Der Füllstand der deutschen Gasspeicher ist unter 25 Prozent gesunken, was eine Welle der Kritik an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU auslöste. Die oppositionelle Grünen-Partei wirft der Regierung Vernachlässigung und mangelnde strategische Reserven vor. Unterdessen beruhigen sich die Finanzmärkte aufgrund eines Rekordzustroms von Flüssigerdgas (LNG), der die Preise trotz des frostigen Winters und der Sorgen um die Versorgungssicherheit stabilisiert.
Kritischer Vorratspegel
Der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland ist auf 23% gesunken, ein Wert, der fast halb so hoch ist wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Anhörung von Ministerin Reiche
Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche von der CDU, steht vor dem Bundestag Rede und Antwort zu Vorwürfen mangelnder Aufsicht über die Energievorräte des Landes.
Einfluss von LNG auf die Preise
Trotz niedriger Vorräte sinken die Gaspreise dank eines Rekordangebots an LNG, was die Börsen beruhigt und die Kosten für Verbraucher senkt.
Die Situation in den deutschen Gasspeichern ist zum Auslöser eines ernsten politischen Konflikts in Berlin geworden. Nach neuesten Daten ist der Vorratspegel auf 23-24 Prozent gesunken, ein Wert, der deutlich unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt. Michael Kellner von den Grünen warnt vor Versorgungsengpässen und weist darauf hin, dass der Winter noch nicht vorbei ist. Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, sah sich bei einer Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses des Bundestags mit Kritik konfrontiert. Kritiker werfen ihr mangelnde Voraussicht vor und dass sie zugelassen hat, dass das Land mit einem extrem niedrigen Niveau der Energiesicherheit operiert. Trotz der alarmistischen Töne der Politiker stellt sich die Situation auf den Rohstoffmärkten ganz anders dar. Die Gaspreise für Endverbraucher in der Europäischen Union zeigen einen rückläufigen Trend, was auf den globalen Boom bei LNG zurückzuführen ist. Das erhöhte Angebot an Flüssigerdgas, hauptsächlich aus den USA, kompensiert die niedrigen Speicherstände effektiv. Experten bemerken, dass der Markt immer flexibler wird und traditionelle Speicher als einzige Garantie für Sicherheit an Bedeutung verlieren. Dennoch stellen Vorfälle wie mögliche Infrastrukturausfälle in Norwegen weiterhin eine reale Bedrohung für die Systemstabilität dar. Nach der Energiekrise von 2022 haben europäische Länder strenge Normen für die Füllung von Speichern eingeführt, doch das aktuelle Jahr testet diese Mechanismen aufgrund der besonders niedrigen Temperaturen im Februar. In der öffentlichen Debatte gibt es extreme Meinungen zur Strategie der Regierung. Konservative Medien werfen der Opposition vor, eine „Angstkampagne“ zu betreiben und politisches Kapital aus Marktphänomenen schlagen zu wollen. Kommentatoren zufolge ist das Energiesystem Deutschlands heute viel besser auf externe Schocks vorbereitet als in vergangenen Jahrzehnten, und das aktuelle Vorratsniveau, obwohl niedrig, bedeutet keine direkte Gefahr für Haushalte. Befürworter der Grünen betonen hingegen, dass die nationale Sicherheit nicht allein von einem vorübergehenden Überangebot auf den Weltmärkten abhängen darf. „Die Speicher sind zu 23,5 Prozent in der Mitte des Februars leer, und der Winter dauert an. Die Ministerin muss endlich handeln.” — Michael Kellner Füllstand der Gasspeicher in Deutschland: 2026-02-01: 35, 2026-02-07: 29, 2026-02-14: 25, 2026-02-17: 23 23% — Mitte Februar ist ein historisch niedriger Gasvorratspegel Betonen die Vernachlässigung der Regierung im Bereich der Energiesicherheit und fordern strenge Vorschriften für obligatorische strategische Reserven. | Werfen der Opposition vor, Panik zu schüren, und verweisen auf Marktmechanismen und LNG-Lieferungen als ausreichende Absicherung für Preisstabilität.
Mentioned People
- Katherina Reiche — Deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie von der CDU, kritisiert für niedrige Gasvorräte.
- Michael Kellner — Politiker der Grünen, Energieexperte, Hauptkritiker der Gas-Politik der Regierung.