Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft hat eine Reihe von Warnungen für neun Woiwodschaften herausgegeben. Die Hauptgefahr sind plötzliche Hochwasser durch Schneeschmelze und Eisstaus, die besonders in Masowien entlang des Flusses Wkra gefährlich sind. Gleichzeitig warnen die Meteorologen vor dichtem Nebel, der nachts und am frühen Morgen die Sichtweite auf den Straßen in Masowien, Großpolen und Niederschlesien auf nur 200 Meter reduzieren kann.
Eisstau in der Wkra
Ein riesiger, 300 Meter langer Eisstau hat das Flussbett der Wkra in der Gemeinde Joniec blockiert, was zu Überschwemmungen auf nahegelegenen Feldern und Gebäuden geführt hat.
Nebelwarnungen in Polen
Das IMGW warnt vor dichtem Nebel in Masowien und Großpolen, wo die Sichtweite auf 200 Meter sinken wird und den Straßenverkehr behindert.
Schneeschmelze und steigende Flusspegel
Die westlichen und nördlichen Woiwodschaften kämpfen mit den Folgen des Tauwetters; der Wasserstand in der Drewenz und Oder übersteigt die Warnwerte.
Die hydrologische Situation in Polen wird zunehmend schwieriger, was direkt auf die fortschreitende Schneeschmelze und das Freiwerden von Eis aus den Flussbetten zurückzuführen ist. Der höchste Gefahrengrad wurde in den Einzugsgebieten von Flüssen in den Woiwodschaften Niederschlesien, Masowien und Ermland-Masuren verzeichnet. Im Fluss Wkra, in der Gemeinde Joniec, hat sich ein riesiger, dreihundert Meter langer Eisstau gebildet, der zu lokalen Überschwemmungen und Wasserflussblockaden geführt hat. Die Feuerwehr in der Region Ermland-Masuren ist bereits mehrere Dutzend Mal im Einsatz gewesen, hauptsächlich zum Abpumpen von Wasser aus Kellern und zum Schutz von Eigentum vor den Naturgewalten. Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft hat auch meteorologische Warnungen zu dichtem Nebel herausgegeben. Das Phänomen soll einen beträchtlichen Teil des Landes betreffen, darunter Masowien, Großpolen und Niederschlesien. Die Sichtweite soll an vielen Orten unter 200 Meter fallen, was eine reale Gefahr für Autofahrer darstellt. Der Nebel ist das Ergebnis des Zustroms feuchter Luftmassen und von Temperaturabfällen am Boden, was in Verbindung mit dem feuchten Boden nach altem Schnee ideale Bedingungen für seine Entstehung schafft. Hydrologen sagen voraus, dass der Wasserstand von Flüssen, darunter der Drewenz und der Oder bei Breslau, in den kommenden Tagen weiter ansteigen wird. Eisstaus sind ein natürliches, aber gefährliches Phänomen während des Tauwetters, wenn treibendes Eis auf Geländehindernisse oder Verengungen des Flussbetts trifft, was zu einem plötzlichen Anstieg des Wasserspiegels führt. In der Geschichte Polens haben Stauhochwasser wiederholt erhebliche materielle Schäden verursacht, insbesondere im Unterlauf der Weichsel und Oder.Die Situation in der Landwirtschaft spiegelt ebenfalls den Frühlingsbeginn wider, da Experten bereits die ersten Pflegemaßnahmen wie das Eggen von Wintergetreide und Wiesen empfehlen, sofern die Bodenfeuchtigkeitsbedingungen dies zulassen. Der Temperaturanstieg begünstigt auch die Wiederbelebung invasiver Pflanzen, was die Wachsamkeit der Pflanzer erfordert. Unterdessen tauchen im Handel Prognosen für die Preise von Produkten zum nahenden Osterfest auf. Analysten erwarten steigende Eierpreise und Probleme mit dem Angebot an frühen Erdbeeren, was auf das instabile Wetter in den Anbaugebieten und die steigenden Kosten der landwirtschaftlichen Produktion zurückzuführen ist. „Hydrological situation is dynamic due to progressing snowmelt processes and the occurrence of ice phenomena on rivers.” (Die hydrologische Situation ist dynamisch aufgrund fortschreitender Schneeschmelzprozesse und des Auftretens von Eisphänomenen auf Flüssen.) — IMGW-Mitteilung