Tausende Reisende bleiben in der Region des Persischen Golfs gefangen, nachdem der bewaffnete Konflikt unter Beteiligung des Iran eskaliert ist. Die Schließung des Luftraums über Dubai und Doha hat zu einer Lähmung des Flugverkehrs und Chaos auf den Flughäfen geführt. Die ersten Maschinen mit evakuierten deutschen und französischen Staatsbürgern sind bereits in Europa gelandet, doch die Situation bleibt äußerst dynamisch. In der Region blüht der Markt für Privatjets, deren Preise derzeit astronomische Höhen erreichen.

Lähmung des Himmels über dem Golf

Die Häfen in Dubai und Doha haben den Flugbetrieb bis Samstag eingestellt, was Tausende Passagiere gefangen hält.

Start der Evakuierungsflüge

Deutschland und Frankreich haben damit begonnen, ihre Staatsbürger aus der Konfliktregion auszufliegen.

Spekulation bei Flügen

Die Preise für Privatflüge aus Dubai sind als Reaktion auf die Verzweiflung der Reisenden drastisch gestiegen.

Die Eskalation der Kriegshandlungen im Nahen Osten hat zu einer beispiellosen Krise im Luftverkehr geführt. Wichtige Drehkreuze wie Dubai und Doha wurden zur Falle für Tausende Touristen, nachdem der Luftraum vollständig gesperrt wurde. Zeugenberichte zeichnen ein dramatisches Bild der Lage; Touristen in Hotels am Meer beschrieben den Anblick Hunderter Raketen, die am Himmel explodierten. Viele Menschen waren gezwungen, in Tiefgaragen und Hotellobbys Schutz während Fliegeralarmen zu suchen. Die Region des Persischen Golfs ist seit Jahrzehnten ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, der Europa mit Asien und Australien verbindet, und jegliche Störungen in dieser Region wirken sich sofort auf das globale Flugnetz aus.Die diplomatische Lage zwang zur Einrichtung von Evakuierungsflügen. Der erste Transport mit deutschen Touristen erreichte München, und eine Maschine mit französischen Einwohnern landete in Paris. Dennoch harren Hunderte Passagiere weiterhin auf den Terminals aus, oft nach einer mehrtägigen Odyssee, wie im Fall einer Gruppe von 285 Personen, für die ein routinemäßiger Zwischenstopp in Dubai zu einem mehrtägigen Warten auf jegliche Information über die Rückkehr wurde. Die Probleme machen auch vor Touristen in anderen Teilen der Welt nicht halt – Familien, die aus Thailand zurückkehren, müssen bis zu 11.000 Euro für alternative Rückflugtickets zahlen, „Es war ein Wunder, dass wir rausgekommen sind. Wir wussten nicht, ob wir jemals wieder rauskommen.” — Anonymer TouristIm Schatten der offiziellen staatlichen Maßnahmen entwickelte sich ein spekulativer Markt für Privatcharter. Betreiber von Privatjets verzeichnen Rekordnachfrage und diktieren Preise, die über die üblichen Marktsätze hinausgehen. An europäischen Börsen wurde zunächst ein heftiger Ausverkauf von Aktien der Fluggesellschaften verzeichnet, obwohl sich die Stimmung der Anleger mit der Zeit leicht stabilisierte. Die Lage am Flughafen Berlin-Brandenburg bleibt angespannt, da nahezu alle Flüge in Richtung Naher Osten bis auf Weiteres gestrichen wurden.