Der französische Konzern Renault schloss das Jahr 2025 mit einem konsolidierten Nettoverlust von 10,9 Milliarden Euro ab. Für diesen drastischen Rückgang sind vor allem Wertberichtigungen auf die Beteiligung am japanischen Partner Nissan verantwortlich, die sich auf 9,3 Milliarden Euro beliefen. Trotz des negativen Nettoergebnisses stiegen die Umsätze des Konzerns um 3 Prozent auf 57,9 Milliarden Euro, und das Unternehmen kündigt an, die Dividende auf einem Niveau von 2,20 Euro je Aktie zu halten.

Milliardenschwere Abschreibung auf Nissan-Beteiligung

Die Hauptursache für den Verlust von 10,9 Mrd. Euro ist die Neubewertung der Beteiligung an Nissan, die das Ergebnis mit 9,3 Mrd. Euro im Rahmen der neuen Strategie belastete.

Umsatzwachstum und stabile Dividende

Die Umsätze von Renault stiegen um 3% auf 57,9 Mrd. Euro, und der Vorstand plant trotz des Verlusts die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 2,20 Euro je Aktie.

Schwächere Rentabilitätsprognosen für 2026

Der Konzern erwartet einen Margenrückgang auf 5,5% aufgrund des Preisdrucks von Wettbewerbern und der Kosten für die Einführung neuer Elektromodelle wie des Twingo.

Der französische Automobilriese Renault Group hat die Finanzergebnisse für das Jahr 2025 veröffentlicht, die auf den Kapitalmärkten für Aufsehen sorgten. Die auffälligste Information ist der Nettoverlust in Höhe von 10,9 Milliarden Euro. Dies ist ein drastisch schlechteres Ergebnis im Vergleich zum Gewinn von 752 Millionen Euro im Vorjahr. Die Hauptursache für diese Situation ist jedoch kein operativer Einbruch, sondern eine bilanzielle Operation im Zusammenhang mit einer Wertberichtigung auf die Beteiligung am japanischen Konzern Nissan. Der Prozess der Lockerung der gegenseitigen Kapitalverflechtungen erforderte eine Änderung der Behandlung dieser Vermögenswerte, was zu einer Belastung von 9,3 Milliarden Euro führte. Die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi, die Ende der 1990er Jahre geschlossen wurde, war jahrzehntelang ein Symbol für die globale Integration der Automobilbranche unter der Führung von Carlos Ghosn, bevor Finanzskandale und Kompetenzstreitigkeiten zu einer Überarbeitung führten.Trotz des katastrophalen Nettoergebnisses geben die operativen Daten des Unternehmens Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Umsätze des Konzerns stiegen um 3% und erreichten einen Wert von 57,9 Milliarden Euro. Der neue Generaldirektor, François Provost, der die Nachfolge von Luca de Meo angetreten hat, betont, dass das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld solide Ergebnisse erzielt hat. Die Operative Marge lag bei 6,3%, was zwar einen Rückgang gegenüber 7,6% im Vorjahr darstellt, aber immer noch besser ist als bei einigen Wettbewerbern, einschließlich des Konzerns Volkswagen. Der Vorstand schlug vor, die Dividende auf unverändertem Niveau von 2,20 Euro zu halten. „Unsere Ergebnisse zeigen das Engagement der Teams, in einem komplexen Marktumfeld eine erstklassige, stabile Leistung zu gewährleisten.” — François ProvostDie Prognosen für das Jahr 2026 gehen jedoch von einem weiteren Druck auf die Rentabilität aus. Renault erwartet einen Rückgang der operativen Marge auf etwa 5,5%. Dies ist die Folge eines zunehmenden Preiskriegs mit Herstellern aus China sowie der kostspieligen Umstellung auf Elektromobilität. Der Konzern plant eine Modelloffensive, darunter die Einführung einer neuen, günstigeren Version des Elektromodells Twingo und die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf Märkte außerhalb Europas wie Indien und Südamerika. Auch der Bau einer neuen Generation kompakter Elektroautos in den Werken in Palencia in Spanien wird erwogen. Nettoergebnis der Renault Group (Milliarden Euro): 2024: 0.75, 2025: -10.99.3 Mrd. EUR — betrug die Abschreibung auf die Nissan-BeteiligungKernkennzahlen Renault 2024 vs. 2025: Umsätze: 56,2 Mrd. EUR → 57,9 Mrd. EUR; Operative Marge: 7,6% → 6,3%; Nettoergebnis: 752 Mio. EUR (Gewinn) → 10,9 Mrd. EUR (Verlust)Betonte kontinuierlich steigende Umsätze und operative Widerstandsfähigkeit des Unternehmens trotz erheblicher bilanzieller Abschreibungen. | Konzentrierte sich auf den gigantischen Finanzverlust und die Bedrohungen durch chinesischen Preisdruck.

Mentioned People

  • François Provost — Generaldirektor (CEO) der Renault Group, der 2025 die Führung übernahm.
  • Luca de Meo — Ehemaliger Generaldirektor von Renault, Schöpfer der Renaulution-Strategie.