Die Lage an der pakistanisch-afghanischen Grenze hat sich drastisch verschlechtert und zur Erklärung eines offenen bewaffneten Konflikts geführt. Nach einer Reihe gegenseitiger Raketen- und Bombenangriffe verkündete Islamabad, die Geduld mit der Taliban-Regierung sei am Ende. Die pakistanische Luftwaffe bombardierte Ziele in Kabul und Kandahar, was eine beispiellose Eskalation der seit 2021 anhaltenden Spannungen darstellt. Die internationale Gemeinschaft, angeführt von China und dem Iran, appelliert mit wachsender Besorgnis umgehend um einen Waffenstillstand und die Aufnahme von Vermittlungsgesprächen, um eine regionale Katastrophe zu verhindern.
Erklärung des offenen Krieges
Pakistan erklärte den Taliban-Behörden offiziell den Krieg nach einer Reihe von Grenzverletzungen und Terroranschlägen.
Bombardierungen von Kabul und Kandahar
Die pakistanische Luftwaffe griff zentrale afghanische Städte an, was die drastischste militärische Maßnahme seit Jahren darstellt.
China und Iran als Vermittler
Die benachbarten Großmächte versuchen, den Konflikt einzudämmen, aus Sorge vor einer Destabilisierung der Region und einer Flüchtlingswelle.
Antwort der afghanischen Taliban
Kabul kündigte als Reaktion auf die Luftangriffe massive Vergeltungsoperationen auf pakistanischem Territorium an.
Die Beziehungen zwischen Islamabad und Kabul haben einen kritischen Punkt erreicht, was zur offiziellen Erklärung eines Zustands des "offenen Krieges" durch das pakistanische Verteidigungsministerium führte. Der direkte Auslöser der aktuellen Eskalation waren massive Angriffe der afghanischen Armee auf pakistanisches Territorium am 26. Februar. Als Vergeltung führte die pakistanische Luftwaffe Luftangriffe auf strategische Punkte in Afghanistan durch, darunter die Hauptstadt Kabul und die Taliban-Hochburg Kandahar. Die pakistanischen Behörden ließen über einen Regierungssprecher mitteilen, dass ihre Geduld mit der Unterstützung terroristischer Gruppen durch Kabul endgültig erschöpft sei. Die Spannungen zwischen den Staaten nehmen seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021 zu. Ein ständiger Streitpunkt bleibt die Durand-Linie, die von der internationalen Gemeinschaft anerkannte, aber von Afghanistan angefochtene Grenze, die noch aus der Zeit des britischen Kolonialismus stammt.Die Militäroperation Pakistans hat zwar einen Vergeltungscharakter, doch ihr Ausmaß deutet auf eine längerfristige Kampagne hin, die die Taliban zu einer Änderung ihrer Sicherheitspolitik zwingen soll. Der pakistanische Verteidigungsminister stellte kategorisch klar, dass von nun an keine diplomatischen Halbherzigkeiten mehr in Frage kämen. In Kabul waren gewaltige Explosionen zu hören, und das afghanische Verteidigungsministerium kündigte "massive Vergeltungsangriffe" an, was die Gewaltspirale vertieft. Die Situation ist auch deshalb kompliziert, weil Pakistan jahrelang der heimlichen Unterstützung der Taliban beschuldigt wurde, nach deren Rückkehr an die Macht jedoch selbst zum Hauptziel der Angriffe der Gruppe Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) wurde, die von sicheren Rückzugsorten in Afghanistan aus operiert. „C'est désormais la guerre ouverte entre nous et vous.” — Verteidigungsminister Pakistans2 — Die beiden größten Städte Afghanistans (Kabul und Kandahar) wurden von Pakistan bombardiertDiplomatische Bewegung in der Region ist besonders in der Haltung Pekings und Teherans sichtbar. China, ein wichtiger Investitionspartner Pakistans, äußerte "tiefe Besorgnis" und bot sich als Vermittler an, da es um die Stabilität seiner Infrastrukturprojekte fürchtet. Der Iran, der an beide Konfliktparteien grenzt, rief zum Dialog auf und verwies auf die Gefahr einer Migrations- und humanitären Krise. Die aktuelle Eskalation droht, die gesamte Region Südasien zu destabilisieren, da beide Seiten über erhebliche militärische Arsenale verfügen und Pakistan zudem eine Atommacht ist. Experten weisen darauf hin, dass der Konflikt ohne schnelles Eingreifen Dritter zu einem dauerhaften Grenzkrieg mit unvorhersehbaren Folgen für die globale Sicherheit werden könnte.
Perspektywy mediów: Liberale Medien legen größeren Wert auf die humanitäre Krise und das Scheitern der bisherigen Pakistan-Politik gegenüber den Taliban. Konservative Medien betonen das Recht Pakistans, seine Souveränität gegen grenzüberschreitenden Terrorismus zu verteidigen.