Die Ratingagentur Fitch hat die Entscheidung bekannt gegeben, die Kreditwürdigkeit Polens auf dem Niveau „A-“ zu belassen. Gleichzeitig bestätigten die Experten die negative Perspektive, was ein deutliches Warnsignal für die Regierung in Warschau darstellt. Die Hauptbelastungsfaktoren für die polnische Wirtschaft bleiben das hohe Defizit des öffentlichen Finanzsektors und die steigende Verschuldung, die den Spielraum für eine mögliche Verbesserung der Bewertungen in naher Zukunft einschränken.

Rating A- bestätigt

Die Ratingagentur Fitch hat die bisherige Kreditwürdigkeitsbewertung Polens bestätigt und sich trotz Risiken nicht für eine Herabstufung entschieden.

Negative Perspektive

Die Beibehaltung der negativen Perspektive signalisiert eine mögliche Herabstufung des Ratings in Zukunft aufgrund des Zustands der öffentlichen Finanzen.

Schwache Umfragewerte für PiS

Eine CBOS-Umfrage zeigt einen Rückgang der Unterstützung für die größte Oppositionspartei unter 20 Prozent, was die Kräfteverhältnisse auf der Rechten verändert.

Koalitionsunsicherheit

Spekulationen über einen Zerfall von Polen 2050 wecken Befürchtungen über die Stabilität der Regierung, wobei die öffentliche Meinung in dieser Frage gespalten bleibt.

Die Ratingagentur Fitch Ratings hat das langfristige Rating Polens in Fremdwährung auf dem Niveau „A-“ bestätigt, belässt jedoch die negative Perspektive. Diese Entscheidung fiel in einer Zeit erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten, in der der polnische Złoty gegenüber dem Euro und dem Dollar an Wert verlor, was auf die globale Risikoaversion reagierte. Experten der Agentur weisen darauf hin, dass die polnische Wirtschaft zwar widerstandsfähig gegenüber externen Schocks ist, die derzeitige fiskalische Entwicklung jedoch ernsthafte Besorgnis hervorruft. Die Beibehaltung der negativen Perspektive bedeutet, dass innerhalb der nächsten Monate eine reale Wahrscheinlichkeit für eine Herabstufung des Ratings selbst besteht, wenn die Regierung keine wirksamen Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen ergreift. Parallel zu den makroökonomischen Spannungen kämpft die polnische politische Szene mit einer tiefgreifenden Krise. Die neuesten Meinungsumfragen zeigen eine rekordtiefe Unterstützung für die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die in einer CBOS-Umfrage unter die 20-Prozent-Marke gefallen ist, das schlechteste Ergebnis seit vielen Jahren. Diese Situation stärkt die Position der Konföderation dynamisch, die in einigen Rankings die Partei von Jarosław Kaczyński überholt hat. Innerhalb der Regierungskoalition wächst zudem die Unsicherheit über die Zukunft von Polen 2050. Die Polen sind deutlich gespalten in der Frage, ob ein möglicher Zerfall der Formation von Szymon Hołownia zum Sturz des gesamten Kabinetts von Donald Tusk führen würde. Kreditratings, die Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt wurden, dienen Investoren zur Bewertung der Fähigkeit eines Staates, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Polen erhielt seine erste Investment-Grade-Bewertung im Jahr 1995, was den Weg für einen breiten Zustrom ausländischen Kapitals auf den heimischen Anleihemarkt ebnete. An der Warschauer Wertpapierbörse schloss der Februar mit Rekordergebnissen, obwohl die letzte Handelssitzung des Monats im Zeichen der Bärendominanz und der Korrektur der Bewertungen im Gefolge von Wall Street stand. Investoren verfolgen aufmerksam nicht nur die Entscheidungen der Ratingagenturen, sondern auch die Entwicklung der politischen Lage in den Vereinigten Staaten. Umfragen aus Übersee zeigen einen wachsenden Vorsprung der Demokraten vor den „Midterm“-Wahlen sowie die Skepsis der Amerikaner gegenüber der von Donald Trump angekündigten Vision eines „goldenen Zeitalters“. Diese globalen Faktoren, kombiniert mit den lokalen fiskalischen Besonderheiten, prägen derzeit die Stimmung an der Börse an der Książęca-Straße.

Mentioned People

  • Jarosław Kaczyński — Vorsitzender der Partei Recht und Gerechtigkeit, der mit rekordtiefen Umfragewerten für seine Partei konfrontiert ist.
  • Szymon Hołownia — Vorsitzender von Polen 2050, dessen Zustand Fragen über die Beständigkeit der Regierungskoalition aufwirft.
  • Donald Trump — Ehemaliger US-Präsident, dessen Vision eines „goldenen Zeitalters“ die Mehrheit der Bürger in einer neuen Umfrage nicht teilt.