Der deutsche Pharma- und Chemieriese Bayer hat eine bahnbrechende Einigung über Rechtsansprüche in den Vereinigten Staaten bekannt gegeben. Die Tochtergesellschaft Monsanto wird bis zu 7,25 Milliarden Dollar bereitstellen, um den seit Jahren schwelenden Streit über die angebliche Krebsgefahr des Herbizids Roundup zu beenden. Dieser über mehr als zwei Jahrzehnte gestreckte Vergleich zielt darauf ab, sowohl laufende als auch künftige Sammelklagen wegen Non-Hodgkin-Lymphomen zu regeln, was auf den Finanzmärkten begeistert aufgenommen wurde und den Aktienkurs des Unternehmens steigen ließ.

Milliardenschwerer Entschädigungsfonds

Bayer wird maximal 7,25 Milliarden Dollar für die Begleichung von Ansprüchen aktueller sowie künftiger Kläger im Zusammenhang mit dem Herbizid Roundup in den USA bereitstellen.

Langfristige Auszahlungsperspektive

Die Umsetzung der Vereinbarung ist auf einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren angelegt, um die Interessen der Aktionäre zu schützen und die Rechtssituation von Monsanto zu stabilisieren.

Begeisterung der Investoren an der Börse

Die Aktienkurse des Konzerns an der Börse in Frankfurt sprangen um etwa 7,35%, da der Markt den Vergleich als Chance für ein Ende der kostspieligen Streitigkeiten ansah.

Der deutsche Konzern Bayer gab am Dienstag den Abschluss eines umfassenden Vergleichs in den Vereinigten Staaten bekannt, der den langjährigen Rechtsstreit um das beliebte Unkrautvernichtungsmittel Roundup beenden soll. Gemäß der ausgehandelten Vereinbarung wird die zum Konzern gehörende Firma Monsanto insgesamt bis zu 7,25 Milliarden Dollar über die nächsten 21 Jahre auszahlen. Die Mittel sind für Entschädigungen von Personen bestimmt, bei denen ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurde, das angeblich durch Kontakt mit Glyphosat verursacht wurde. Das Ausmaß des vorgeschlagenen Vergleichs ist enorm, stellt jedoch den Versuch dar, das Prozessrisiko endgültig auszuräumen, das das Unternehmen seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 belastet. Der Plan sieht jährliche, abnehmende Zahlungen vor, was es dem Konzern ermöglichen soll, die Finanzliquidität aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Ansprüche potenziell neuer Kläger abzusichern. Es ist hervorzuheben, dass die Vereinbarung noch von einem Gericht in St. Louis im Bundesstaat Missouri genehmigt werden muss. Der Markt reagierte optimistisch auf diese Nachrichten – der Aktienkurs des Unternehmens stieg um fast 7%, was die Hoffnungen der Anleger auf ein Ende des kostspieligen Rechtsstreits widerspiegelt, der bereits Milliarden Dollar verschlungen und die Marktkapitalisierung des Unternehmens erheblich reduziert hat. Bayer übernahm das amerikanische Unternehmen Monsanto im Jahr 2018 für 63 Milliarden Dollar. Diese Transaktion, die als eine der größten Übernahmen in der Geschichte der deutschen Wirtschaft gepriesen wurde, wurde schnell zu einer Belastung für Image und Finanzen aufgrund einer Flut von Klagen bezüglich der Sicherheit von Roundup. Frühere Versuche, die Streitigkeiten beizulegen, einschließlich eines Vergleichs aus dem Jahr 2020 in Höhe von fast 10 Milliarden Dollar, lösten das Problem künftiger Ansprüche nicht dauerhaft. Die neue Class-Action-Vereinbarung soll eine stabilere Konstruktion mit langem Zeithorizont sein. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft hat, hält Bayer konsequent daran fest, dass das Produkt sicher ist und der Vergleich kein Schuldeingeständnis darstellt, sondern eine pragmatische Geschäftsentscheidung ist. 7.25 mld $ — maximale Vergleichssumme in den USAHauptparameter des neuen Bayer-Vergleichs: Gesamtzahlungen: 7.25, Übernahmekosten Monsanto (2018): 63.0, Vorheriger Vergleich (2020): 10.0Änderung der Prozessstrategie bei Bayer: Zeithorizont: Kurzfristige Fonds → 21 Jahre Ansprüche; Art des Vergleichs: Stückweise Vereinbarungen → Bundesweiter Sammelvergleich