Microsoft-CEO Satya Nadella hat bestätigt, dass die Daten europäischer Kunden des Unternehmens ausschließlich in Rechenzentren auf dem Gebiet der Europäischen Union verarbeitet werden. Die Erklärung des Chefs des Technologieriesen fügt sich in die anhaltende Debatte über Europas digitale Souveränität und wachsende Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit ein. Die Ankündigung betrifft alle Microsoft-Dienste, einschließlich künstlicher Intelligenz und insbesondere der Cloud-Computing-Plattform Azure. Der Schritt des Unternehmens soll die Einhaltung der EU-Vorschriften gewährleisten, vor allem der Datenschutz-Grundverordnung.
Lokalisierung der Daten in der EU
Satya Nadella hat erklärt, dass die Daten europäischer Nutzer von Microsoft-Diensten ausschließlich in Rechenzentren verarbeitet und gespeichert werden, die auf dem Gebiet der Europäischen Union angesiedelt sind. Dies betrifft sowohl Unternehmens- als auch Privatkunden.
Frage der digitalen Souveränität
Die Erklärung des Microsoft-CEOs ist eine Antwort auf die politische Debatte über die digitale Souveränität des alten Kontinents. Die Europäische Union strebt nach größerer Kontrolle über den Fluss und die Speicherung der Daten ihrer Bürger, insbesondere außerhalb ihrer Grenzen.
Sicherheit und Einhaltung der DSGVO
Die Entscheidung zur lokalen Datenverarbeitung soll die Einhaltung des EU-Rechts gewährleisten, insbesondere der restriktiven Datenschutz-Grundverordnung. Sie soll auch die Bedenken der Kunden hinsichtlich der Sicherheit von Informationen im Kontext globaler Datenströme ausräumen.
Auswirkungen auf KI-Dienste
Die Ankündigung umfasst auch die Daten, die von den von Microsoft angebotenen KI-Diensten wie dem Azure OpenAI Service genutzt werden. Die Lokalisierung der KI-Infrastruktur in Europa soll Transparenz und Kontrolle über den Trainingsprozess der Modelle garantieren.
Microsoft-CEO Satya Nadella hat zugesichert, dass die Daten europäischer Kunden des Unternehmens ausschließlich in Rechenzentren auf dem Gebiet der Europäischen Union verarbeitet und gespeichert werden. Diese Aussage, die in mehreren Interviews mit deutschen Medien wiederholt wurde, ist eine direkte Antwort auf die in Europa wachsenden Erwartungen hinsichtlich digitaler Souveränität und Kontrolle über sensible Informationen. Nadella betonte, dass das Unternehmen die Werte und Vorschriften der EU respektiert, einschließlich der DSGVO. Die Debatte über Europas digitale Souveränität hat sich in den letzten Jahren verschärft, insbesondere nach den Enthüllungen von Edward Snowden über das Ausmaß des US-Überwachungsprogramms PRISM und im Zusammenhang mit der Entwicklung von auf großen Datensätzen basierender künstlicher Intelligenz. Die Europäische Union strebt konsequent nach größerer technologischer Autonomie, was sich in Initiativen wie GAIA-X, der europäischen Datencloud, zeigt. Die Zusagen von Microsoft betreffen alle seine Dienste, einschließlich der Cloud-Plattform Azure und KI-Tools. Das Unternehmen will so Vertrauen sowohl bei öffentlichen Institutionen als auch bei Unternehmenskunden aufbauen, die häufig besonders schützenswerte Daten verarbeiten. Im Kontext der KI-Entwicklung soll die Lokalisierung der Infrastruktur in Europa auch Transparenz über die Herkunft der Daten gewährleisten, die zum Trainieren der Modelle verwendet werden. Dieser Schritt fügt sich in die breitere Strategie der Technologieriesen ein, die ihre Richtlinien an die zunehmend strengeren Vorschriften auf wichtigen Märkten anpassen.
Mentioned People
- Satya Nadella — Vorstandsvorsitzender und CEO der Microsoft Corporation.