Der Wettbewerb um die Vermögenswerte von Warner Bros Discovery tritt in eine entscheidende Phase. Netflix, das ein Angebot von 83 Milliarden Dollar unterbreitet hat, hat überraschend die Frist für das konkurrierende Paramount Skydance verlängert. Im Hintergrund der historischen Transaktion laufen Gespräche mit dem US-Justizministerium sowie Proteste der Filmindustrie, angeführt von James Cameron. Das Ergebnis dieses Kampfes wird die Landschaft des globalen Medien- und Streamingmarktes für immer verändern.

Milliardenschweres Angebot auf dem Tisch

Netflix hat ein Angebot im Wert von 83 Milliarden Dollar vorgelegt, was es zu einem der größten in der Medienbranche macht. WBD erwägt jedoch ein Gegenangebot von Paramount.

Widerstand von James Cameron

Regisseur James Cameron schickte einen Brief an den US-Senat und warnte vor den katastrophalen Folgen einer Netflix-Dominanz für traditionelle Kinos und den Arbeitsmarkt.

Versprechen für Kinogänger

Ted Sarandos verspricht, das 45-tägige Kinofenster beizubehalten, um die Bedenken des Justizministeriums und von Kinoketten wie Cinemark zu beruhigen.

Der Kampf um die Kontrolle über Warner Bros Discovery (WBD) ist zum spektakulärsten Konsolidierungsprozess in der Geschichte der modernen Medien geworden. Obwohl Netflix nach einem Angebot von 83 Milliarden Dollar als sicherer Sieger schien, hat die WBD-Führung überraschend den Weg für ein Gegenangebot der von David Ellison geführten Paramount Skydance-Gruppe geöffnet. Netflix, vertreten durch Co-Chef Ted Sarandos, machte eine strategische Geste und gewährte der Konkurrenz sieben Tage, um ihre endgültigen Bedingungen vorzulegen. Experten interpretieren diesen Schritt als Zeichen des Selbstbewusstseins des Streaming-Marktführers, der über ausreichende Geldreserven verfügt, um bei Bedarf jedes Angebot eines Rivalen zu überbieten. Die Lage an der Börse bleibt jedoch angespannt, und der Aktienkurs von Netflix verzeichnete Verluste angesichts der Unsicherheit über den endgültigen Kaufpreis. Warner Bros. wurde 1923 gegründet und bildete jahrzehntelang das Fundament des Studiosystems in Hollywood. Die aktuelle Fusion mit Netflix würde das symbolische Ende der Ära der Dominanz traditioneller Studios über neue digitale Vertriebstechnologien bedeuten.Gegen die Fusion mit Netflix hat sich der legendäre Regisseur James Cameron heftig ausgesprochen. In einem Brief an den US-Senat warnte er, dass die Übernahme eines so mächtigen Studios durch einen Streaming-Giganten für die traditionellen Kinos „katastrophal” wäre. Cameron argumentiert, dass das Geschäftsmodell von Netflix zu einem massiven Arbeitsplatzverlust und einer Schwächung des Exports amerikanischer Filmkultur führen würde. Als Antwort auf diese Vorwürfe versichert Ted Sarandos, dass er plant, das 45-tägige Kinofenster für große Premieren beizubehalten, um die Ausstellungsbranche zu unterstützen. Unterdessen hat das US-Justizministerium bereits Konsultationen mit Kinobetreibern aufgenommen, um zu prüfen, ob die Transaktion gegen die Regeln des fairen Wettbewerbs verstößt. 83 Mrd. USD — beträgt das Rekordangebot von Netflix für das Studio Warner Bros Innerhalb von Warner Bros Discovery selbst hat sich die Stimmung der Mitarbeiter verändert. Während man anfangs die Dominanz von Netflix fürchtete, bevorzugen nun viele Mitarbeiter das Angebot des Streaming-Dienstes gegenüber dem von Paramount, da sie befürchten, dass letzteres riskante Kredite durch den Käufer erfordern würde. Entscheidend für das Schicksal der Transaktion wird die Hauptversammlung der Aktionäre sein, auf der die Investoren entscheiden, welche Zukunftsvision für das Unternehmen rentabler ist. Wenn Paramount bis Montag kein überwältigendes Angebot vorlegt, wird Netflix den Kauf wahrscheinlich abschließen und damit Eigentümer eines Katalogs werden, der Marken wie HBO, CNN oder das DC Comics-Universum umfasst. Netflix den Kauf eines Studios zu erlauben, würde den Kinos einen katastrophalen Schlag versetzen und einen notwendigen Gang im Getriebe von Hollywood schwächen. Liberale Medien betonen die Vorteile für Abonnenten und das moderne digitale Vertriebsmodell, das Netflix vorschlägt. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Bedrohung traditioneller kultureller Werte und potenzieller Monopolmissbräuche.2026-02-18: 82.50, 2026-02-19: 78.00, 2026-02-20: 77.20

Mentioned People

  • James Cameron — Filmregisseur, Autor von Erfolgen wie Avatar, Gegner der Übernahme durch Netflix.
  • Ted Sarandos — Co-Chef von Netflix, treibt den Plan für eine Fusion mit Warner Bros Discovery voran.
  • Mike Lee — US-Senator aus Utah, Adressat von Camerons Brief zum Schutz des Wettbewerbs.