Die Gruppierung Polen 2050 durchlebt die schwerste Krise seit ihrer Gründung. 15 Abgeordnete und 3 Senatoren haben die Formation verlassen, was fast der Hälfte ihres parlamentarischen Bestands entspricht. Die Abtrünnigen haben einen neuen Parlamentsklub namens Zentrum gegründet und gleichzeitig weitere Unterstützung für die Regierung von Donald Tusk zugesagt. Als Hauptgründe für den Zerfall werden Führungsfehler von Szymon Hołownia und die Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen genannt.
Massenabgänge aus dem Klub
Insgesamt 18 Parlamentarier haben Polen 2050 verlassen und einen neuen Klub Zentrum gegründet, was die bisherige Struktur Szymon Hołownias lähmt.
Erklärung zur Unterstützung der Regierung
Trotz der Spaltung erklären beide Fraktionen weitere Unterstützung für die Regierung Donald Tusks, was die Stimmung in der Koalition vom 15. Oktober beruhigt.
Imagegründe
Experten weisen auf die Präsidentschaftswahlniederlage des Führers und das Fehlen eines klaren ideologischen Profils als Hauptfaktoren für den Zerfall der Gruppierung hin.
Das politische Projekt Szymon Hołownia steht vor einer existenziellen Krise, nachdem es am 18. Februar 2026 zu einer offiziellen Spaltung in den Reihen der Partei kam. Eine Gruppe von 15 Abgeordneten und 3 Senatoren beschloss, die Strukturen von Polen 2050 zu verlassen und einen unabhängigen Parlamentsklub Zentrum zu gründen. Zu den Abtrünnigen gehören Schlüsselpolitiker wie der stellvertretende Verteidigungsminister Paweł Zalewski. Der verbleibende Teil der Abgeordneten behielt den bisherigen Namen bei, was dazu führte, dass im Sejm derzeit zwei aus derselben Wurzel stammende Entitäten existieren. Politologische Analysen deuten darauf hin, dass die katastrophale Niederlage Szymon Hołownias bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen der Katalysator für den Zerfall war. Experten wie Prof. Andrzej Zybała bewerten, dass die Partei ihre Hauptfunktion verloren hat, nämlich den Führer auf das höchste Staatsamt zu bringen. Das Fehlen eines klaren Programms sowie zunehmende persönliche Konflikte zwischen Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz und Paulina Hennig-Kloska vertieften die innere Isolation des Führers, dem Kritiker mangelnde Vision und politische Wahnvorstellungen vorwerfen. Parteien, die um einen einzigen Führer herum aufgebaut sind, wie früher Ryszard Petrus Nowoczesna oder Ruch Palikota, hatten oft mit dem Problem der Beständigkeit nach der ersten verlorenen Wahlkampagne oder einem Popularitätsverlust des Führers zu kämpfen. „Polen 2050 sind jetzt zwei Polen 1025, aber schuld ist Szymon Hołownia, der statt Visionen Wahnvorstellungen hatte.” — Mirosław Oczkoś Trotz der internen Katastrophe scheint die Regierungskoalition unter der Führung von Donald Tusk die arithmetische Mehrheit zu behalten. Die Führer des neu gegründeten Klubs Zentrum erklärten am 15. Oktober ihre Loyalität gegenüber der Regierung. Premierminister Władysław Kosiniak-Kamysz äußerte die Überzeugung, dass trotz der Spaltungen die gemeinsame Front gegenüber der Opposition erhalten bleibt. Allerdings deuten oppositionelle Stimmen, gestützt durch Analysen von Prof. Adam Wielomski, an, dass die Destabilisierung des dritten Pfeilers der Koalition den Weg für vorgezogene Neuwahlen ebnen könnte, wenn Jarosław Kaczyński die gegenwärtigen Risse ausnutzen kann. Anzahl der Parlamentarier nach der Spaltung: Verblieben in PL2050: 15, Klub Zentrum (Abtrünnige): 18 18 — Parlamentarier haben die Reihen von Polen 2050 verlassen
Mentioned People
- Szymon Hołownia — Führer von Polen 2050, dessen Führung nach der Wahlniederlage in Frage gestellt wurde.
- Paweł Zalewski — Stellvertretender Verteidigungsminister, der sich den Abtrünnigen des Klubs Zentrum angeschlossen hat.
- Władysław Kosiniak-Kamysz — Vizepremierminister und Verteidigungsminister, der die Situation des Koalitionspartners kommentiert.
- Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz — Ministerin für Fonds, in interne Fraktionsstreitigkeiten verwickelt.