Die Ratingagentur Fitch hat die Entscheidung bekannt gegeben, die Kreditwürdigkeitsbewertung Polens auf dem Niveau A- zu belassen. Trotz der Stabilisierung des Indikators selbst behielten die Analysten eine negative Perspektive bei und verwiesen auf steigende fiskalische Risiken und das hohe Haushaltsdefizit. Gleichzeitig beobachten die Märkte Signale einer Verlangsamung des Dekarbonisierungstempos in Europa, um die Industrie zu schützen, während gleichzeitig die Energiekosten für die Haushalte steigen.

Fitch-Rating unverändert

Die Agentur behielt die Bewertung A- bei, warnt jedoch vor den negativen Auswirkungen des hohen Defizits auf die zukünftige Bewertung.

Rückzug von der Dekarbonisierung

In Europa nimmt der Trend zu, die Industrie auf Kosten radikaler Klimaziele wie Net Zero zu schützen.

Hilfe für Kommunen

Die Regierung wird fast 5 Milliarden Złoty für Bevölkerungsschutzsysteme in den Gebietskörperschaften bereitstellen.

Fitch Ratings hat entschieden, das langfristige Rating Polens in Fremdwährung auf dem Niveau „A-” zu belassen. Diese Entscheidung, die zwar die soliden makroökonomischen Grundlagen des Landes bestätigt, geht mit der Beibehaltung einer negativen Perspektive einher. Die Analysten der Agentur legen besonderes Augenmerk auf die Situation der öffentlichen Finanzen, einschließlich des anhaltend hohen strukturellen Defizits und der steigenden Kosten für den Schuldendienst des Staates. In der Mitteilung wurde darauf hingewiesen, dass das Fehlen einer fiskalischen Konsolidierung in den kommenden Jahren ein direkter Impuls für eine Herabstufung der Ratingbewertung selbst werden könnte. Trotz dieser Warnungen deuten einige Marktdaten auf einen unerwarteten Rückgang des Fiskaldefizits in den letzten Berichten hin, was im Kontrast zu früheren, pessimistischeren Prognosen von Experten steht. Das Rating-System ermöglicht es Investoren, das Risiko bei der Kreditvergabe an Regierungen zu bewerten. Das Niveau A- bedeutet eine hohe Fähigkeit zur Erfüllung von Verpflichtungen, ist jedoch anfällig für ungünstige wirtschaftliche Bedingungen. Parallel zu den Ratingfragen dominiert in der öffentlichen Debatte das Thema steigender Energiekosten und Klimaschutz. Medien berichten von einem deutlichen Rückzug von radikalen Dekarbonisierungsstrategien in Europa unter dem Motto „Net Zero is Dead”. Diese Veränderung ergibt sich aus der Notwendigkeit, die europäische Industrie vor Wettbewerbsverlust zu schützen, was wiederum zu einer Überarbeitung der Pläne für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen führt. In Polen schlägt sich diese Situation in alarmierenden Prognosen zu Strom- und Heizkosten nieder. Experten sagen voraus, dass trotz sinkender Rohstoffpreise an den Börsen die Endverbraucher aufgrund neuer Emissions- und Steuerbelastungen mehr zahlen könnten. In diesem Zusammenhang werden auch Stimmen über den negativen Einfluss des EU-Emissionshandelssystems (ETS) auf die wirtschaftliche Stabilität des Landes laut. A- — Kreditwürdigkeitsbewertung Polens laut Fitch Im Bereich Technologie und digitale Medien wurden Ankündigungen der Plattform HBO zur Bekämpfung der Kontenweitergabe verzeichnet, was in den breiteren Trend der zunehmenden Monetarisierung von Streaming-Diensten passt. Gleichzeitig ist auf dem lokalen Markt die Ankündigung einer Unterstützung für die Kommunen mit einem Betrag von fast 5 Mrd. Złoty für den Bevölkerungsschutz ein bedeutendes Ereignis. In der Realwirtschaft gibt es Signale für Investitionen deutscher Giganten in Polen, was auf die anhaltende Investitionsattraktivität der Region trotz geopolitischer Spannungen hindeuten könnte. Eine ernsthafte Herausforderung bleibt jedoch die Frage der Staatsverschuldung, die nach Ansicht einiger Kommentatoren die Chance auf eine schnelle Verbesserung der Bewertung bei wichtigen Ratingagenturen wie Moody's oder dem bereits erwähnten Fitch blockiert. „Fitch affirms Poland at 'A-'; Outlook Negative” (Fitch bestätigt Polen bei 'A-'; Ausblick Negativ) — Fitch Ratings Rating- und Fiskalsituation Polens: Rating (Fitch): A- → A-; Perspektive: Negativ → Negativ; Defizittrend: Steigend → Fallend (laut aktuellen Daten)

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Stabilität des Ratings und den unerwarteten Rückgang des Defizits als Erfolg der Regierung und Widerstandsfähigkeit der polnischen Wirtschaft. Konservative Medien konzentrieren sich auf die negative Perspektive, die steigende Verschuldung und die Gefahren durch EU-Klimasteuern.