Die neuesten in der 'Cochrane Database of Systematic Reviews' veröffentlichten Studien enttäuschen die bisherigen Hoffnungen, die in Acetylsalicylsäure als präventives Mittel gegen Tumore des Verdauungstrakts gesetzt wurden. Ein Team unter der Leitung von Zhaolun Cai von der Sichuan-Universität analysierte Daten von 125.000 Patienten und wies nach, dass es keine statistische Korrelation zwischen der regelmäßigen Einnahme des Medikaments und einer Verringerung des Darmkrebsrisikos bei Personen mit durchschnittlichem Risiko gibt.

Kein onkologischer Schutz

Studien mit 125.000 Personen zeigten, dass tägliches Aspirin bei gesunden Erwachsenen nicht vor Darmkrebs schützt.

Hohes Blutungsrisiko

Die potenziellen Vorteile überwiegen nicht die gefährlichen Nebenwirkungen wie innere Blutungen und Magengeschwüre.

Korrektur medizinischer Leitlinien

Die Ergebnisse der Metaanalyse stellen bisherige Theorien über die präventive Rolle nichtsteroidaler Antirheumatika in Frage.

Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vom Februar 2026 setzen einer jahrelangen Debatte über die Rolle von Aspirin bei der Prävention von Tumoren des Verdauungstrakts ein Ende. Ein internationales Forscherteam führte eine umfangreiche Metaanalyse von zehn klinischen Studien durch, die eine Gruppe von 125.000 Teilnehmern umfasste. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure, umgangssprachlich Aspirin genannt, verringert nicht die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, bei Personen, die kein erhöhtes genetisches Risiko haben. Die Analyse umfasste sowohl niedrige Dosierungen des Medikaments (von 75 bis 100 mg) als auch Standarddosierungen. Die Wissenschaftler beobachteten keine messbaren gesundheitlichen Vorteile im onkologischen Kontext, was im Widerspruch zu früheren, weniger umfassenden Beobachtungen steht, die eine schützende Wirkung des Präparats nahelegten. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Veröffentlichung eine wesentliche Korrektur der medizinischen Leitlinien darstellt, die in den vergangenen Jahren oft uneindeutig waren und in einigen Regionen der Welt sogar die routinemäßige Anwendung von NSAR als Form der Chemoprävention nahelegten.Die Forschung zu Darmkrebs intensivierte sich an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert, als man feststellte, dass chronische Entzündungen der Schleimhaut ein Katalysator für Krebsveränderungen sein können. Darmkrebs ist derzeit eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen in hoch entwickelten Ländern. Die Forscher legen besonderes Augenmerk auf die Nutzen-Risiko-Bilanz einer chronischen Pharmakotherapie. Während sich die Vorteile in der Krebsprävention als illusorisch erwiesen haben, bleibt das Risiko von Nebenwirkungen real und hoch. Die regelmäßige Anwendung von Acetylsalicylsäure ist mit der Gefahr von Blutungen im Verdauungstrakt und Schäden an der Magenschleimhaut verbunden. „Although the idea that aspirin may prevent colorectal cancer long-term is fascinating, our analysis shows that in people with average risk, these benefits do not occur.” (Obwohl die Vorstellung, dass Aspirin langfristig Darmkrebs vorbeugen könnte, faszinierend ist, zeigt unsere Analyse, dass bei Menschen mit durchschnittlichem Risiko diese Vorteile nicht eintreten.) — Hauptautor der Studie und Wissenschaftler an der Sichuan-Universität, spezialisiert auf medizinische Analysen. Experten betonen, dass die einzige wirksame und empfohlene Form der Prävention regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bleiben, einschließlich Koloskopie, sowie eine ballaststoffreiche Ernährung. Es ist jedoch zu beachten, dass die aktuellen Schlussfolgerungen nicht für spezifische Patientengruppen gelten, wie Personen mit Lynch-Syndrom oder erblichem Darmkrebs, bei denen die Wirkmechanismen der Medikamente anders sein können. Für die Allgemeinbevölkerung stellt diese Metaanalyse jedoch eine deutliche Warnung vor der eigenmächtigen Anwendung von Schmerzmitteln zu präventiven Zwecken ohne klare kardiologische Indikation dar.125 tys. — Teilnehmer umfasste die Analyse der Wirksamkeit von Aspirin

Mentioned People

  • Zhaolun Cai — Hauptautor der Studie und Wissenschaftler an der Sichuan-Universität, spezialisiert auf medizinische Analysen.