Russland hat eine beschädigte, zentrale Startrampe für Sojus-Raketen im Kosmodrom Baikonur in Kasachstan wieder in Betrieb genommen. Die staatliche Raumfahrtbehörde Roskosmos gab die Beendigung der Reparaturarbeiten bekannt. Die als Startkomplex Nr. 1 oder "Gagarinski start" bezeichnete Rampe war beim fehlgeschlagenen Start der bemannten Mission Sojus MS-25 im Oktober letzten Jahres beschädigt worden. Ihre Wiederinbetriebnahme ermöglicht die Wiederaufnahme bemannter russischer Raumflüge von diesem historischen Kosmodrom aus, was für die Aufrechterhaltung der russischen Präsenz auf der Internationalen Raumstation von wesentlicher Bedeutung ist.
Reparatur der zentralen Startrampe
Roskosmos gab den Abschluss der Reparaturen an Startrampe Nr. 1 in Baikonur bekannt, die beim Notstart der Mission Sojus MS-25 im Oktober 2025 beschädigt wurde. Die Rampe ist für bemannte Starts von Sojus-Raketen unerlässlich.
Wiederaufnahme bemannter Flüge
Die Wiederherstellung der Rampe bedeutet, dass Russland regelmäßige bemannte Raumflüge von Baikonur aus wiederaufnehmen kann. Dies ist entscheidend für die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber der Internationalen Raumstation (ISS).
Ursachen und Umfang der Schäden
Die Schäden an der Bodeninfrastruktur, einschließlich Kühl- und Treibstoffzufuhrsystemen, entstanden nach der Notabschaltung der Triebwerke der Trägerrakete wenige Sekunden vor dem geplanten Start. Es gab keine Raketenexplosion.
Bedeutung des Kosmodroms Baikonur
Baikonur, von Russland von Kasachstan gepachtet, bleibt das Hauptzentrum des russischen bemannten Programms. Sein Betrieb ist nach dem Verlust des Zugangs zu anderen Kosmodromen eine strategische Priorität Moskaus.
Die russische staatliche Raumfahrtbehörde Roskosmos hat über den Abschluss der Reparaturen und die Wiederinbetriebnahme einer zentralen Startrampe für Sojus-Raketen im Kosmodrom Baikonur informiert. Der Startkomplex Nr. 1, auch "Gagarinski start" genannt, wurde am 25. Oktober 2025 beim fehlgeschlagenen Start der bemannten Mission Sojus MS-25 schwer beschädigt. Damals schalteten die Sicherheitssysteme wenige Sekunden vor dem geplanten Abheben automatisch die Triebwerke der Trägerrakete ab, was zu Schäden an der Bodeninfrastruktur führte, einschließlich der Kühl- und Zufuhrsysteme für flüssigen Sauerstoff und Wasserstoff. Roskosmos betont, dass die Rakete selbst nicht explodierte und die Besatzung in Sicherheit blieb. Das Kosmodrom Baikonur, in der kasachischen Steppe gelegen, wurde von der Sowjetunion in den 1950er Jahren erbaut und diente als Hauptbasis für das sowjetische und später russische Raumfahrtprogramm. Von hier startete 1961 Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltraum. Nach dem Zerfall der UdSSR pachtet Russland die Anlage vom unabhängigen Kasachstan. Trotz der Entwicklung russischer Kosmodrome auf eigenem Territorium, wie Wostotschny, bleibt Baikonur für das bemannte Programm unverzichtbar. Die Wiederherstellung der Rampe war für Roskosmos eine Priorität, da es sich um die einzige in Baikonur für bemannte Starts von Sojus-Raketen geeignete Infrastruktur handelt. Ihre Stilllegung für über vier Monate zwang Russland, für unbemannte Flüge ausschließlich das Kosmodrom Wostotschny im Fernen Osten zu nutzen oder Missionspläne zu verzögern. „All works have been completed on schedule. Launch pad No. 1 of the Baikonur cosmodrome is ready to receive the launch vehicle.” (Alle Arbeiten wurden planmäßig abgeschlossen. Startrampe Nr. 1 des Kosmodroms Baikonur ist bereit, die Trägerrakete aufzunehmen.) — Roskosmos Technische Details zum Umfang der Reparaturen und deren Kosten wurden nicht offengelegt. Analysten weisen darauf hin, dass die funktionierende Infrastruktur von Baikonur für Russland nicht nur wissenschaftlich, sondern auch politisch von strategischer Bedeutung ist, da sie ein Symbol für die Fortführung des Weltraumerbes einer Großmacht darstellt. Die Wiederinbetriebnahme der Rampe ermöglicht die Wiederaufnahme bemannter Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) von diesem historischen Ort aus, was für die Erfüllung der russischen Verpflichtungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit im Orbit entscheidend ist.
Mentioned People
- Jurij Gagarin — Der erste Mensch im Weltraum, der 1961 von Startrampe Nr. 1 in Baikonur startete.