Der deutsche Chemieriese Bayer hat einen Vergleichsvorschlag im Wert von 7,25 Milliarden Dollar angekündigt, um Tausende von Gerichtsverfahren in den Vereinigten Staaten zu beenden. Der Fall betrifft das beliebte Unkrautvernichtungsmittel Roundup, das nach Ansicht der Kläger Krebs verursacht. Die Vereinbarung soll bestehende und künftige Ansprüche von Personen regeln, die dem Unternehmen vorwerfen, nicht ausreichend vor den Risiken des Produkts mit dem umstrittenen Glyphosat gewarnt zu haben.

Milliardenschweres Vergleichsangebot

Bayer hat 7,25 Milliarden Dollar vorgeschlagen, um Tausende von Gerichtsverfahren in den USA über die angebliche Krebsgefahr des Produkts Roundup zu beenden.

Erhöhung der finanziellen Rückstellungen

Der Konzern wird seine Rückstellungen für Gerichtsverfahren um 4 Milliarden Euro aufstocken, was insgesamt eine Summe von 11,8 Milliarden Euro an gesicherten Mitteln ergibt.

Langfristiger Auszahlungsplan

Das Entschädigungsprogramm soll über 21 Jahre durch begrenzte jährliche Zahlungen finanziert werden, um die finanzielle Liquidität des Unternehmens zu schützen.

Entscheidung des Gerichts in Missouri

Der Vergleich muss vom Bezirksgericht in St. Louis genehmigt werden, bevor er in Kraft tritt und die Auszahlungen beginnen können.

Der deutsche Konzern Bayer AG hat einen radikalen Schritt unternommen, um einen jahrelangen Rechtsstreit zu beenden, der die Finanzen und das Image des Unternehmens seit der Übernahme des amerikanischen Monsanto belastet. Der Gigant hat die Zahlung von 7,25 Milliarden Dollar im Rahmen eines Sammelvergleichs vorgeschlagen, der Tausende von Klagen von Krebspatienten in den Vereinigten Staaten abdecken soll. Die Mittel sollen im Rahmen eines langfristigen Entschädigungsprogramms verteilt werden, das über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren durch jährliche Zahlungen finanziert wird. Dieser Vorschlag wurde beim Gericht in St. Louis im Bundesstaat Missouri eingereicht und bedarf noch der formellen Genehmigung durch die Justiz. Die Strategie des Konzerns sieht nicht nur die Erfüllung bestehender Ansprüche vor, sondern auch die Schaffung eines Mechanismus für künftige Klagen, was es dem Unternehmen aus Leverkusen ermöglichen würde, die finanziellen Risiken genauer einzuschätzen. In diesem Zusammenhang plant Bayer, seine Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten um 4 Milliarden Euro aufzustocken, wodurch die Gesamtsumme der für diesen Zweck bereitgestellten Mittel auf 11,8 Milliarden Euro steigt. Glyphosat, der Hauptbestandteil des Herbizids Roundup, wird durch zahlreiche Studien gestützt, doch zahlreiche Gerichtsurteile in den USA haben dem Unternehmen hohe Strafen auferlegt. Die rechtlichen Probleme von Bayer begannen im Jahr 2018, als der Konzern den Kauf von Monsanto für 63 Milliarden Dollar abschloss. Seitdem ist der Marktwert des deutschen Unternehmens drastisch gesunken, und Investoren begannen, die Sinnhaftigkeit dieser Fusion angesichts der Flut von Klagen wegen der angeblichen Krebsgefahr von Roundup in Frage zu stellen.Die rechtliche Situation ist insofern kompliziert, als der Oberste Gerichtshof der USA sich darauf vorbereitet, die Argumentation des Unternehmens zu prüfen, wonach bundesstaatliche Richtlinien zur Produktkennzeichnung es vor Ansprüchen auf Bundesstaatenebene schützen sollten. Bayer behauptet konsequent, dass Roundup bei sachgemäßer Anwendung sicher ist, und beruft sich auf die Einschätzungen von Aufsichtsbehörden wie der EPA. Dennoch haben die Kosten weiterer Gerichtsverfahren und das Risiko von Niederlagen die Unternehmensleitung gezwungen, nach einem Kompromiss zu suchen, der die Finanzmärkte beruhigt und es dem Unternehmen ermöglicht, sich auf Innovationen in der Biotechnologie zu konzentrieren. „Der vorgeschlagene nationale Vergleich stellt eine faire und endgültige Lösung für die Geschädigten dar und gewährleistet gleichzeitig die notwendige operative Stabilität für unser Unternehmen.” — Erklärung der Bayer AGHöhe der Rückstellungen von Bayer für Rechtsstreitigkeiten: Alte Rückstellungen: 7.8, Neue Aufstockung: 4.0, Gesamt nach Vergleich: 11.8$7,25 Mrd. — beträgt der vorgeschlagene Vergleichsbetrag mit den KlägernWichtige Meilensteine für den Vergleichsabschluss: 17. Februar 2026 — Ankündigung des Vergleichsvorschlags durch Bayer; März-April 2026 — Prüfung des Antrags durch das Gericht in St. Louis; Jahr 2047 — Abschluss des 21-jährigen AuszahlungszyklusFonds für Roundup-Entschädigungen: Gesamthöhe der Rückstellungen: 7,8 Mrd. EUR → 11,8 Mrd. EUR; Vorgeschlagener Sammelvergleich: Keine Vereinbarung → 7,25 Mrd. USD