FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sein volles Vertrauen in Mexiko als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2026 bekundet und ignoriert dabei die Eskalation der Gewalt nach der Tötung des Anführers des CJNG-Kartells, bekannt als „El Mencho“. Während der Schwimmverband World Aquatics den Weltcup im Wasserspringen aus Sicherheitsgründen absagte, versichern die Fußballbehörden und Präsidentin Claudia Sheinbaum, die Lage in den Gastgeberstädten wie Guadalajara vollständig unter Kontrolle zu haben.
FIFA sieht keine Gefahr
Gianni Infantino bestätigte, dass Mexiko trotz des Todes des CJNG-Kartellführers ein sicherer Gastgeber der WM 2026 bleibt.
Wasserspringen abgesagt
Der Verband World Aquatics zog sich als erster von der Ausrichtung von Wettkämpfen in Mexiko aufgrund der Gewalt zurück.
Festung Guadalajara
Die Behörden planen außerordentliche Sicherheitsmaßnahmen in den Gastgeberstädten, was bei der lokalen Bevölkerung Kontroversen auslöst.
Schlag gegen Drogenkartell-Strukturen
Die Enthüllung der Gehaltslisten des Kartells (Narconómina) weist auf eine tiefe Infiltration der lokalen Machtstrukturen durch die Mafia hin.
Der Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, dem brutalen Anführer des Cartel Jalisco Nueva Generación, hat in Mexiko eine Welle der Unruhe ausgelöst, die die Sicherheit bevorstehender Massenveranstaltungen in Frage stellt. Obwohl das Militär den kriminellen Strukturen einen schweren Schlag versetzt hat, führten Vergeltungsaktionen wie Straßensperren und Angriffe in den Bundesstaaten Jalisco und Chiapas bereits zum ersten großen Imageverlust: Der Verband World Aquatics hat offiziell die Wettkämpfe des Weltcups im Wasserspringen in Zapopan abgesagt. Diese Entscheidung, begründet mit der „instabilen Lage und der Gefahr für die Athleten“, löste Spekulationen über das Schicksal der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 aus. Der Weltfußballverband (FIFA) hat jedoch eine völlig andere Position eingenommen und beruhigt Fans und Sponsoren, dass das Turnier nicht gefährdet sei. Mexiko hat historische Erfahrung darin, Sportveranstaltungen in Krisensituationen zu übernehmen; 1986 richtete das Land die WM aus, nachdem Kolumbien aufgrund wirtschaftlicher Probleme und innerer Konflikte verzichtet hatte.Präsidentin Claudia Sheinbaum nutzt die Krise zur Demonstration der Staatsmacht. Ihr Besuch in Sinaloa und das persönliche Treffen mit Gianni Infantino sollen die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die mexikanische Sicherheitsstrategie trotz blutiger Vorfälle Ergebnisse bringt. Der FIFA-Präsident, zitiert von zahlreichen Agenturen, betonte, Mexiko sei eine „Fußballmacht“, die mit den logistischen Herausforderungen zurechtkommen werde. Gleichzeitig berichten Medien über die Schaffung spezieller „Sicherheitszonen“ und die Umwandlung der Gastgeberstädte in wahre Festungen, was Fragen nach der Atmosphäre des Sportfestes im Schatten von Gewehren aufwirft. Die Lage wird durch eine Welle von Desinformation in sozialen Medien verkompliziert, die Panik unter Einwohnern und Touristen schürt und nahelegt, dass der Tod des Kartellführers erst der Beginn eines blutigen Nachfolgekampfes sei. 72% — beträgt die Zustimmung für Präsidentin Sheinbaum nach der Operation gegen das Kartell Trotz der Zusicherungen der Regierung weisen kritische Stimmen auf den Fall Guadalajara hin, wo Einwohner offen bezweifeln, ob die Stadt in Zeiten offener Straßenkämpfe bereit ist, Hunderttausende Fans aufzunehmen. Der Kontrast zwischen dem Optimismus der Sportverbände und der Realität der „Narconómina“ – der Gehaltslisten der Kartelle, die lokale Beamte umfassen – zeichnet das Bild eines gespaltenen Staates. Während FIFA und die mexikanische Regierung auf Normalisierung setzen, fürchten Familien von Vermissten in Jalisco, dass der Glanz der WM dazu dient, das Problem der Gewalt aus dem öffentlichen Raum zu „räumen“, ohne die Ursachen der Krise wirklich zu lösen. Die kommenden Monate werden ein entscheidender Test für die Regierung Sheinbaum sein, die beweisen muss, dass der Tod von El Mencho nicht nur ein symbolischer Erfolg, sondern eine echte Wende hin zur Stabilisierung war. „Mexico is a great football country, and we have full confidence in the authorities and the organizing committee to deliver a safe and wonderful World Cup.” (Mexiko ist ein großartiges Fußballland, und wir haben vollstes Vertrauen in die Behörden und das Organisationskomitee, eine sichere und wunderbare Weltmeisterschaft auszurichten.) — Gianni Infantino
Perspektywy mediów: Betonte den Mut der Regierung im Kampf gegen die Kriminalität, den Erfolg der Operation gegen den Kartellchef und die Sicherheitsgarantien für globale Veranstaltungen. Wirft FIFA vor, die reale Gefahr für Fans zu ignorieren, verweist auf die brutale Alltagsrealität der Einwohner und die Fassadenhaftigkeit der Regierungszusicherungen.
Mentioned People
- Gianni Infantino — Präsident der FIFA, der sein Vertrauen in die mexikanischen Sicherheitssysteme bekundet.
- Claudia Sheinbaum — Präsidentin von Mexiko, die die Stabilität des Landes nach der Ausschaltung des Kartellchefs versichert.
- Nemesio Oseguera Cervantes — Bekannt als 'El Mencho', getöteter Anführer des mächtigen CJNG-Kartells.