Europa bereitet sich auf die Ankunft von Saharastaub vor, der in den kommenden Tagen den Himmel über Polen, Deutschland und der Schweiz bedecken wird. Das Phänomen bringt eine Trübung der Atmosphäre und potenzielle Beeinträchtigungen für Allergiker mit sich. Gleichzeitig hat das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft Warnungen vor dichtem Nebel und durch Tauwetter verursachten Flusshochwassern herausgegeben, insbesondere im Norden des Landes, wo bereits Alarmpegel überschritten wurden.
Ankunft des Saharastaubs
Die Sandwolke aus Afrika erreicht Polen am Wochenende, was zu einer Verfärbung des Himmels und Ablagerungen auf Außenflächen führt.
Hydrologische Warnungen des IMGW
Überschrittene Alarmpegel an fünf Stationen in Nordpolen; Gefahr von Überschwemmungen durch Tauwetter.
Nebelwarnungen
Dichter Nebel schränkt die Sichtweite auf 100 Meter in vielen Regionen des Landes ein und erschwert den Straßenverkehr.
Frühlingshafte Temperaturen
Die Thermometer zeigen sogar 15-18 Grad Celsius an, was ein dauerhaftes Tauwetter und den Beginn des Frühlingswetters ankündigt.
Über Europa zieht eine mächtige Staubwolke aus der Sahara heran, getragen von einem Tiefdruckgebiet von der Iberischen Halbinsel. Dieses von Meteorologen als Staubregen oder „Blutwolke“ bezeichnete Phänomen wird am kommenden Wochenende Polen, Deutschland und die Schweiz erreichen. Obwohl Saharastaub ein natürliches Phänomen ist, verursacht seine Anwesenheit in der Atmosphäre eine deutliche Trübung des Himmels, die ihn gelblich-orange färbt, sowie die Ablagerung feinen Staubs auf Autokarosserien und Fenstern. Experten warnen, dass die hohe Partikelkonzentration für Menschen mit Allergien und Atemwegserkrankungen lästig sein kann, obwohl sie für die Mehrheit der Bevölkerung keine direkte Gefahr darstellt. In Polen ist die Wetterlage zweigleisig. Einerseits werden sonnige und ungewöhnlich warme Tage mit zweistelligen Temperaturen prognostiziert, was den Beginn des meteorologischen Frühlings ankündigt. Andererseits haben nächtliche Temperaturabfälle unter null Grad und plötzliche Schneeschmelzen zur Ausgabe zahlreicher Warnungen durch das IMGW geführt. Die ernsteste hydrologische Situation herrscht im Norden des Landes, wo an Flüssen wie der Łyna und dem Guber Alarmpegel überschritten wurden. Das Institut verweist auf fünf hydrologische Stationen, an denen der Wasserstand einen gefährlichen Pegel erreicht hat, was das Risiko lokaler Überschwemmungen birgt. Das Phänomen des Transports von Saharastaub über Mitteleuropa tritt regelmäßig auf, meist im Frühjahr und Sommer, wenn starke Luftströmungen in höheren Schichten der Troposphäre Millionen Tonnen Sand aus Afrika über Tausende von Kilometern transportieren. Parallel dazu sind am Donnerstagabend und in der Nacht von Freitag auf Samstag dichte Nebel zu erwarten, die die Sichtweite auf nur hundert Meter einschränken. Warnungen der ersten Stufe betreffen große Teile des Landes, darunter die Woiwodschaften Masowien, Łódź und Ermland-Masuren. Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein, insbesondere in von Tauwetter betroffenen Regionen, wo es auf den Straßen zu Glatteisbildung kommen kann. Obwohl die aktuelle Wärmeperiode von Dauer zu sein scheint, deuten langfristige Prognosen auf einen möglichen Rückkehr von Nachtfrösten rund um die Osterfeiertage hin, was zur typischen Wettervariabilität des polnischen Klimas im März passt. „Ce phénomène de poussière, typique des flux de sud, affectera sensiblement la clarté du ciel dans les prochaines heures.” (Dieses für Südwinde typische Staubphänomen wird die Himmelsklarheit in den kommenden Stunden spürbar beeinträchtigen.) — Météo France