Basis für mögliche Angriffe. Die Spannungen erhöhen auch das Risiko einer regionalen Eskalation, insbesondere im Libanon, wo die Hisbollah eine Reaktion auf einen Angriff auf den Iran ankündigt und Israel Beirut warnt. Einige Staaten, darunter Finnland, Australien und Serbien, aktualisieren ihre Reisewarnungen und reduzieren ihre diplomatische Präsenz in der Region.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Intransparenz der Entscheidungen und Parallelen zum Irak 2003. Konservative Medien betonen Abschreckung und die Notwendigkeit eines harten Drucks auf Teheran.
Mentioned People
- Donald Trump — Der US-Präsident erwägt weitere Maßnahmen gegenüber dem Iran, führt gleichzeitig Atomgespräche und verstärkt die militärische Präsenz in der Region.
- J.D. Vance — Der US-Vizepräsident versichert, dass mögliche Angriffe sich nicht zu einem langwierigen Krieg ausweiten werden.
- Brad Cooper — Admiral, Kommandeur des US Central Command; soll Trump laut Berichten militärische Optionen gegenüber dem Iran vorgestellt haben.
- Dan Caine — Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff der USA; nahm laut Medien an einem Treffen über Optionen gegenüber dem Iran teil.
- Keir Starmer — Der britische Premierminister erklärt seine Unterstützung für den politischen Prozess zwischen den USA und dem Iran und betont eine diplomatische Lösung des Streits.
- Ali Chamenei — Oberster Führer des Iran; wird in Analysen als Element der Abschreckungskalkulation und potenzieller Druckziele genannt.
- Hakeem Jeffries — Der demokratische Führer im Repräsentantenhaus kündigt an, eine Abstimmung über eine Resolution zur Einschränkung der Kriegsbefugnisse des Präsidenten zu erzwingen.
- Thomas Massie — Republikanischer Kongressabgeordneter und Mitautor der War-Powers-Initiative zum Iran.
- Ro Khanna — Demokratischer Kongressabgeordneter und Mitautor der War-Powers-Initiative zum Iran.
- Chuck Schumer — Der demokratische Führer im Senat fordert die Regierung auf, die Ziele und Grundlagen möglicher Maßnahmen gegenüber dem Iran öffentlich darzulegen.