Die französische Regierung hat eine Verordnung erlassen, die die maximal zulässige Abschussquote für Wölfe von 19 auf 21 Prozent der geschätzten Population erhöht. Die am Mittwoch, dem 24. Februar, im Amtsblatt veröffentlichte Entscheidung geht auf Druck von Landwirtschaftsverbänden zurück. Die verstärkte Bejagung betrifft etwa tausend in Frankreich lebende Wölfe, was bedeutet, dass legal über 200 Tiere geschossen werden dürfen. Polnische Medien berichten derzeit über eine verstärkte Aktivität von Wölfen, auch in der Nähe von Siedlungen.

Erhöhung der Abschussquote

Die französischen Behörden haben die zulässige Abschussquote für Wölfe von 19 auf 21 Prozent der gesamten geschätzten Raubtierpopulation angehoben.

Druck der Landwirtschaftsverbände

Die Entscheidung der Regierung ist das Ergebnis starken Drucks seitens der Landwirtschaftsverbände, die über Verluste in ihren Betrieben klagen.

Population und Abschussumfang

In Frankreich leben etwa tausend Wölfe. Die neue Quote bedeutet, dass legal etwa 200 Tiere geschossen werden dürfen.

Situation in Polen

In Polen, wo die Wolfspopulation auf etwa 5.000 Tiere geschätzt wird, berichten die Medien über eine erhöhte Aktivität dieser Raubtiere in der Nähe menschlicher Siedlungen.

Die französische Regierung hat die maximal zulässige Abschussquote für Wölfe im Land erhöht. Die neue Verordnung, die am Mittwoch, dem 24. Februar, im Amtsblatt veröffentlicht wurde, erhöht die Quote von 19 auf 21 Prozent der gesamten geschätzten Population dieser Raubtiere. Diese bereits im Januar angekündigte Entscheidung wurde unter starkem Druck von Landwirtschaftsorganisationen getroffen, die einen wirksameren Schutz ihrer Herden vor Angriffen fordern.

Schätzungen zufolge leben in Frankreich etwa tausend Wölfe, was bedeutet, dass die neue Quote für die kommende Saison den Abschuss von über 200 Tieren erlaubt. Polnische Medien betonen, dass die Wolfspopulation in Polen zum Vergleich deutlich größer ist und etwa 5.000 Tiere umfasst. Gleichzeitig wird in Polen eine verstärkte Aktivität von Wölfen verzeichnet, die immer häufiger in der Nähe von Wohngebäuden und auf landwirtschaftlichen Flächen auftauchen und Nutztiere angreifen. Berichte über angebliche Wolfsangriffe auf Menschen, wie zum Beispiel im Powiat Brzozowski, finden oft keine Bestätigung in offiziellen Quellen.

Seit der Rückkehr der Wölfe in Westeuropa Ende des 20. Jahrhunderts nach Jahren ihrer fast vollständigen Ausrottung ist der Konflikt zwischen dem Schutz dieser Art und den Interessen der Landwirte ein ständiges Element der Umweltpolitik vieler Länder. In Polen stehen Wölfe seit 1998 unter teilweisem Schutz, und ihre Population hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erholt.Die erlassene Verordnung lockert auch andere Jagdbestimmungen. So ist beispielsweise keine vorherige Bestätigung durch Fachleute mehr erforderlich, dass der Wolf eine Gefahr für die Herde darstellte, was das Abschussverfahren erleichtert. Das französische Landwirtschaftsministerium unter der Leitung von Annie Genevard begründet die Entscheidung mit dem zu häufigen Auftreten von Wölfen auf landwirtschaftlichen Flächen und in Stadtnähe, was zu wachsenden Verlusten und einem Gefühl der Bedrohung in den lokalen Gemeinschaften führt.

Änderungen der Wolfsabschussregelungen in Frankreich: Maximale Abschussquote: 19% der Population → 21% der Population; Abschussbedingungen: Bestätigung der Gefährdung erforderlich → Vereinfachte Verfahren In Polen gewinnt die Diskussion über das Management der Wolfspopulation ebenfalls an Fahrt, da über deren Aktivität berichtet wird. Es fehlen jedoch offizielle Erklärungen über eine geplante Erhöhung der Abschussquoten nach französischem Vorbild. Diese Situation unterstreicht den in vielen europäischen Ländern andauernden Streit zwischen den Werten des Biodiversitätsschutzes und den realen Problemen landwirtschaftlicher Betriebe. Landwirtschaftsverbände fordern entschlossenere Maßnahmen, während Umweltschützer vor einer Gefährdung der sich erholenden Populationen geschützter Raubtiere warnen.

Mentioned People

  • Annie Genevard — Französische Landwirtschaftsministerin, die die Gründe für die Entscheidung zur Erhöhung der Wolfsabschussquote erläuterte.