Die Europäische Zentralbank prognostiziert, dass die Inflation der Lebensmittelpreise in diesem Jahr auf einem Niveau knapp über 2 Prozent stabilisiert wird. Christine Lagarde betont den Erfolg im Kampf gegen den Preisanstieg, warnt jedoch vor dem Einfluss der öffentlichen Wahrnehmung auf die Wirtschaft. Gleichzeitig bereiten sich OPEC+-Delegierte auf eine vorsichtige Erhöhung der täglichen Ölförderung um 137.000 Barrel im April vor und nutzen geopolitische Unruhen als Hintergrund für ihre Entscheidungen.
EZB zur Lebensmittelinflation
Christine Lagarde prognostiziert eine Stabilisierung des Lebensmittelpreisanstiegs nahe dem 2-Prozent-Niveau noch im Jahr 2026.
OPEC+ signalisiert Fördererhöhung
Delegierte schlagen eine Erhöhung der Förderung um 137.000 Barrel täglich im April bei günstigen Marktbedingungen vor.
Brasilien rückt näher an Europa
Das Unterhaus des brasilianischen Parlaments hat das Schlüsselhandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur-Block ratifiziert.
Historische Reform in Mexiko
Der mexikanische Kongress hat ein Gesetz verabschiedet, das die Arbeitswoche auf 40 Stunden verkürzt, was einen Durchbruch in den Arbeitnehmerrechten der Region darstellt.
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, wies auf einen systematischen Rückgang der Dynamik der Lebensmittelpreise hin, der noch vor Ende dieses Jahres ein Niveau nahe dem Inflationsziel erreichen soll. Trotz optimistischer Prognosen betonte die EZB-Chefin, dass die Institution genau beobachten müsse, wie die Bürger die Inflation wahrnehmen, da ihre Empfindungen von den offiziellen statistischen Indikatoren abweichen könnten. Diese Diskrepanz könne sich real auf Konsumentscheidungen und Lohndruck auswirken, was die Entscheidungsträger dazu zwingt, bei den Zinssätzen Vorsicht walten zu lassen. Auf dem Energierohstoffmarkt neigen die im OPEC+ zusammengeschlossenen Staaten zu einer schrittweisen Erhöhung des Ölangebots. Quellen nahe der Organisation schlagen eine Produktionssteigerung um 137.000 Barrel pro Tag im April vor. Diese Entscheidung fällt in einer Atmosphäre geopolitischer Spannungen, einschließlich der Erwartung von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, was es dem Kartell ermöglicht, Änderungen vorzunehmen, ohne heftige Preisschocks auszulösen. Gleichzeitig haben Analysten von JP Morgan ihre langfristigen Goldpreisprognosen angehoben und eine Obergrenze von 4500 Dollar je Unze genannt. Seit der Ölkrise in den 1970er Jahren sind strategische Entscheidungen des Ölproduzentenkartells ein Schlüsselfaktor für die globale Inflation und die Wachstumsdynamik der Industrieländer.In Nord- und Südamerika finden bedeutende systemische Veränderungen statt. Das brasilianische Unterhaus hat das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur gebilligt, was nach jahrzehntelangen Verhandlungen den Weg für eine engere transatlantische Zusammenarbeit ebnet. Mexiko wiederum bereitet sich auf eine historische Arbeitsmarktreform vor und verkürzt die Arbeitswoche auf 40 Stunden. Gleichzeitig absolviert der Kanadier Mark Carney eine entscheidende diplomatische Mission in Indien, was eine Hinwendung Ottawas zu den dynamisch wachsenden Märkten der indo-pazifischen Region signalisiert. Trotz dieser positiven Handelssignale warnt der Internationale Währungsfonds vor systemischen Risiken in den USA. Obwohl die US-Wirtschaft eine hohe Dynamik zeigt, stellen die wachsende Staatsverschuldung und potenzielle neue Zölle eine Gefahr für die Stabilität des globalen Finanzsystems in den kommenden Jahren dar.„Crescita prezzi alimentari continuera' a calare, un po' sopra 2% entro anno.” (Der Preisanstieg bei Lebensmitteln wird weiter sinken, etwas über 2 % bis Jahresende.) — Christine Lagarde
Mentioned People
- Christine Lagarde — Präsidentin der Europäischen Zentralbank
- Mark Carney — Ehemaliger Chef der Bank of England und der Bank of Canada, derzeit Gesandter der kanadischen Regierung in Asien
- Claudia Sheinbaum — Präsidentin von Mexiko, die die Wahl- und Arbeitsreform präsentiert