Vertreter der Schlüsselsektoren der italienischen Wirtschaft, darunter der Rüstungskonzern Leonardo und der Telekommunikationsriese Tim, haben vorläufige Finanzergebnisse für das Jahr 2025 vorgelegt. Beide Unternehmen übertrafen ihre Finanzziele und zeigten eine deutliche Verbesserung der Liquiditäts- und Rentabilitätskennzahlen. Leonardo verzeichnete einen Umsatz von 19,5 Mrd. Euro bei einer sprunghaften Schuldenreduzierung, während Tim ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 400 Mio. Euro ankündigte, was eine Rückkehr zu einer stabilen Dividendenpolitik signalisiert.
Leonardo reduziert Schulden
Der Rüstungskonzern senkte die Verschuldung um 800 Mio. Euro und erhöhte die Aufträge auf einen Rekordwert von 23,8 Mrd. Euro.
Tim belohnt Aktionäre
Telecom Italia startet einen Aktienrückkauf im Wert von 400 Mio. Euro dank der Stabilisierung der Finanzen und des Verkaufs der Sparkle-Vermögenswerte.
Erfolg der Yachtbranche
Die Ferretti Group verzeichnete ein Umsatzwachstum von 5 Prozent und übertraf damit den Marktdurchschnitt im Luxussegment.
Saipem kehrt zur Dividende zurück
Der Vorstand des Energiegiganten schlug eine Ausschüttung von 0,17 Euro je Aktie vor, nachdem ein Nettogewinn von 310 Mio. Euro erzielt wurde.
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo schloss das Jahr 2025 mit Ergebnissen ab, die frühere Markterwartungen übertrafen. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,5 Mrd. Euro, was einem Anstieg von fast 11 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der größte Erfolg war die drastische Senkung der Nettoverschuldung um über 44 Prozent – von 1,8 Mrd. Euro auf nur 1 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand der Gruppe stieg um 14,5 Prozent auf einen Wert von 23,8 Mrd. Euro, wozu vor allem Verträge im Luftfahrtsektor beitrugen. Präsident Roberto Cingolani kündigte bereits eine Aktualisierung des Industrieprojekts für März an. Ebenso optimistische Signale kommen von der Tim-Gruppe (Telecom Italia), die zum vierten Mal in Folge ihre angestrebten Finanzziele erreichte. Der Umsatz des Betreibers stieg um 2,7 Prozent auf 13,7 Mrd. Euro, während das operative Ergebnis EBITDAAL um 6,5 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro zunahm. Angesichts der verbesserten Kapitalstruktur schlug der Vorstand einen Buy-back im Wert von 400 Mio. Euro sowie eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 vor. Diese Strategie zielt darauf ab, die Attraktivität des Wertpapiers für institutionelle Investoren zu steigern. Gute Ergebnisse präsentierte auch der Energie- und Schifffahrtssektor. Saipem verzeichnete einen Umsatz von über 15,5 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 310 Mio. Euro, was den Vorstand zur Ausschüttung einer Dividende veranlasste. Die Ferretti Group, ein Hersteller von Luxusyachten, stärkte trotz der schwierigen globalen Konjunktur ihre Position und erreichte einen Umsatz von 1,23 Mrd. Euro. Alle diese Unternehmen betonen den Abschluss von Transformationsprozessen und den Eintritt in eine Phase nachhaltiger Cashflow-Generierung. Die italienische Wirtschaft hat nach der Pandemie eine gründliche strategische Neuausrichtung ihrer nationalen Champions durchlaufen, wobei der Fokus auf der Reduzierung der Staatsverschuldung durch Dividendenausschüttungen von Unternehmen mit staatlicher Beteiligung liegt. „I risultati preliminari del 2025 evidenziano un sensibile aumento di tutti gli indicatori economico-finanziari oltre ad una significativa riduzione dell'indebitamento netto di gruppo.” (Die vorläufigen Ergebnisse für 2025 zeigen einen deutlichen Anstieg aller wirtschaftlich-finanziellen Indikatoren sowie eine signifikante Reduzierung der Nettoverschuldung der Gruppe.) — Präsident und CEO der Gruppe Leonardo, ehemaliger Minister für ökologischen Wandel. -44,2% — Rückgang der Nettoverschuldung des Konzerns Leonardo
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen den Erfolg der technologischen und ökologischen Transformation der untersuchten Unternehmen. Konservative Presse akzentuiert die Bedeutung starker nationaler Champions für die wirtschaftliche Souveränität Italiens.
Mentioned People
- Roberto Cingolani — Präsident und CEO der Gruppe Leonardo, ehemaliger Minister für ökologischen Wandel.
- Pietro Labriola — CEO der Tim-Gruppe (Telecom Italia), Architekt des Sanierungsplans des Unternehmens.
- Alberto Galassi — CEO der Ferretti Group.