Die Europäische Union entscheidet sich für einen harten Kurs gegenüber der Administration von Donald Trump und kündigt das Einfrieren der Ratifizierung von Handelsabkommen an. Direkter Auslöser ist das Entscheidungschaos in Washington sowie Versuche des US-Präsidenten, neue Zolltarife gegen den Widerstand des Obersten Gerichtshofs durchzusetzen. Europäische Führungspersönlichkeiten, darunter Christine Lagarde, fordern klare Spielregeln, während der französische Präsident Emmanuel Macron zugunsten von von den USA sanktionierten EU-Beamten interveniert.
Einfrieren des Handelsabkommens
Das Europäische Parlament hält die Ratifizierung des Abkommens mit den USA aufgrund mangelnder rechtlicher Stabilität der Zolltarife an.
Sanktionen gegen EU-Beamte
Emmanuel Macron interveniert beim US-Präsidenten bezüglich der Aufhebung von Restriktionen gegen Thierry Breton.
Druck auf Netflix
Donald Trump fordert die Entfernung von Susan Rice aus dem Vorstand der Streaming-Plattform unter Androhung von Konsequenzen.
Rückgang der Unterstützung für Trump
Umfragen zeigen, dass 60 % der US-Bürger die Zoll- und Wirtschaftspolitik der derzeitigen Administration ablehnen.
Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament haben eine beispiellose Entscheidung getroffen, die Arbeiten zur Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA auszusetzen. Bernd Lange, der Vorsitzende des Handelsausschusses des Europaparlaments, kündigte an, die Gesetzgebung auszusetzen, bis vollständige rechtliche Klarheit auf amerikanischer Seite besteht. Brüssel reagiert damit auf die jüngsten Handlungen von Donald Trump, der die Einführung globaler Zölle in Höhe von 10-15 % angekündigt hat, wobei er frühere bilaterale Vereinbarungen ignoriert und die Grundlagen der wirtschaftlichen Stabilität untergräbt. Der Konflikt wird dadurch verschärft, dass der Oberste Gerichtshof der USA frühere Befugnisse des Präsidenten zur Verhängung von Zöllen in Friedenszeiten für rechtswidrig erklärt hat, was Trump veranlasste, einen alternativen legislativen Weg auf der Grundlage des Trade Act von 1974 zu nutzen. Im Schatten des Handelsstreits tobt eine diplomatische Schlacht um die Aufhebung von Sanktionen, die Washington gegen europäische Bürger verhängt hat. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat einen persönlichen Brief an Trump gerichtet und die Aufhebung der Restriktionen gegen den ehemaligen Kommissar Thierry Breton und den Richter Nicolas Guillou gefordert. Macron bezeichnete diese Maßnahmen als „ungerecht”. Gleichzeitig setzt Donald Trump seine Offensive gegen den Technologiesektor fort und droht der Plattform Netflix mit Konsequenzen, wenn Susan Rice nicht aus ihrem Vorstand ausscheidet. Dieser Angriff fällt zeitlich mit dem Kampf um die Übernahme von Warner Bros. Discovery-Aktiva zusammen, was die Unternehmensfusion zu einem Element des politischen Kampfes macht. Nach dem Zweiten Weltkrieg basierten die Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA auf dem GATT-System und später der WTO, die darauf abzielten, Zollschranken abzubauen. Die derzeitige Rückkehr zum Protektionismus ist die größte Herausforderung für diese Ordnung seit Jahrzehnten. Trumps innenpolitische Lage erschwert die internationalen Verhandlungen. Die neuesten Umfragen zeigen, dass 60 % der Amerikaner seine Handlungen negativ bewerten und befürchten, dass die Zölle direkt die Geldbeutel der Verbraucher treffen werden. Dennoch zieht sich der Präsident nicht aus seiner konfrontativen Rhetorik zurück, was Führungspersönlichkeiten von Ländern wie Brasilien zu Appellen für eine gleiche Behandlung aller Handelspartner veranlasst. Europäische Landwirtschafts- und Außenminister planen eine Reihe von Treffen, um gemeinsame Gegenmaßnahmen für einen möglichen Zollkrieg vorzubereiten, der die globalen Märkte und Lieferketten destabilisieren könnte. „Netflix should fire racist, Trump Deranged Susan Rice, IMMEDIATELY, or pay the consequences. She's got no talent or skills - Purely a political hack!” (Netflix sollte die rassistische, Trump-wahnsinnige Susan Rice SOFORT feuern oder die Konsequenzen tragen. Sie hat kein Talent oder Fähigkeiten - Rein politischer Hack!) — Donald Trump 60% — Amerikaner bewerten die Politik des Präsidenten negativ Ein weiterer Spannungsfaktor ist die geplante Anwesenheit Trumps bei den Olympischen Spielen in Mailand, die die Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in eine schwierige diplomatische Lage bringt. Italien, ein enger Verbündeter der USA, muss zwischen Solidarität mit der Europäischen Union und der Aufrechterhaltung korrekter Beziehungen zum unberechenbaren Führer aus Washington balancieren. Im Hintergrund dieser Ereignisse bleibt die Filmindustrie in Hollywood in der Frage der Fusion der Giganten gespalten, was der Schauspieler Mark Ruffalo als einen Kampf um Monopole zusammenfasste, bei dem künstlerische Argumente mit harter Politik und den finanziellen Interessen der reichsten Akteure des Medienmarktes vermischt werden.
Mentioned People
- Bernd Lange — Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments
- Thierry Breton — Ehemaliger EU-Kommissar, der unter US-Sanktionen steht
- Mark Ruffalo — Schauspieler, der James Cameron und die Monopolisierung des Medienmarktes kritisiert