Das Ende des Februars 2026 brachte West- und Mitteleuropa heftige Wetteranomalien. Während Norddeutschland mit dem schneereichsten Winter seit Jahren zu kämpfen hatte, verzeichneten südliche Regionen rekordverdächtige 23 Grad Celsius. Gleichzeitig führten in Frankreich sintflutartige Regenfälle zu Überschwemmungen, die Hunderte Gemeinden zwangen, den Katastrophenfall auszurufen. Dies verstärkt die Sorgen um die Stabilität der Landwirtschaft und den Zustand des Grundwassers.

Rekordtemperaturen im Februar

In Südwestdeutschland wurden 23 Grad Celsius gemessen, ein beispielloses Ergebnis für diesen Monat in der Region.

Hochwasserkrise in Frankreich

Mehr als 270 neue Gemeinden haben nach sintflutartigen Regenfällen, die zahlreiche Überflutungen verursachten, Anträge auf Anerkennung des Katastrophenfalls gestellt.

Wintereinbruch im Norden

Berlin und die nördlichen Bundesländer erlebten den schneereichsten Winter seit 14 Jahren, was im Kontrast zu den Hitzewellen im Süden des Landes steht.

Beschleunigte Allergiesaison

Die plötzliche Erwärmung löste einen abrupten Beginn der Pflanzenblüte aus, was besonders für Allergiker in Deutschland und Frankreich belastend ist.

Dieser Februar hat sich als Monat extremer Kontraste in die Meteorologiegeschichte eingeschrieben und setzte bisherigen Wettermustern in Deutschland und Frankreich ein Ende. In Norddeutschland, insbesondere in Berlin und Brandenburg, wurden Schneefälle von einer Intensität gemessen, wie sie seit 14 Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Diese Situation führte zu Verkehrschaos und erforderte einen außergewöhnlichen Einsatz der städtischen Dienste. Unterdessen schalteten südwestliche Regionen des Landes wie Baden-Württemberg und Hessen abrupt in den Frühlingsmodus um. Die Thermometer zeigten dort lokal bis zu 23 Grad Celsius an, was einen neuen Rekord für diese Jahreszeit darstellt. Solch drastische Temperatursprünge – von bitterer Kälte zu fast sommerlicher Hitze innerhalb weniger Tage – werden zu einem immer deutlicheren Signal fortschreitender Klimaveränderungen.Systematische Temperaturmessungen in Europa, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt werden, zeigen, dass die Durchschnittstemperatur der Winter um über 2 Grad Celsius gestiegen ist. Dies führt zu häufigerem Auftreten heftiger Wetterphänomene anstelle stabiler Wetterlagen.Parallel dazu traf eine katastrophale hydrologische Situation Frankreich. Nach einer Serie außergewöhnlich intensiver Niederschläge gab der Innenminister bekannt, dass weitere 270 Gemeinden die Anerkennung des Katastrophenfalls beantragt hätten. Obwohl die Regenfälle beim Wiederauffüllen der Grundwasserleiter halfen, verhinderte ihr Übermaß Feldarbeiten und führte zu zahlreichen Überflutungen. Landwirte warnen, dass der durchnässte Boden die diesjährigen Ernteerträge negativ beeinflussen könnte, obwohl das Wasserdefizit der Vorjahre statistisch gesehen teilweise ausgeglichen wurde. In Deutschland weisen Experten trotz des schneereichen Winters im Norden auf die fortschreitende Dürre in zentralen und östlichen Regionen hin, wo die Wasserbilanz negativ bleibt.Seit 2012 leidet Mitteleuropa unter zyklischen Niederschlagsdefiziten, die den Grundwasserspiegel dauerhaft gesenkt und die Ökosysteme anfälliger für plötzliche Hitzewellen gemacht haben.Für Millionen Europäer bedeuten diese Veränderungen nicht nur logistische, sondern auch gesundheitliche Probleme. Die plötzliche Erwärmung verursachte ein beschleunigtes Pflanzenwachstum, was wiederum eine plötzliche und starke Pollensaison auslöste. Allergiker, insbesondere in Deutschland, sehen sich derzeit mit extrem hohen Baum pollenkonzentrationen konfrontiert, die in diesem Jahr deutlich früher als üblich aufgetreten sind. Meteorologen prognostizieren, dass diese Saison aufgrund der stabilen, hohen Temperaturen nach dem feuchten Februar besonders lang und belastend sein wird, da sie die Blüte begünstigen. Gleichzeitig waren Skigebiete in niedrigeren Berglagen, unter anderem in Hessen, gezwungen, die Saison sofort zu beenden, was die Hoffnungen auf einen traditionellen, frostigen Winter im Herzen des Kontinents endgültig zunichtemacht.

Perspektywy mediów: Liberale Medien legen starken Wert auf die Verbindung der Anomalien mit der Klimakrise und die Notwendigkeit sofortiger ökologischer Reformen. Konservative Medien konzentrieren sich auf die wirtschaftlichen Kosten der Naturkatastrophen und die Herausforderungen für die traditionelle Landwirtschaft angesichts der Wetterveränderungen.

Mentioned People

  • Gérald Darmanin — Innenminister Frankreichs, der den Katastrophenfall für 270 Gemeinden ausrief.